Olafur Eliasson: Innen Stadt Außen vom 29.04.-09.08.2010 in Berlin
April 30, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen
Innen Stadt Außen ist die erste Einzelausstellung des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson in einer Berliner Institution.
Thematischer Ausgangspunkt der speziell für den Martin-Gropius-Bau konzipierten und von Daniel Birnbaum kuratierten Ausstellung ist Berlin – die Stadt, in der der Künstler seit vielen Jahren lebt und arbeitet.
Hier hat er ein facettenreiches Atelier etabliert, das Recherche, Experimente und Produktion gleichsam miteinander
verbindet. Seit 2008 hat er eine Professur an der Universität der Künste Berlin und gründete 2009 das Institut für Raumexperimente.
Die Ausstellung beschäftigt sich intensiv mit demVerhältnis von Museum und Stadt, Architektur und Landschaft, sowie von Raum, Körper und Zeit. Die ortsbezogenen Arbeiten im Martin-Gropius-Bau werden durch verschiedene Projekte im öffentlichen Raum erweitert und verknüpfen das Museum mit unterschiedlichen Orten innerhalb der Stadt.
Das Gesamtprojekt umfasst über 28 Werke, deren überwiegender Teilfür diesen Anlass geschaffen wurde.
In Daniel Birnbaums Worten:
Innen Stadt Außen basiert auf Eliassons enger Beziehung zu Berlin, aber vielleicht verhält es sich auch genau andersherum: Das Leben Berlins fließt in Eliassons Werk ein. Während es sich beim Martin-Gropius-Bau um einen Ort innerhalb der Stadt handelt, wird in dieser Ausstellung die Stadt gleichermaßen ins Museum transportiert. So bilden etwa die für Berlin typischen, großen Granit-Gehwegplatten eine Art Fußgänger-Zone innerhalb der Ausstellungsräume.
Zuweilen entsteht der Eindruck, in Eliassons Arbeiten gehe es größtenteils um die Natur, genauer gesagt um intensive Naturphänomene wie Wind, Wasser, Nebel und Licht. Diese werden allerdings lediglich als Mittel zur Erzeugung von Kunstwerken genutzt, deren Entstehungdem Publikum vor Augen geführt wird, indem beispielsweise die Tragekonstruktion eines vor dem Fenster im ersten Geschoss „schwebenden“ Rasenstücks deutlich sichtbar bleibt.
Der Fokus wird hierbei also auf den Vorgang des Wahrnehmens von Welt gelegt. Des eigenen Wahrnehmens.
Im Rahmen der Ausstellung Innen Stadt Außen taucht immer wieder das Motiv des Spiegels auf und bewirkt dabei stets eine Umkehrung von Innen und Außen. Überall in Berlin stößt man auf Fahrräder mit seltsam entmaterialisierenden Rädern und auf Spiegel, die an den ungewöhnlichsten Orten angebracht sind. Ein Lkw, der auf einer Seite mit einem riesigen Spiegel versehen ist, bewegt sich langsam durch die Stadt und „überträgt“ dabei in
Echtzeit sein eigenes flüchtiges Film-Porträt. Der Spiegel erzeugt einen überraschenden Split Screen-Effekt, bei dem die tatsächliche und die gespiegelte Umgebung gleichzeitig und doch verschieden nebeneinander existieren. Er versetzt die statischen Gebäude mittels gleitender Verzerrungen in Bewegung und bewirkt so nicht nur eine Verdopplung des Raums, sondern auch eine Umkehrung der Ausdehnung des Raums in den Raum; er hält die kurzen
Eindrücke von Fußgängern, Radfahrern und Autos bei ihrem Weg durch die Stadt fest.
Eliassons Fähigkeit zu verdoppeln, zu erweitern und umzukehren wird nirgends sichtbarer als im Zentrum des Martin-Gropius-Baus. Er lässt die Ornamente der Innenfassade ins Dunkel treten, indem er ein riesiges, bis zum Oberlicht reichendes Kaleidoskop errichtet, das den Betrachter in eine verblüffende Architektur aus unendlichen Spiegelungen katapultiert. Mit einfachsten Mitteln inszeniert Eliasson die optische Illusion eines Kristallpalastes, in dem die
Besucher, umhüllt von dieser durchlässigen Architektur, zwischen Innen und Außen zu schweben scheinen.
