Boxhagener Platz - ab dem 04.03.2010 im KINO
February 15, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Kino
Matti Geschonnecks neuer Film “Boxhagener Platz” ist “Eine Liebeserklärung an die Stadt”, wie er selbst sagt. Gleichzeitig ist “Boxhagener Platz” eine Hommage an phantastische Schauspielgrößen aus Ost und West, wie Jürgen Vogel, Meret Becker, Michael Gwisdek und Horst Krause.
Hier gibt´s die Freikarten…
1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner BOXHAGENER PLATZ erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölfjähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch-Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit “revolutionären“ Geheimnissen Frauen rumkriegt.
Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt…
DAS HAUS | Peter-Behrens-Halle | 06.02.2010
January 25, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Theater
Plattenvereinigung heißt ein Projekt von Architekten und Künstlern, die sich seit Jahren mit dem Rückbau der Sozialbauvisionen in Ost und West beschäftigen.
Unter dem Eindruck der endlosen Diskussionen über schrumpfende Städte und Vereinigungen in Köpfen und Parlamenten schaffen sie Fakten und bauen ein Haus aus Plattenbauteilen aus Frankfurt/Oder und München. In ihrem temporären Altneubau erforschen und erspielen sie die Ökonomie des Lebens damals und Möglichkeiten, in den Modulen der Geschichte zu leben, ohne sie abzureißen.
Das MGT Berlin unterstützt das Projekt und wird zum Start Einar Schleefs Das Haus auf dem Haus der Plattenvereinigung spielen: die Passionsgeschichte eines Bauarbeiters zwischen privater Katastrophe und dem eingefriedeten Leben im Kollektiv.
Die Vorstellung findet in der Peter-Behrens-Halle der TU statt, einer historischen Fabrikhalle im südlichen Wedding.
DAS HAUS Mutter, Vater, Kind eine DDR-Kleinfamilie hat ein Haus im Thüringer Wald um die eigene Leere gebaut. Als alles fertig und eingerichtet ist, eskaliert die gegenseitige Bezugslosigkeit. Schleef erzählt die Passionsgeschichte eines Bauarbeiters, der auf der Baustelle seines Lebens scheitert.
Anschließend Gespräch mit Robert Huber und Annekatrin Fischer (Plattenvereinigung) Moderation: Ludwig Haugk Peter-Behrens-Halle Gustav-Meyer-Allee 25 13355 Berlin-Wedding
| Samstag | 06.02.2010 | 20:15 Uhr | : PBH |
Oh, wann kommst du? | KLEINES THEATER am Südwestkorso
December 21, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Theater
Oh, wann kommst du? - Deutsch-deutsche Schlager im Dialog
20 Jahre nach dem Mauerfall sind Ost und West noch mal getrennt und zugleich verbunden über die populäre Musik in beiden Teilen des Landes von den 60ern über die 70er bis zu den 80er Jahren. Da fährt auf der einen Seite der „himmelblaue Trabant“ durchs Land und auf der anderen Seite das „Taxi nach Paris“. Die Trennung scheint wie aufgehoben durch die gleichen Sehnsüchte nach Liebe, Freiheit, Reisen, Glück.
Im Osten reiste man, zumindest musikalisch, schon „vom Nordpol zum Südpol zu Fuß“, während im Westen der 60er Jahre noch viele den „Traum vom Fliegen“ träumten.
„Ein Lied kann eine Brücke sein“, und so führten beide Seiten Deutschlands einen unbemerkten musikalischen Dialog über die Grenze hinweg.
Am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls, hieß es schließlich für beide Seiten: „Wunder geschehen“!
Auch die Theater-Bar stellt sich auf dieses Ereignis ein: Im Angebot sind Getränke von hüben
und drüben…
Regie: Karin Bares
Musikalische Leitung: Matthias Binner
Ausstattung: Norman Zechowski
Mit: Susanne Menner, Anja Fliess, Boris Freytag, Alexander Zamponi
Oh, wann kommst du?
