Drei Ausstellungen für die Königin | MISS PREUSSEN 2010

December 16, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
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MISS PREUSSEN 2010. Mutter, Medienstar und Mode-Ikone

LUISE. LEBEN UND MYTHOS DER KÖNIGIN. Schloss Charlottenburg, 6. März – 31. Mai 2010
LUISE. DIE INSELWELT DER KÖNIGIN. Pfaueninsel, 1. Mai – 31. Oktober 2010
LUISE. DIE KLEIDER DER KÖNIGIN. Schloss Paretz, 31. Juli – 31. Oktober 2010

Königin Luise (1776 – 1810) ist die populärste Frau der preußischen Geschichte und neben Friedrich dem Großen die herausragende Persönlichkeit der Hohenzollern-Dynastie: jung, schön und liebenswert. Sie war sie ein Glücksfall für die reformbedürftige Monarchie. Ihr früher Tod und ihre kulthafte Verehrung machten sie zum „Medienstar“ des 19. Jahrhunderts.
Anlässlich ihres 200. Todestages steht die „Königin der Herzen“ im Mittelpunkt vielfältiger Aktivitäten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Drei Ausstellungen und ein umfangreiches Begleitprogramm präsentieren verschiedene Facetten Luises an ihren historischen Wohnorten und Wirkungsstätten, dem städtischen Schlossbereich Charlottenburg, auf der Pfaueninsel und im ländlichen Schloss Paretz.
Die Projekte auf der Pfaueninsel und im Schloss Paretz beleuchten spezifische Aspekte der Person Luises aus kulturhistorischer und zeitgenössischer Sicht.
Während sich im Sommer auf der Pfaueninsel Gegenwartskünstler in ihren Werken konzeptionell mit dem außergewöhnlichen Ort und dem dortigen Aufenthalt der königlichen Familie auseinandersetzen, widmet sich die Paretzer Ausstellung der Kleidung Luises im Kontext der Mode und des Schönheitsideals ihrer Zeit.
Auch heute sind Leben und Wirken Luises von erstaunlicher Aktualität. Im Leben wie im Nachleben werden ihr die Rollen der perfekten Mutter, Königin, Ehefrau und Schönheitsidol zugeschrieben und für moralische oder politische Propagandazwecke eingesetzt.
An Luise lässt sich exemplarisch zeigen, wie auf der Schwelle zur Moderne erstmalig, bereits vor Sisi, Evita Perón oder Princess Diana, eine Mythenbildung politisch stilisiert und instrumentalisiert wird.
Mit dem allgegenwärtigen “Luisenkult” wird erst im Zuge des Zweiten Weltkrieges gebrochen.
Aber noch heute gilt “Alle lieben Luise.”
An Luise lässt sich exemplarisch zeigen, wie auf der Schwelle zur Moderne erstmalig, bereits vor Sisi, Evita Perón oder Princess Diana, eine Mythosproduktion politisch funktioniert.
Den Auftakt des Gedenkjahres und gleichsam die Einführung in das Thema bietet die Hauptausstellung „LUISE. Leben und Mythos der Königin“.
Sie findet in den Sonderausstellungsräumen des Schlosses Charlottenburg statt und schließt die zu diesem
Anlass erneut authentisch eingerichtete Luisenwohnung im Neuen Flügel, das restaurierte Mausoleum und die Luiseninsel im Schlossgarten mit ein.

„Luise. Leben und Mythos der Königin“
Berlin, Schloss Charlottenburg – Neuer Flügel
6. März – 31. Mai 2010

„Luise. Die Inselwelt der Königin“
Berlin, Pfaueninsel
1. Mai – 31. Oktober 2010

Öffnungszeiten
Pfaueninsel:
Mai – August täglich 8:00 Uhr – 21:00 Uhr,
September und Oktober täglich 9:00 Uhr – 19:00 Uhr
Schloss: Di – So von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr
Parkgebäude und Meierei: täglich 10:00 Uhr – 17:00 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr
Eintritt:
Inselticket (Pfaueninsel, Parkgebäude, Meierei und Fähre) 5 Euro / ermäßigt 4 Euro
Gruppenführungen: Pfaueninsel inkl. Eintritt Parkgebäude, Meierei, Schloss und Fähre:
pauschal 120 Euro (max. 20 Personen)
Ausstellungsführer
„Luise. Die Inselwelt der Königin.“
Ca. 120 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, 9,95 Euro