Ausstellung
Olafur Eliasson: Innen Stadt Außen
29.04.-09.08.2010
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 / Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Öffnungszeiten:
täglich von 10 – 20 Uhr
Lange Gropius-Bau-Nächte anlässlich des Gallery Weekends Berlin:
29. April – 1. Mai 2010, täglich von 10 - 24 Uhr
Eintritt:
11 € / ermäßigt 8 €
Online-Ticket: 12 € / ermässigt 9 € zu buchen unter www.gropiusbau.de
Gruppen (ab 10 Personen) p. P. 8 €
Schüler- und Studentengruppen (über 16 Jahre, ab 5 Personen) p. P. 4 €
Eintritt frei bis 16 Jahre
Als Teil der Ausstellung ist „The blind pavilion“ von Olafur Eliasson
auf der Pfaueninsel noch bis 31. Oktober 2010 zu besichtigen.
Pfaueninsel, Nikolskoerweg, 14109 Berlin
Weitere Informationen : www.gropiusbau.de
Frida Kahlo - Ausstellung im Martin-Gropius-Bau
April 30, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen, Die Ausstellungs-Empfehlungen
Frida Kahlo – Retrospektive - die größte Frida Kahlo-Ausstellung, die je in Deutschland gezeigt wurde.
Der Martin-Gropius-Bau in Berlin widmet der bedeutenden mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo vom 30. April bis 9. August 2010 eine umfangreiche Retrospektive.
Mit über 150 Arbeiten (Gemälde und Zeichnungen) ist es die größte Frida Kahlo-Ausstellung, die je in Deutschland
gezeigt wurde.
Frida Kahlo, geboren in Coyoacán, Mexiko-Stadt, zählt zu den großen Identifikationsfiguren der lateinamerikanischen Kunst. Aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ragt sie als eine der berühmtesten Künstlerinnen heraus.
In der Berliner Ausstellung, kuratiert von der Kunsthistorikerin Helga Prignitz-Poda, wird ihre künstlerische Entwicklung von der Neuen Sachlichkeit, dem mexikanischen Estridentismus – eine avantgardistische, interdisziplinär arbeitende Künstlerbewegung nach der Mexikanischen Revolution – bis hin zum Surrealismus und ihrem ganz eigenen Realismus dargestellt.
Frida Kahlos Werke sind selten. Die meisten Sammler besitzen nur eine Arbeit von ihr von der sie sich auch nur ungern trennen. Erstmals werden die beiden einzigen größeren Sammlungen, die Sammlung des Museums Dolores Olmedo Patiño und die Jacques und Natasha Gelman Collection of 20th Century Mexican Art and the Vergel Foundation, Cuernavaca vereintund vollständig gezeigt.
Die Sammlung des Ehepaars Gelman konnte wegen juristischer Auseinandersetzungen seit Jahren nicht öffentlich präsentiert werden. Für die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau darf sie Mexiko verlassen.
Weitere wertvolle Leihgaben kommen aus 30 prominenten mexikanischen und 15 ausgewählten nordamerikanischen Privatsammlungen und Museen.
In der Ausstellung werden nie zuvor gezeigte und verschollen geglaubte Arbeiten präsentiert,
u.a. das sich in Privatbesitz befindende, bemalte Gipskorsett Frida Kahlos.
Besondere Höhepunkte sind ferner Kahlos letzte Arbeiten aus dem Jahr 1954: Das in Öl gemalte Selbstportraitals Sonnenblume – es galt bislang als zerstört – sowie das gezeichnete Selbstportrait; beide sind zum ersten Mal in Europa zu sehen. Bemerkenswert ist auch die Identifizierung einer bislang anonym Porträtierten aus dem frühen Oeuvre Kahlos. Das Bild zeigt die mexikanische Frauenrechtlerin Adela Formoso Obregon Santacilia, die als Gründerin der Frauenuniversität Mexiko bekannt wurde.