31. Dezember 2009
18:30 Uhr und 22:30 Uhr
16. und 30. Januar 2010
20:00 Uhr
31. Januar 2010
18:00 Uhr
19. und 20. Februar 2010
20:00 Uhr
21. Februar
18:00 Uhr
KLEINES THEATER am Südwestkorso
Südwestkorso 64
12161 Berlin
Telefonische Kartenreservierung: Mo – Fr 11 bis 14 Uhr unter 030 / 821 20 21
Ausstellung - Kunst und Kalter Krieg / Deutsche Positionen 1945-1989 im Deutschen Historischen Museum
October 29, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen, Museum Berlin
Das Deutsche Historische Museum zeigt vom 3. Oktober 2009 an, dem Tag der Deutschen Einheit, die Ausstellung „Kunst und Kalter Krieg / Deutsche Positionen 1945-1989“.
Nach der Eröffnung in Los Angeles und einer Station in Nürnberg, stellt die Berliner Ausstellung mit bisher ungezeigten und nur in Berlin präsentierten Werken die Auseinandersetzung um konkurrierende Menschenbilder und ideologischen Konzepte in Konfrontation und im Dialog der unterschiedlichen politischen Systeme in Deutschland vor.
Die Ausstellung zeigt, wie Künstler im aufgeladenen Spannungsfeld der ideologischen Systemgegensätze in Ost und West eine vielschichtige und sehr eigenständige politische Ikonografie entwickelt haben.
Im Mittelpunkt steht die deutsche Kunst aus Ost- und Westdeutschland im Kontext des Kalten Krieges. Jenseits der Schlagworte „Weltsprache Abstraktion“ kontra „Sozialistischer Realismus“ werden damals nicht wahrgenommene Dialoge von Künstlern aus dem Osten und Westen sichtbar. Die Geschichte der bildenden Kunst 1945 im geteilten Deutschland stellt sich als eine Geschichte der Wechselwirkungen zwischen den Systemen im Ost-West-Konflikt dar.
„Die verschiedenen Formen der Kunst transportieren mentale, kulturelle und politische Inhalte, ohne sie im Sinne politischer Botschaften zu instrumentalisieren. Indem die Bilder aus vier Jahrzehnten deutscher Nachkriegskunst in ihrer Vielfalt und in ihrer Gestaltungskraft in unsere Wahrnehmung rücken, entsteht eine neue Perspektive auf die geteilte Nachkriegsgeschichte.“ (Eckhart Gillen)
Die Ausstellung umfaßt 375 kunstgeschichtlich herausragende Werke der Malerei, Skulptur, Graphik, Photographie und Installationskunst sowie Bücher und Videos von mehr als 120 Künstlern, die zwischen 1945 und dem Ende der deutschen Teilung 1989 in der Bundesrepublik und der DDR entstanden sind.
Die Themen der Ausstellung werden zusätzlich von einer großen Filmreihe und einem ausführlichen Begleitprogramm präsentiert.
Der Film „Die Narbe“ von Burkhard v. Harder zeigt im Bereich 1990-1994 der Ständigen Ausstellung mit beeindruckenden Bildern die Spuren und den Nachklang der Trennung durch die Berliner Mauer und die Grenze, die Deutschland trennte.
Ausstellung
3. Oktober 2009 – 10. Januar 2010
Kunst und Kalter Krieg / Deutsche Positionen 1945-1989
Deutsches Historisches Museum Berlin
Ausstellungshalle von I.M. Pei
Unter den Linden/Hinter dem Zeughaus
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt:
5,00 €
Konzert mit Daniel Barenboim zum Fest der Freiheit am Brandenburger Tor - 9. November 2009
October 23, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Eintritt frei, Konzerte, Open Air
Konzert zum „Fest der Freiheit“ am Brandenburger Tor: Daniel Barenboim, die Staatskapelle Berlin und der Staatsopernchor
Der Fall der Berliner Mauer vor zwei Jahrzehnten war ein Ereignis von welthistorischer Dimension.
Viele Musiker der Staatskapelle Berlin und des Staatsopernchores haben diesen Augenblick unmittelbar miterlebt. Und auch Daniel Barenboim hat in den Novembertagen 1989 die Berlinerinnen und Berliner – und zwar in Ost und West gleichermaßen – mit einem Konzert in der Philharmonie begeistert. Zwanzig Jahre danach widmen sich Dirigent, Staatskapelle und Staatsopernchor musikalischen Werken, die exemplarisch entscheidende Zäsuren der deutschen Geschichte beleuchten: Die Revolution von 1848/49, die Judenpogrome der »Reichskristallnacht« am 9. November 1938 sowie der Fall der Berliner Mauer ebenfalls am 9. November 1989 werden durch die Kompositionen reflektiert, sei es durch ihre Entstehungszeit oder durch eine direkte Bezug-nahme auf das historische Geschehen.