„Luise. Die Kleider der Königin“
Schloss und Schlossremise Paretz
31. Juli – 24. Oktober 2010
Öffnungszeiten:
Di – So von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr
Eintritt:
Schloss und Schlossremise: 7 Euro / ermäßigt 5 Euro

Ausstellung | MISS PREUSSEN 2010 | Schloss Charlottenburg ab 06.03.2010

December 16, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
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MISS PREUSSEN 2010 - LUISE. LEBEN UND MYTHOS DER KÖNIGIN

Königin Luise (1776-1810) ist neben Friedrich dem Großen die populärste dynastische Gestalt der preußischen Geschichte. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg begeht ihren 200. Todestag im Jahr 2010 mit drei Ausstellungen und zahlreichenVeranstaltungen.
Zweiten Weltkrieg in weiten Kreisen zur „persona non grata“. Bis heute bleibt sie jedoch eine kollektive Erinnerungsfigur. Im gesamten Bundesgebiet wie im europäischen Ausland begegnet man Erinnerungsorten der Königin. Zahlreiche Gedenkstätten und diverse andere Einrichtungen wie Kirchen, Kindergärten, Restaurants und Apotheken, öffentliche Plätze und Straßen, die nach wie vor nach ihr benannt sind, bezeugen symbolisch die Anerkennung und öffentliche Gedächtniskraft.
Im Rahmen der „Preußenrenaissance“, die sich verstärkt nach der Wiedervereinigung entwickelte, hat sie in der Gegenwart Teil am positiven Bild eines Preußens des Idealismus und Klassizismus, sowie des Preußens der einleitenden Reformen Steins und Hardenbergs zur modernen Gesellschaft.
Als nationale Ikone und Inbegriff der „deutschen Frau“ bildet Königin Luise ein Kernstück der historischen Mythologie der Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert. Ihre politische Vereinnahmung zu verschiedenen Zeiten, von verschiedenen Seiten und zu verschiedenen Luises Schönheit und Anmut, ihre Natürlichkeit und ihr harmonisches Familienleben machten sie schon zu Lebzeiten zur Legende. Der Einsatz der Königin für bahn brechende politische
Reformen und ihre Gegnerschaft zu Napoleon ließen sie zur Hoffnungsträgerin in Preußens „schwerer Zeit“ zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden.
Nach ihrem frühen Tod setzte eine kollektive Trauer ein, wie sie in der Gegenwart allenfalls mit der Trauer um den Tod von Diana, Princess of Wales, vergleichbar ist und historisch betrachtet Parallelen zu den Prozessen nach dem Tod Elisabeth von Österreichs und Evita Peróns aufweist.
Die Lebensspanne Königin Luises umfasst die Zeit um 1800, von der Französischen Revolution über den europäischen Aufstieg Napoleons, das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, den Zusammenbruch Preußens bis zum Beginn der preußischen Reformen und markiert damit die Schnittstelle von Aufklärung und Moderne- eine Zeit, die die europäische Entwicklung maßgeblich beeinflusst hat und die in vielen Bereichen bis heute
prägend wirkt. Bereits das Leben der preußischen „Königin der Herzen“ bot alle medial bedeutsamen Ingredienzen wie Erotik, Liebe, Action, Spannung, Drama und Tragik um einen „Star“. So entwickelte sich nach ihrem Tod ein politischer Mythos um ihre Person, der in Deutschland ohne Beispiel ist. Er wurde maßgeblich in den Befreiungskriegen gegen Frankreich wirksam und erreichte seinen Höhepunkt im Kaiserreich nach 1871.
Ihr „Opfertod“ begründete die „Erbfeindschaft“ mit Frankreich und bewirkte ihre Verklärung als Schutzgeist der preußischen Freiheitskämpfer und deren „Rache“. In scheinbarer Wiederholung der Geschichte wurde ihr Tod 1870/71 erneut „gerächt“ und Luise als Mutter des neuen deutschen Kaisers zur mythischen Reichsgründerin.
Ihre „Standhaftigkeit“ vor dem Feind Napoleon diente noch nach dem Ende der Monarchie Deutschnationalen zum Vorbild und Nationalsozialisten zum Instrumentarium für Durchhalteparolen.
Verbunden mit dem untergegangenen Kaiserreich, mit dem deutschen Nationalismus sowie mit dem negativen Bild eines militaristischen Preußentums geriet Königin Luise nach dem Zweiten Weltkrieg in weiten Kreisen zur „persona non grata“.
Bis heute bleibt sie jedoch eine kollektive Erinnerungsfigur. Im gesamten Bundesgebiet wie im europäischen Ausland
begegnet man Erinnerungsorten der Königin. Zahlreiche Gedenkstätten und diverse andere Einrichtungen wie Kirchen, Kindergärten, Restaurants und Apotheken, öffentliche Plätze und Straßen, die nach wie vor nach ihr benannt sind, bezeugen symbolisch die Anerkennung und öffentliche Gedächtniskraft.
Im Rahmen der „Preußenrenaissance“, die sich verstärkt nach der Wiedervereinigung entwickelte, hat sie in der Gegenwart Teil am positiven Bild eines Preußens des Idealismus und Klassizismus, sowie des Preußens der einleitenden Reformen Steins und Hardenbergs zur modernen Gesellschaft.
Als nationale Ikone und Inbegriff der „deutschen Frau“ bildet Königin Luise ein Kernstück der historischen Mythologie der Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert. Ihre politische Vereinnahmung zu verschiedenen Zeiten, von verschiedenen Seiten und zu verschiedenen Zwecken läßt große Teile der preußischen und deutschen Geschichte sichtbar werden und weist darüber hinaus auch auf europäische Kontexte, besonders in der Rezeption Frankreichs,
wo sich in der napoleonischen Propaganda ein eigener, feindlich gesinnter Luisenmythos entwickelte.

