Julia & Romeo – Premiere - Open Air mit dem Hexenkessel Hoftheater
July 7, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Open Air, Theater
„Julia & Romeo“ unterm Sternenhimmel im Amphitheater - Monbijoustraße
Das Hexenkessel Hoftheater widmet sich in seiner diesjährigen Open Air Saison der Liebe und zelebriert im Amphitheater einen Sommer voller Leidenschaft. Die Holzarena wird zum Kampfplatz großer Gefühle. Nach „Don Juan“ und „Der Widerspenstigen Zähmung“ feiert am 12. Juli der dritte Klassiker „Julia & Romeo“ unterm Sternenhimmel Premiere. Das Liebesdrama gehört zu den erfolgreichsten und meistgespielten Werken der Weltliteratur
Die Tragödie beginnt als heiter aufgekratzte Komödie und hat bis in den 3. Akt durchaus Chancen auf ein passables Happy End. Vielleicht durch eine pathetisch hochherzige Versöhnung der rivalisierenden Clans per Traumhochzeit der Titelhelden und alle kommen noch mal glücklich und belehrt davon? Doch Hand aufs Herz: Wer will denn so etwas sehen?
Julia verlässt sich voll auf Romeo und auf Romeo ist Verlass: Zielführend und unwiderruflich ruiniert der Bräutigam die Aussicht auf ein lauschiges Finale. Ab hier gewinnt das Drama die unwiderstehliche Faszination einer tosenden Lawine – und keiner kann sich ihr entziehen.
Der Zuschauer hätte am meisten vom Spiel, heißt es so schön, er nistet da im sicheren Dunkel auf bezahlten Plätzen und gibt sich wohlgetrost beschaulichen Gefühlen hin.
Nicht so im Hexenkessel Hoftheater! Hier entwickelt die Dramaturgie die rasante Stringenz eines frei rotierenden Sägeblatts. Der Zuschauer hat sich eine Tragödie gewünscht, nun kriegt er sie: Schlagartig wird er live geschaltet, hängt mitten in der Katastrophe fest, jetzt wird es Tote geben, das Schicksal hadert einzig mit der finalen Reihenfolge. Die von Shakespeare thematisierte Pest wird hierbei gezielt als Brandbeschleuniger eingesetzt. Der Tod ist ansteckend, das große Sterben ereilt die Figuren rascher als sie für salbungsvolle Schlussworte Luft schnappen können. So verpassen alle glattweg ihren Abgang, reihen sich mit den gerade noch Lebenden in einen furiosen Pestreigen, tanzen – das Publikum umzingelnd – den Tod als öffentliche Orgie.
Und dort, im Zentrum des rauschhaft kreisenden Breitwand-Desasters, träumt noch immer Julia still vom Glück, die kleine Traumfrau, dieses unschuldige Kind, das man so gern beschützen möchte. Sie hat sich längst ins Herz gespielt. Ein jeder will, doch keiner kann sie retten. Offenen Auges schaut man hilflos zu, wie sie da lichterloh verbrennt an ihrer ersten Liebe. Welch bestürzend schönes Licht, welch anmutige Flamme! Wer hält das aus? Und insgeheim wünscht man sich, es wäre doch die Nachtigall und nicht der Hahn gewesen…
Am Ende sind alle tot, so wie sich das gehört bei einem echten Drama. Und nur der Zuschauer darf den Schauplatz des Verhängnisses verlassen, als Herzzeuge der schönsten Tragödie dieser Welt. Shakespeare sei Dank, war alles nur Theater.