Das vom Land Berlin initiierte Projekt “Fest der Freiheit” zum 20. Jahrestag des Mauerfalls wird von der Kulturprojekte Berlin GmbH konzipiert und umgesetzt. Das “Fest der Freiheit” wird am 9. November um 19 Uhr mit einem Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin und des Staatsopernchors unter Leitung von Daniel Barenboim auf dem Pariser Platz eröffnet.
Richard Wagner: Lohengrin, Vorspiel zum 3. Akt (1848)
Als im Frühjahr 1848 die von Frankreich ausgehenden revolutionären Bewegungen auf Deutschland übergriffen, war Richard Wagner mit der Partiturreinschrift seines Lohengrin beschäftigt. Seine republikanischen Bestrebungen sind bekannt: Unter dem Eindruck der Schriften von Feuerbach, Stirner und Proudhon, vor allem aber durch enge Kontakte zu strikt revolutionär gesinnten, tatkräftigen Personen wie August Röckel und Michail Bakunin wird Wagner zunehmend aktiv. Unmittelbar nach der Vollendung des Lohengrin Ende April 1848 verfasst er einen »Entwurf zur Organisation eines deutschen Nationaltheaters für das Königreich Sachsen«, reicht über einen sächsischen Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung einen Antrag mit teils radikalen politischen Forderungen ein und hält eine vielbeachtete Rede vor dem linksgerichteten Dresdner Vaterlandsverein, deren Veröffentlichung in der Presse die scharfe Kritik des Hofes und die Absetzung seines Rienzi vom Spielplan des Hoftheaters nach sich zieht.
Arnold Schönberg: A Survivor from Warsaw (Ein Überlebender aus Warschau) op. 46 (1947)
„A Survivor from Warsaw“ ist eines der wohl eindrucksvollsten musikalischen Gedächtniswerke an den Holocaust. Die Schilderung einer morgend-lichen Appellselektion im Warschauer Ghetto, die sich in dieser - oder in einer vergleichbaren - Art und Weise viele Male abgespielt haben mochte, bildet das Grundgerüst des Stücks. Bei der Abfassung des Textes griff Schönberg auf Augenzeugenberichte zurück und formte sie zu einer Sprache, deren protokollartige Diktion die Grausamkeit des Geschehens in Gedenken an die „Reichskristallnacht“ umso nachdrücklicher ins Gedächtnis einschreibt.
Ludwig van Beethoven - Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92, 4. Satz: Allegro con brio (1813)
Nach dem Mauerfall am 9. November beschlossen die Berliner Philharmoniker spontan zur Feier des Ereignisses, am Sonntag, den 12. November 1989, ein Sonderkonzert für Besucher aus der DDR als ihren Beitrag zu geben. Daniel Barenboim, der gerade mit den Philharmonikern an einer Schallplattenaufnahme arbeitete, war sofort einverstanden, dieses Konzert in der Philharmonie nicht nur zu leiten, sondern auch als Solist zu gestalten. Auf dem Programm standen Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 von 1798 und seine A-Dur-Symphonie Nr. 7, dessen Finale „Allegrio con brio“ an das inzwischen legendäre Mauerfall-Konzert erinnern soll.
Friedrich Goldmann: Es ist, als habe einer die Fenster aufgestoßen (Fragment, 2009)
Friedrich Goldmann, geboren 1941 in der Nähe von Chemnitz, gehörte zu den profiliertesten Komponisten der DDR. Die nur wenige Minuten dauernde Komposition „Es ist, als habe einer die Fenster aufgestoßen“ nimmt Bezug auf einen prägnanten Ausspruch des Schriftstellers Stefan Heym (1913-2001) innerhalb seiner Rede zur Großdemonstration auf dem Berliner Alexanderplatz vom 4. November 1989. Das Stück reflektiert die Stimmung und die Ereignisse des Herbstes 1989, blieb indes Fragment. Am 24. Juli 2009 ist Friedrich Goldmann in Berlin verstorben.
Staatskapelle Berlin
Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Staatsopernchor (Herren) – Einstudierung: Eberhard Friedrich
Sprecher „A Survivor from Warsaw”: Klaus Maria Brandauer
Konzert zum „Fest der Freiheit“ am Brandenburger Tor
9. November 2009
19:00 Uhr