Eine große Ausstellung im Schloss Charlottenburg bildet den Auftakt zu zahlreichen Veranstaltungen, mit denen die Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg der Königin in ihrem 200. Todesjahr 2010 gedenkt. Der Charlottenburger Ausstellung folgen Projekte im ländlichen Schloss Paretz mit einer Präsentation der Kleider
Luises im Kontext der Mode ihrer Zeit, sowie auf der Pfaueninsel, wo sich Gegenwartskünstler in einem Konzept der Verknüpfung von Kunst und kultureller Bildung mit dem Ort und der
preußischen Königin auseinander setzen.
Der plötzliche Tod Luises traf Preußen 1810 auf einem historischen Tiefpunkt wie ein „Blitzschlag“. Die verschiedenen Rollen der Königin als Schönste der Frauen, als tugendhafte und „bürgerlich“ lebende Mutter und Gattin, als politisch aktive, national denkende und „standhafte“ Königin, als Märtyrerin, Heilige und nationaler Schutzgeist sowie ihre
kaiserzeitliche Instrumentalisierung als „imperialistische“ Reichsgründerin werden thematisiert. Die Rollen und Facetten der Königin verdeutlichen unter anderem Modelle weiblicher Familienrollen und weiblicher Bildung, bürgerliche Hoffnungen auf eine Erneuerung von Monarchie und Gesellschaft und die Entwicklung von nationalen Mythenkonstrukten bis in die Gegenwart im internationalen Kontext wie auch gegenläufige Reaktionen darauf.
Unter dem Motto „Luise heute“ wird die aktuelle Relevanz der historischen Figur aufgezeigt, deren Bedeutung und Einfluss auf kulturgeschichtliche Zusammenhänge nach wie vor eine breite Öffentlichkeit anspricht.

Schloss Charlottenburg bildet den Mittelpunkt des Luisenjahres 2010. Hier wird der Besucher der Königin in den Sonderausstellungsräumen im Neuen Flügel und an authentischen Orten begegnen. Die Sonderausstellung im Neuen Flügel des Schlosses geht der Entstehung des Mythos „Luise“ nach.
Ausgehend von Lebensstationen und wichtigen Rollen der Königin, wird nach der Person hinter dem Mythos gefragt.

Das Konzept orientiert sich an den wichtigsten Eigenschaften, die die Luisenvorstellungen prägten und prägen. Die
Darstellung der verschiedenen Facetten holt das Phänomen „Luise“ in aktuelle Bezüge, da die
medialen Inszenierungen der Königin bis in die Gegenwart reichen.