Zahlreiche der 90 präsentierten Zeichnungen waren nie zuvor zu sehen. Diese bislang unbekannten Werke ermöglichen neue Fragestellungen und Einblicke. Wie zum Beispiel die gänzlich abstrakte Serie der 13 Gefühle, die sie 1949 für die Gespräche und Forschungen der befreundeten jungen Psychologin Olga Costa anfertigte. In raffinierten Wort- und Bildspielen verbirgt sie Gedanken und spricht sie doch zugleich an. Die rätselhafte und oft witzige
Verschlüsselung ihrer Bilder durch Zahlen und Wortspiele wird in der Ausstellung erläutert.
Einige Zeichnungen sind Vorstufen späterer Ölbilder. Sie zeigen die Entstehungsgeschichte des malerischen Werkes und sind für die genaue Bildbetrachtung von Bedeutung.
Dazu zählt die Studie des Gemäldes Die Zerbrochene Säule.
Ein weiterer Komplex der Ausstellung befasst sich mit kleinformatigen Wunsch-Bildern, die die Künstlerin in den frühen 1930er Jahren im Stil der für Mexiko charakteristischen Ex Voto Malerei entwarf. Ihre Sehnsüchte und ihre Wünsche nach Jugend, Gesundheit, Unabhängigkeit, Selbständigkeit und Erfüllung finden darin ihren Ausdruck.
Um die biographischen Schilderungen so weit wie möglich aus dem Werkkontext zu lösen und dennoch dem Besucher Einblicke in ihr Leben zu geben, wird der Ausstellung eine umfangreiche Fotoschau aus dem Besitz der Familie und nahe stehender Freunde zur Seite gestellt. Diesen Teil kuratiert Cristina Kahlo, die Großnichte Frida Kahlos. Zu den Fotografen gehören u.a. Manuel Alvarez Bravo, Nickolas Muray, Guillermo Kahlo und Leo Matiz. Zu sehen sind Fotos aus unterschiedlichen Lebensphasen der mexikanischen Künstlerin: Frida als junges Mädchen, Frida mit ihrem Ehemann Diego Rivera, Frida im Bett liegend und ihr Korsett bemalend und etliche Einzelportraits, die sie als faszinierende Frau mit prächtigem Schmuck, folkloristischer Kleidung und selbstbewusstem Blick zeigen.
Ausstellung
Frida Kahlo – Retrospektive
30. April bis 9. August 2010
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 / Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Öffnungszeiten:
Täglich von 10 – 20 Uhr
Lange Gropius-Bau-Nächte: Fr 30.4.2010 und Sa 1.5.2010 von 10 – 24 Uhr
Eintritt:
10 € / ermäßigt 8 €
Gruppen (ab 10 Personen) p.P.8 €
Schüler- und Studentengruppen (über 16 Jahre, ab 5 Personen) p.P.5 €
Eintritt frei bis 16 Jahre
Aga Khan - Ausstellung im Martin-Gropius-Bau bis 06.06.2010
March 19, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen
Erstmals wird in Deutschland die Sammlung des Aga Khan ausgestellt.
Mehr als 200 Meisterwerke dokumentieren mehr als 1000 Jahre Kulturgeschichte. Die im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Aga Khan Trust for Culture.
Karim Aga Khan IV ist das geistige Oberhaupt der Ismailiten. Er gilt zugleich als direkter Nachkomme des Propheten Mohammed.
Seine Sammlung gilt als eine der größten und wertvollsten Sammlungen islamischer Kunst und wird ab dem Jahr 2013 im neuen Aga Khan Museum in Toronto beheimatet sein.
Die Berliner Ausstellung zeigt einige der weltweit bedeutendsten Kunstwerke aus islamisch geprägten Ländern. Darunter Seiten aus dem persischen Heldenepos „Shahnama“, dem so genannten „Buch der Könige“, des Dichters Firdawsi.
Die Miniaturen zählen weltweit zu den bemerkenswertesten. Ferner das bisher älteste, arabische und erst später übersetzte Manuskript des „Kanons der Medizin“ von Ibn Sina (Avicenna). Abu Ali Ibn Sina war Philosoph und
Arzt.