Julia & Romeo – Shakespeare, Regie: Jan Zimmermann
Julia – Cornelia Gröschel / Romeo – Vlad Chiriac / Amme, Padrona Montague – Carsta Zimmermann / Pater Lorenzo, Graf Paris – Tobias Schulze / Bencutio – Roger Jahnke / Tybalt – Torsten Schnier / Capulet – Matthias Horn
Bühne – David Regehr / Kostüme – Isa Mehnert / Musik – Hans Narva / Maske – Ulrike Bast / Licht – Henning Streck, Miriam Burghardt / Choreographie – Roger Jahnke /
Gesamtleitung – Christian Schulz
Julia & Romeo
Premiere 12. Juli um 21.30 Uhr Open Air mit dem Hexenkessel Hoftheater
weitere Vorstellungen bis 11. September
Dienstag bis Samstag
jeweils um 21.30 Uhr
Amphitheater
Monbijoustraße - ggü. Bode-Museum
10117 Berlin Mitte
Tickets: 030 – 2 888 66 999,
Di 13 Euro,
Mi+Do 16/13 Euro,
Fr+Sa 19/16 Euro
Open Air - DON JUAN - Premiere im Amphitheater
May 26, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Open Air, Theater
DON JUAN mit dem Hexenkessel Hoftheater Open Air im Amphitheater
Ein Bild von einem Mann – brillant, genial, aber charakterfrei, er ficht wie der Teufel, ist furchtlos und Genießer obendrein: Im Hexenkessel Hoftheater ist Don Juan kein süßholzraspelnder Charmeur mit Schlag bei Frauen, sein Tun ist kein amouröses Kavaliersdelikt und die Sicht auf ihn kein spitzbübisches Augenzwinkern. Don Juan ist hier vielmehr das durch seine Figur verkörperte Thema Nummer Eins, das alle – Männer wie Frauen – ein Leben lang beschäftigt hat und beschäftigen wird.
Er betreibt die ewige Suche nach vollkommener Liebe, nach Ekstase und höchstem Glück, er lebt die Lehre vom Loslassen um der Liebe willen, wenn sie sich erschöpft hat, er brennt in der Sucht nach dem ultimativen, tödlichen Orgasmus, der wir Normalsterblichen längst entsagt haben. Er ist eine wandelnde Provokation, die unsere Verführbarkeit, unsere Eifersucht und unseren Neid bloßstellt. Don Juan sucht manisch nach seinem Lebensabschiedspartner, der perfekten Frau, bei der er bleiben könnte. Er sucht sie in jeder Eroberung aufs Neue, aber keine genügt seinen hohen Ansprüchen. Die Suche bleibt vergeblich, doch hat er ein so zwingendes Bild von seiner Traumfrau, dass er niemals aufgeben würde – darin bleibt er sich und ihr treu.
Molières Fünfakter ergeht sich in illustren Reisebildern eines Stationentheaters, Ausdruck der Unstetigkeit seines Titelhelden. Im Hexenkessel Hoftheater ist die Rastlosigkeit und Glücksinkontinenz des Don Juan in die Metapher einer grandios-barocken Treppenhauskulisse gefasst: lauter Treppen und Flure, die ins Nirgendwohin führen, eine Architektur wie das Möbiusband eines M.C. Escher, die keinen Ruheraum bietet, keinen Rückzugsort, keinen Fluchtpunkt und kein Ziel. Um da herauszukommen, muss Don Juan den Liftschacht zur Hölle finden. Überall in diesem Treppenhaus lungern seine sitzengelassenen oder zukünftigen Eroberungen herum und warten auf ihren großen Moment bzw. trauern diesem hinterher. Allen hat er eine Vermählung versprochen, das ist sein Stil und für ihn überhaupt kein Widerspruch. Er kann sich ihre Namen und Gesichter nicht merken, er sieht immer nur die Eine, die ihn gerade jetzt entflammt. Und gleichsam wie Bräute im Wartestand tragen sie alle Brautkleider, wollen ihn mit Schleiern fesseln und an sich binden – aber nicht mit ihm!
Molière ergießt sich im barocken Überschwang über die Theorie der Verführung. Doch bei aller Liebe: Liebe macht man. Die Hexenkessel-Inszenierung strebt nach theatralen Bildern, das zentrale Thema Erotik sinnlich umzusetzen. Hier kommt die Liebe Don Juans nicht nur zu Wort, hier schreitet sie zur Tat. Don Juan versteht sich als Künstler, Frauen inspirieren ihn, eine nach der anderen wird seine Muse für eine Nacht, er gibt sich ihnen selbstlos hin, gibt im Drang nach Perfektion immer sein Bestes. Ihm kommt’s nicht auf die Musen an, sondern allein aufs Werk: die Liebe als praktizierte Kunst. Don Juan ist tief gläubig. Seine Religion ist Sex, sein Körper Tempel und er selbst sein Gott.