Über 350 Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Dokumente, darunter Meisterwerke von Karl Friedrich Schinkel, Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch, laden in der Ausstellung im Neuen Flügel zu einer Annäherung an das Leben und Nachleben von Königin Luise ein.
Ein großer Teil der Exponate entstammt dem Besitz der SPSG, die über die maßgeblichen „Luisenobjekte“ verfügt. Außerdem präsentiert die Ausstellung außer Spitzenexponaten aus Museen des Berliner Raums auch hochkarätige Leihgaben aus Deutschland und dem europäischen Ausland.
Das Mausoleum beherbergt Luises Grabstätte und die bedeutende Marmorsarkophagskulptur
von Christian Daniel Rauch. Anlässlich des Luisenjahres wird die Sarkophagskulptur erstmalig gereinigt und restauriert, und ist auch das erste Mal seit ihrer Aufstellung 1814, wieder zu besichtigen, ein Besuch, der normalerweise nur Angehörigen des Hauses Hohenzollern vorbehalten ist.
Die Luisenwohnung wird entsprechend der erhaltenen Inventarlisten von 1800 und 1810
nahezu authentisch rekonstruiert. Hierfür stehen fast 90% der originalen Möbel zur Verfügung, handbemalte Seidentapeten werden nach alten Entwürfen neu gefertigt. Die Einrichtung stellt einen Höhepunkt während der Ausstellungsdauer und darüber hinaus dar.
Weiterhin kann der Besucher die gärtnerische Wiederherstellung der Luiseninsel und des
Mausoleumsumfeldes erleben.

Ausstellung
„Luise. Leben und Mythos der Königin“
Schloss Charlottenburg
6. März – 31. Mai 2010

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr,
Donnerstag bis 20 Uhr.
Eintritt:
Ausstellung Neuer Flügel, Wohnräume und Mausoleum: 12 Euro / ermäßigt 10 Euro
Familienkarte: 24 Euro (2 Erwachsene, 3 Kinder).
Gruppenführungen: pauschal 160 Euro (max.25 Personen). inkl. Audioguide in dt. + engl. sowie Audioguide für Kinder.

Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg | 2009

November 24, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
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Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg

23. November bis 27. Dezember,

Mo-Do 14-22 Uhr,
Fr-So 12-22 Uhr,

Heiligabend geschlossen

Nikolausumzug am 6. Dezember

Cranach Ausstellung im Schloss Charlottenburg

September 16, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
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Unter den Kurfürsten Joachim I. und Joachim II. hielt die Renaissance Einzug in die Mark Brandenburg.
Berlin wurde endgültig Hauptresidenz und erlebte eine erste kulturelle Blüte.
In einer Zeit tief greifender religiöser Umbrüche und bedeutender wissenschaftlicher Erkenntnisse trugen die Gemälde des renommierten sächsischen Hofmalers Lucas Cranach d. Ä. und seines Sohnes Lucas Cranach d. J. zusammen mit dem prächtigen Neubau des Berliner Schlosses zum „Image“ der Hohenzollern bei. Die teilweise großformatigen Bildtafeln aus der Wittenberger Werkstatt übten einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Künste in Berlin und Brandenburg aus.

Ein großer Teil der Gemälde Cranachs für die Hohenzollern gelangte später aus dem Berliner Schloss in das Jagdschloss Joachims II. im Grunewald. Nach mehrjähriger Forschungsarbeit stehen sie nun im Mittelpunkt einer Ausstellung, die die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien veranstaltet.

Mit über 200 Exponaten gibt die Schau erstmals Einblicke in diese frühe, dynamische Phase der brandenburgisch-preußischen Geschichte und Kunst.
Dabei wird der Bogen von der Regierungsübernahme der Hohenzollern 1417 bis zum folgenreichen Übertritt des Herrscherhauses zum Calvinismus am Vorabend des 30jährigen Krieges gespannt.

Die Cranach Ausstellung im Schloss Charlottenburg

An den Gemälden Cranachs und seiner Werkstatt wird in der Ausstellung „Cranach und die Kunst der Renaissance unter den Hohenzollern“ im Neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg unmittelbar anschaulich, wie die Hohenzollern schon früh Politik und Religion, Kunst und Wissenschaft miteinander verknüpften.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden die Bilder Cranachs eingehend im Hinblick auf Inhalt und Form, Maltechnik und Entstehungsprozess untersucht. Dabei konnten neue Erkenntnisse zur Bildfindung und Arbeitsorganisation der überaus produktiven Cranach-Werkstatt gewonnen werden.
Zu den gezeigten Werken gehören u. a. das vermutlich einzige autonome Selbstbildnis des Meisters, eine frühe Version der „Quellnymphe“ und die neun erhaltenen Tafeln des Passionszyklus aus dem alten Berliner Dom.