Sein Hauptwerk diente über 500 Jahre als medizinisches Standardwerk und Lehrbuch für Ärzte in Europa. Als herausragende Kulturgüter gelten auch ein sehr gut erhaltenes mongolisches Seidendamastkleid aus dem 13. Jahrhundert sowie eine Doppelseite des „Blauen Korans“ aus dem 9. Jahrhundert. Die blauen Pergamentbögen sind in goldenen Lettern im kufischen Duktus geschrieben und zählen zu den kostbarsten und aufwendigsten Koranmanuskripten der Welt.
Allgemein machen die ausgestellten Kunstwerke – Gemälde, Zeichnungen, Buchillustrationen, Manuskripte, Inschriften, Metallgefäße, Keramiken, Holzarbeiten – aufmerksam auf die außergewöhnliche Vielfalt und den überwältigenden Reichtum eines vom Islam geprägten Kulturraumes, der sich vom Maghreb und der Iberischen Halbinsel bis nach China erstreckt, in einer zeitlichen Dimension vom 8. bis zum 18. Jahrhundert.
Schätze des Aga Khan Museum.
Meisterwerke der islamischen Kunst
17. März bis 6. Juni 2010
Martin-Gropius-Bau Berlin
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag
10:00 Uhr – 20:00 Uhr
Dienstag geschlossen
Sonderöffnungszeiten
Ostern und Dienstag nach Ostern (6.4.2010) von 10:00 Uhr – 20:00 Uhr geöffnet.
Ab dem 30. April täglich von 10:00Uhr - 20:00 Uhr
Lange Gropius-Bau-Nächte: 28.4. – 1.5.2010 von 10:00 Uhr – 24:00 Uhr
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Tel +49 (0)30 254 86-0
weitere Infos - www.gropiusbau.de
Ausstellung | F.C. Gundlach. Das fotografische Werk | bis zum 14.03.2010 im Martin-Gropius-Bau
January 4, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen
F.C. Gundlach. Das fotografische Werk - Eine Ausstellung der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg in Kooperation mit dem Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg.
Der Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert mit der Ausstellung „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ die Retrospektive des fotografischen Lebenswerkes eines der bedeutendsten Modefotografen, der über vier Jahrzehnte für die wichtigsten Magazine und Publikationen in Deutschland arbeitete. F.C. Gundlach vermochte wie kein anderer Modefotograf den Zeitgeist einzufangen und ihn als Indikator für gesellschaftliche Veränderungen einzusetzen. Neben vielen bekannten Bildern zeigt die bisher umfangreichste Präsentation mit rund 350 Exponaten auch viele unbekannte Facetten des Werkes von F.C. Gundlach.
Bereits als Zehnjähriger hatte Gundlach (geboren 1926 in Heinebach/Hessen) seine Affinität zur und Passion für die Fotografie entdeckt. Eine eigene Dunkelkammer und Agfa Box folgten im Jahr 1938. Durch den Militärdienst sowie die Wirren des Zweiten Weltkriegs unterbrochen, nahm er erst ab 1947 die Beschäftigung mit dem Medium wieder auf und ließ sich bis 1949 zum Fotografen ausbilden.
Schnell entschied sich F.C. Gundlach für eine Spezialisierung auf Modefotografie und avancierte durch Arbeiten für Zeitschriften wie etwa Film und Frau oder Brigitte in kürzester Zeit zu einem der renommiertesten „Fashion Photographer“. Dabei war es nicht nur die Mode selbst, die er immer perfekt ins rechte Licht zu setzen vermochte, sondern auch die Posen und Gesten der Models in Kombination mit ausgefallenen Requisiten und mythischen Orten.
So führten ihn seine Modeproduktionen sowohl nach Paris und New York als auch nach Ägypten und Marokko. Diese Fotografien - vielfach gedruckt - sind zu Schlüsselmotiven in seinem Werk geworden; einem Werk, dessen Modebilder den Geist der jeweiligen Zeit reflektierten und visualisierten und den von morgen antizipierten. Auf diese Art und Weise hat F.C. Gundlach über 40 Jahre selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben.