DON JUAN
Premiere: 3. Juni - 20 Uhr
weitere Vorstellungen bis zum 11. September 2010
Dienstag bis Samstag , jeweils um 19.30 Uhr
Amphitheater,
Monbijoustraße,
ggü. Bode-Museum, Berlin Mitte
Tickets: 030 – 2 888 66 999,
Dienstag 12,00 €, Mittwoch und Donnerstag 15,00 €/12,00 € Euro, Freitag und Samstag 18,00 €/15,00 €
Die Open Air Saison mit dem Hexenkessel Hoftheater erleben
May 10, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Open Air, Theater
Pure Leidenschaft im Amphitheater mit Don Juan – Molière, Julia und Romeo und DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG
Das Hexenkessel Hoftheater, ein wahrer Sommerkult, ein Feuerwerk aus Poesie und Wortwitz mit einem Ensemble, das vor Energie und Heiterkeit fast Funken schlägt, widmet sich in seiner diesjährigen Open Air Saison der LIEBE und zelebriert im Amphitheater im Monbijoupark einen Sommer voller Leidenschaft.
Der runde Holzbau nach Renaissancevorbild wird zum Schauplatz großer Gefühle und schier zwerchfellerschütternder Komik.
In Molières Komödie verführt, erobert und verlässt DON JUAN eine Frau nach der anderen.
Exzentrisch um sich selbst rotierend, treibt er seine Begierde auf die Spitze bis er – seinem treulosen Ego bis zur Selbstzerstörung treu – zur Hölle fährt.
Wo Hexenkessel ist, darf Shakespeare nicht fehlen. Zwei Klassiker stehen daher auf dem Spielplan. Explosiv wie in keinem anderen Stück wird in DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG der unerschöpfliche Machtkampf zwischen den Geschlechtern thematisiert: Der abgebrühte Macho Petruchio wirbt um die furiose Schreckschraube Katarina, was mit diversen Fauxpas, Running Gags und Knalleffekten zum Supergau Ehe eskaliert.
Mit der Liebesgeschichte ROMEO UND JULIA kommt eines der erfolgreichsten Werke der Weltliteratur auf die Bühne. Es beginnt als leichtherzige Komödie, doch wie unter einem Unglücksstern kippt das lebhafte Liebesabenteuer in eine schicksalsgetriebene, tragische Dimension, die noch ein halbes Jahrtausend später in herzbewegtes Mitleid stürzt.
Hexenkessel Hoftheater, Regie: Jan Zimmermann
Don Juan – Molière Premiere 3. Juni, Spielzeit bis 11.September - Di-Sa, 19.30h
Der Widerspenstigen Zähmung – Shakespeare 20. Juni bis 3. Juli - Di-Sa 21.30h
Julia und Romeo – Shakespeare Premiere 12. Juli, Spielzeit bis 11. September - Di-Sa 21.30h
Amphitheater
Monbijoustraße, ggü. Bode-Museum,
10117 Berlin Mitte
Tickets: 030–2404 8650
Preise: Don Juan / Der Widerspenstigen Zähmung: Di 12 Euro, Mi+Do 15/12 Euro, Fr+Sa 18/15 Euro
Preise: Julia und Romeo: Di 13 Euro, Mi+Do 16/13 Euro, Fr+Sa 19/16 Euro
(Ermäßigung nur an der Abendkasse)
Weitere Informationen:
www.hexenkessel-hoftheater.de,
www.amphitheater-berlin.de
Haus der Kulturen der Welt - NEUER GLANZ FÜR HENRY MOORE - 14.05.2010
May 10, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Eintritt frei, Open Air
NEUER GLANZ FÜR HENRY MOORE: Wiedereinweihung der Skulptur ‚Large Divided Oval: Butterfly’
Am 14.5. 2010 ab 17 Uhr feiert das Haus der Kulturen der Welt die Wiedereinweihung der restaurierten Bronzeskulptur „Large Divided Oval: Butterfly“ des britischen Künstlers Henry Moore.