Mit einer Fülle weiterer Originale (Skulpturen, Druckgraphik, Kunstgewerbe, Archivalien, Bücher) werden der kulturgeschichtliche Kontext der Gemälde umrissen und die Leistungen ihrer Auftraggeber, der beiden Kurfürsten Joachim I. (1484-1535) und Joachim II. (1505-1571), dargestellt: die Positionierung der Familie als eine der mächtigsten Dynastien im Reich, eine um Ausgleich zwischen den politischen Lagern und Konfessionen bemühte Diplomatie und die durch Heiraten weitsichtig vorbereitete Erweiterung des Herrschaftsgebietes.
In diesem Zusammenhang werden insbesondere Fragen des Kulturtransfers – vor allem aus dem benachbarten Sachsen und den fränkischen Gebieten der Hohenzollern – in die Mark Brandenburg herausgearbeitet.

Die Ausstellung wird eröffnet mit dem um 1430 in Franken entstandenen Cadolzburger Altar, auf dem sich Friedrich I. bald nach Erlangung der brandenburgischen Kurwürde als Stifter darstellen ließ. Sie schließt mit Bild- und Schriftdokumenten zum Übertritt des Kurfürsten
Johann Sigismund zum Calvinismus im Jahr 1613, der Konflikte mit der lutherischen Bevölkerung auslöste und zu einem konfessionellen Ausgleich führte, der die spätere Toleranzpolitik der Hohenzollern vorwegnahm.

Die Cranach-Ausstellung in der St. Marienkirche

In der Marienkirche liegt mit dem Titel „Kirche, Hof und Stadtkultur“ der Schwerpunkt auf den politischen, religiösen, künstlerischen und gesellschaftlichen Wechselbeziehungen zwischen dem Hof und der städtischen Gesellschaft. Sie nimmt damit einen wichtigen Teil der residenzstädtischen Kultur Berlins im 16. Jahrhundert in den Blick.
Den Kern der Ausstellung bildet ein außerordentlich reicher Bestand an Kunstwerken aus den mittelalterlichen Stadtkirchen Berlin-Cöllns. Sie dienten der Repräsentation der bürgerlichen Eliten der Stadt und wurden bei Künstlern des kurfürstlichen Hofes wie dem Maler Michael
Ribestein und dem Bildhauer Hans Schenck in Auftrag gegeben. Sie spiegeln nicht nur das in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erreichte eigenständige Niveau der Berliner Kunst, sondern auch die heftig geführten theologischen Debatten dieser Zeit.
In der Ausstellung sind dazu neben Urkunden und Briefdokumenten unter anderem des Reformators Philipp Melanchthon auch wertvolle Bände aus der Propstei- und Kirchenbibliothek von St. Nikolai und St. Marien, der ältesten Berliner Bibliothek, zu sehen.

Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der Stellung der Kirchen im Gefüge der städtischen Strukturen und der Landesherrschaft. Leitthema ist hier die besondere Rolle der Kurfürsten als oberste Bischöfe des Landes, die sie nach Einführung der Reformation im Kirchenregiment ausübten. Wie sie dabei auch in Fragen der Schulbildung eingriffen, wird in der Ausstellung an der Frühgeschichte des Gymnasiums zum Grauen Kloster veranschaulicht, des ältesten und bedeutendsten städtischen Gymnasiums in Berlin.
In der Ausstellung erschließt sich ein facettenreiches Bild der frühneuzeitlichen Residenz- und Bürgerstadt Berlin, das angesichts der zahlreichen Veränderungen, Zerstörungen und Umbrüche im heutigen Stadtbild kaum noch zu erahnen ist.

„Cranach und die Kunst der Renaissance unter den Hohenzollern“

Berlin, Schloss Charlottenburg – Neuer Flügel
31. Oktober 2009 – 24. Januar 2010
Geöffnet: Mi – Mo von 10 bis 17 Uhr
Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro
(inkl. Audioguide in dt. + engl. und Audioguide speziell für Schüler)

„Kirche, Hof und Stadtkultur“
St. Marienkirche, Berlin Mitte
Geöffnet: Mo – Sa von 10 – 18 Uhr, So von 12 - 18 Uhr
(Änderungen bei Sondergottesdiensten und Konzerten vorbehalten)
Eintritt frei

Kommissar Wallander beim Hörspielkino - Schloss Charlottenburg

August 14, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Open Air

Radio Eins präsentiert auch in dieser Open-Air Saison wieder Hörspiele - Open Air im Hörspielkino.

Diesmal gibt es vor dem Schloss Charlottenburg den Wallander-Krimi Am Rande der Finsternis auf die Ohren.