Dieter Borsche, Ruth Leuwerik, Maria Schell, Jean-Luc Godard, Nadja Tiller, Romy Schneider, Horst Buchholz und viele andere:
F.C. Gundlach fotografierte die führenden Darsteller und Regisseure des westdeutschen und des internationalen Films und war auf Filmbällen und Preisverleihungen präsent. Er fotografierte „Homestories“ und arbeitete für Verleihfirmen.
Neben den klassischen Modefotografien werden im Rahmen der großen Werkschau im Martin- Gropius-Bau auch diese Star-Porträts F.C. Gundlachs und einige seiner beeindruckenden Reise-Reportagen zu sehen sein, die ab den 1950er Jahren in Ländern wie Argentinien, Brasilien, Japan, Kambodscha und Thailand entstanden sind. Desweiteren wird F.C. Gundlachs Zeitschriftenarbeit, insbesondere für Film und Frau (1951-1966) und Brigitte (1963- 1986), erstmals in diesem Umfang dargestellt.
Seine Fotografien werden im Kontext einer reichhaltigen Auswahl von Doppelseiten und zahlreichen Titelblättern gezeigt.
Ein besonderer Fokus wird jedoch auf die Stadt Berlin selbst gelegt, denn mit der historischen Bedeutung Berlins als internationale Mode-Metropole war Berlin für F.C. Gundlach neben Paris der wichtigste Arbeitsort und diente als Motiv und Inspiration. Die Ausstellung
nimmt diesen roten Faden in ihrer Bildführung auf und führt den Betrachter an die schönsten Orte der Stadt.
Die Kuratoren Klaus Honnef, Hans-Michael Koetzle, Sebastian Lux und Ulrich Rüter erlauben als Ergebnis mehrjähriger Recherchen einen neuen Blick auf das fotografische OEuvre F.C. Gundlachs: seine Wurzeln im Bildjournalismus, das Spezifische seiner Bild-Ästhetik,
sein Denken in Serien und Sequenzen, seine narrativen Ansätze. Die Schau berührt gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse und Entwicklungen über mehrere Jahrzehnte hinweg.
In einem 40-minütigen, speziell für diese Ausstellung vom Filmemacher Reiner Holzemer produzierten Interview kommentiert
F.C. Gundlach seine Arbeitsweise selbst.
„Mode ist immer ein Ausdruck von Zeitgeist, vielleicht sogar der beste Indikator“ (Zitat F.C. Gundlach), und ganz in diesem Sinne lädt diese Retrospektive den Besucher ein, die Entwicklung der Mode, ihrer Ästhetik als auch den ganz eigenen Blick dieses großen Fotografen durch die letzten 40 Jahre hindurch Revue passieren zu lassen.
Ausstellung
F.C. Gundlach. Das fotografische Werk
Martin-Gropius-Bau Berlin
20. November 2009 bis 14. März 2010
Öffnungszeiten:
Mittwoch - Montag 10:00 Uhr – 20:00 Uhr, Dienstag geschlossen
Berliner Festspiele
October 15, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Museum Berlin, Spielstättenübersicht
Die Berliner Festspiele - ein starker Motor der Berliner Kulturlandschaft.
Das Haus der Berliner Festspiele befindet sich seit 2001 in Charlottenburg-Wilmersdorf, dem ehemaligen Theater der Freien Volksbühne. Ein Theatergebäude, das 1963 von Erwin Piscators eröffnet wurde und neben der Deutschen Oper zu einem der bekanntesten Bauwerke des Architekten Fritz Bornemann gehört.
Das Haus ist der Mittelpunkt der vielfältigen Veranstaltungen der Berliner Festspiele.
Ein international geprägtes Programm in der Form von Festivals und Programmreihen, wie Theatertreffen, musikfest berlin, MaerzMusik, JazzFest Berlin, internationales literaturfestival berlin und spielzeit’europa, bieten Theater, Literatur, Tanz und Musik.
Im Martin Gropius Bau präsentieren die Berliner Festspiele Ausstellungen, der Gegenwartskunst, der Fotografie, der Archäologie und der Kulturgeschichte.
Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin
Harald Schmitt – Sekunden, die Geschichte wurden - Ausstellung im Martin-Gropius-Bau
October 7, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen, Museum Berlin
Fotografien vom Ende des Staatssozialismus
Der Martin-Gropius-Bau präsentiert beeindruckende Aufnahmen des Fotoreporters Harald Schmitt, seit 1977 als Fotojournalist für den stern tätig.