Bei einem frühsommerlichen Open-Air-Fest für die Stadt soll Moores Plastik in neuem Glanz erstrahlen. Mit einer Teatime im Tiergarten lädt das Haus zu Tee, Bowle und englischem Gebäck auf den Wiesen vor dem Spiegelteich. Dazu bringt die avantgardistische Musik-Performerin Janine Rostron a. k. a. planningtorock dem zurückgekehrten Butterfly ein Ständchen. Sie startete ihre Karriere als Mitglied der legendären Berliner Band Chicks on Speed, und arbeitete bereits mit so renommierten Electro-Pop-Formationen wie Hot Chip oder LCD Soundsystem.
Dem Leben und Wirken Henry Moores kann man in zwei Filmen nachspüren, die im Foyer gezeigt werden: ‚The Art of Henry Moore’ sowie ‚A Never-Ending Discovery – Henry Moore in China’.
Seit fast einem Vierteljahrhundert klingen die Bronzeskulptur “Butterfly” und ihre kurvenden Formen mit dem geschwungenen Dach des prominenten Berliner Wahrzeichens zusammen.
Der britische Künstler Henry Moore erschuf 1984 seine letzte öffentliche Arbeit „Large Divided Oval: Butterfly“, die aus Anlass der 750-Jahre-Feier Berlins 1987 vor der Kongresshalle, dem heutigen Haus der Kulturen der Welt, aufgestellt wurde.
Open Air Fest mit Wiedereinweihung der Skulptur ‚Large Divided Oval: Butterfly
am 14.05.2010
ab 17:00 Uhr
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
CULCHA CANDELA kommen in die Zitadelle Spandau
August 18, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Konzerte, Open Air
Stell Larsito, Itchyban, Mr. Reedoo, Don Cali, Lafrotino, Johnny Strange und DJ Chino werden ihre Fans in der Zitadelle mit dem Best-Of-Repertoire von drei Alben in die richtige Stimmung beim Open Air Konzert in Berlin versetzen.
Konzert
Culcha Candela
05. September 2009
18:00 Uhr
Zitadelle Spandau
Am Juliusturm
13599 Berlin
weitere Infos
Operngala der Berliner Symphoniker / Open Air Klassik Sommer
August 12, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Konzerte, Open Air
Die Berliner Symphoniker spielen Mozart in der Kulturbrauerei!
8. Open Air Klassik Sommer - Operngala der Berliner Symphoniker
23. August 2009
19:30 Uhr
Kulturbrauerei
Prenzlauer Berg
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin
Sommernachtstraum mit Feuerwerk / Open Air Klassik Sommer
August 12, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Konzerte, Open Air
PrimeArte Orchester der Preisträger in der Kulturbrauerei!
8. Open Air Klassik Sommer - Sommernachtstraum mit Feuerwerk
22. August 2009
19:30 Uhr
Kulturbrauerei
Prenzlauer Berg
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin
Petersburger Nächte mit Feuerwerk / Open Air Klassik Sommer
August 12, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Konzerte, Open Air
Das Moskauer Festival Orchester in der Kulturbrauerei!
8. Open Air Klassik Sommer - Petersburger Nächte mit Feuerwerk
21. August 2009
19:30 Uhr
Kulturbrauerei
Prenzlauer Berg
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin
Sommerkonzert im Botanischen Garten mit den Dixie Brothers
August 12, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Konzerte, Open Air, Schlösser und Gärten
DieDixie Brothers unterhalten mit Dixieland und Swing im schönen Ambiente des Botanischen Gartens.
Konzert
Dixie Brothers
15. August 2009
18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Botanischer Garten
Königin-Luise-Straße 6-8
14195 Berlin
Open Air - Rock´n´Roll mit Petticoat
August 12, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Open Air, Shows
Eine Bühnenshow die Spaß und gute Unterhaltung - mit Rock´n´Roll im Stil 1950er und 1960er Jahre - verspricht, präsentiert die Showband Petticoat.
Petticoat
11. September 2009
20:00 Uhr
Freilichtbühne
An der Zitadelle
am Juliusturm
13599 Berlin