Radio Eins Hörspielkino
Am Rande der Finsternis
15.08.2009
21:30 Uhr

Schloss Charlottenburg

Eintrittspreis: 8,00€

Open Air Kino am Schloss Charlottenburg

July 5, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Open Air

Vom 23. Juli bis zum 07. August wird täglich vor der Kulisse des Charlottenburger Schlosses Sommerkino geboten. Liegestühle werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

OPEN AIR CHARLOTTENBURG
23. Juli - 07. August 2009
täglich 21.30 Uhr
Schloss Charlottenburg

Spandauer Damm 10
14059 Berlin
Eintritt:
7,00 €
zuzüglich 1,-€ für den Erhalt der Schloss- und Parkanlagen der Stiftung

weitere Infos

Friedrich der Große und Voltaire im Schloss Charlottenburg

Das Berliner Kammerorchester spielt Kompositionen von Friedrich dem Großen, Jean-Philippe Rameau, Frantisek Benda, Jean-Baptiste Lully und André-Ernest-Modeste Grétry. Und Wolfgang Bahro liest philosophisch –politische Briefe. Musik und Lesung in einer schönen Kombination.

Konzert und Lesung
Friedrich und Voltaire
05. Juni, 06. Juni und 07. Juni2009
jeweils 19:00 Uhr
Schloss Charlottenburg / Neuer Flügel

Spandauer Damm 10-22
14059 Berlin

Einen musikalischen Abend im Zauber des Barocks genießen

April 17, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Konzerte

In der besonderen Kulisse der Großen Orangerie präsentiert das Berliner Residenz Orchester in historischen Kostümen Klassik des 17. und 18. Jahrhundert. Das Berliner Ensemble spielt Kompositionen von Händel, Bach, Friedrich II. bis Mozart. Dieser kulturelle Genuss kann darüberhinaus noch mit kulinarischen Genüssen verbunden werden, denn vor dem Konzert besteht die Möglichkeit, in dem herrschaftlichen Ambiente des Schlosses zu dinieren.

Berliner Residenz Konzerte im Schloss Charlottenburg in der Großen Orangerie

weitere Infos unter www.konzerte-berlin.com

Schloss Charlottenburg / Berlin

Die größte Hohenzollernresidenz in Berlin -umgeben von einem prachtvollen Barockgarten.

Öffnungszeiten:
Schloss Charlottenburg
Spandauer Damm 10-22
14059 Berlin

Öffnungszeiten:
01.04.2009 bis 31.10.2009
Dienstag bis Sonntag, 10-18 Uhr
Kassenschließzeit 17.30 Uhr
Montag geschlossen
Besichtigung mit Führung oder Audioguide

01.11.2009 bis 31.03.2010
Dienstag bis Sonntag, 10-17 Uhr
Kassenschließzeit 16.30 Uhr
Montag geschlossen
Besichtigung mit Führung oder Audioguide

Neuer Flügel

01.04.2009 bis 31.10.2009
Mittwoch bis Montag, 10-18 Uhr
Kassenschließzeit 17.30 Uhr
Dienstag geschlossen
Besichtigung mit Audioguide

01.11.2009 bis 31.03.2010
Mittwoch bis Montag, 10-17 Uhr
Kassenschließzeit 16.30 Uhr
Dienstag geschlossen
Besichtigung mit Audioguide

Bitte beachten Sie Sonderregelungen zu den Feiertagen
Preise:
Altes Schloss
10 / 7 Euro | mit Führung oder Audioguide

Neuer Flügel
6 / 5 Euro | mit Audioguide

Museum für Vor- und Frühgeschichte

February 22, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Museum Berlin

Seit dem 16.10.2009 befindet sich das ehemals im Langhansbau des Schlosses Charlottenburg untergebrachte Museum für Vor- und Frühgeschichte im Neuen Museum auf der Museumsinsel.
Durch die Wiedervereinigung von Ost- und Westberlin kam es zur Verschmelzung mit dem im Ostteil der Stadt gelegenen Museum für Ur- und Frühgeschichte.
Mit dem Resultat, dass heute fast vollständig die Vor- und Frühgeschichte Europas präsentiert werden kann. In der Dauerausstellung bildet ein besonderes Highlight der Goldsaal, der u. a. den bekannten Berliner Goldhelm zeigt.

Adresse Neues Museum

Neues Museum
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung,
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Bodestraße 1-3
10178 Berlin

Öffnungszeiten
Montag
10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Dienstag
10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Mittwoch
10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Donnerstag
10:00 Uhr - 20:00 Uhr
Freitag
10:00 Uhr - 20:00 Uhr
Samstag
10:00 Uhr - 20:00 Uhr
Sonntag
10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Weitere Infos unter www.smb.museum