Von 1977 bis 1983 lebte er als akkreditierter Fotograf in Ost-Berlin.
Rund 120 Fotografien dokumentieren politische und gesellschaftliche Ereignisse jener Umbruchszeit in Osteuropa und inChina.
Vorwiegendentstanden die Aufnahmen in der ehemaligen DDR und in der ehemaligen Sowjetunion und der ehemaligen ČSSR, Polen, Lettland,
Litauen und China.
Harald Schmitt wurde sechs Mal mit dem prestigeträchtigen World Press Photo Award ausgezeichnet.
Kuratiert wird die Ausstellung von Gisela Kayser.
Fotografien vom Ende des Staatssozialismus
Bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts glichen die Länder Osteuropas einem großen monolithischen Block. Sie alle waren der Vorherrschaft der Sowjetunion unterworfen, zwangsvereint in einem Militärbündnis, regiert von ähnlichen politischen Kasten, beherrscht von einer Weltanschauung und drangsaliert von der Zensur. Dann aber kam es in diesem gewaltigen Imperium immer öfter und an immer mehr Schauplätzen zu Aufruhr und schließlich zur Erosion des gesamten Ostblocks. Fotos von diesen Ereignissen waren im Westen gefragt, aber schwer zu bekommen. Die eindrucksvollsten druckte der stern. Oft stammten sie von Harald Schmitt. Kaum ein Fotoreporter war in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts so nah dran am Geschehen: ob bei den großen Inszenierungen der Macht oder den kleinen Momenten des Widerstands. In Schmitts Aufnahmen der Menschen im Staatssozialismus und der Orte des Umbruchs sind die großen Veränderungen der Zeit spürbar.
Immer wieder hielt er jene Sekunden fest, die dann Geschichte wurden.
stern-Redakteur Peter Sandmeyer beschreibt in seinen die Ausstellung begleitenden Texten die historischen Zusammenhänge So schildert er wie Harald Schmitt 1986 ein langes Gespräch mit seinem Schwager, einem Arzt in Stralsund, führte und sich darin zu der Prognose verstieg, die Berliner Mauer würde in zehn Jahren fallen. Der Schwager widersprach lebhaft.
„Allerspätestens in fünf Jahren!“ Beide schlossen darauf eine Wette ab. Schmitt hat sie verloren.
20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer erinnern die Fotografien von Harald Schmitt in beeindruckender Weise an jene Menschen, die dies möglich machten. Peter Sandmeyer bemerkt:
„Es waren die Menschen, die wieder zum Subjekt der Geschichte wurden.“
„Auf alles waren wir vorbereitet“, sagte Horst Sindermann, damals Volkskammerpräsident der
DDR, „bloß nicht auf Kerzen“.
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag
10:00 Uhr - 20:00 Uhr geöffnet
Dienstag geschlossen
Harald Schmitt
Sekunden, die Geschichte wurden
Fotografien vom Ende des Staatssozialismus
03. 10. 2009 - 13. 12. 2009
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchner Straße 7
10963 Berlin
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag
10:00 Uhr - 20:00 Uhr geöffnet
Dienstag geschlossen
Le Corbusier - Ausstellung im Martin - Gropius - Bau
July 1, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen
Die Ausstellung - Le Corbusier - Kunst und Architektur - gibt einen Einblick in das Werk des bedeutensten Architekten des 20. Jahrhunderts.
Gemälde, Möbel, Zeichnungen und Skulpturen von Le Corbusier zeigen die künstlerische Vielseitigkeit des Schweizer Architekten
Ausstellung
Le Corbusier - Kunst und Architektur
09. Juli 2009 - 05. Oktober 2009
Adresse:
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 / Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Sonderöffnungszeiten:
Täglich
10:00 Uhr - 20:00 Uhr
60 Jahre Bundesrepublik Deutschland im Spiegel der Kunst
April 16, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen
1949 trat die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Dieser sechsigste Geburtstag gab den Anlass für die am 1. Mai beginnende Ausstellung, 60 Jahre. 60 Werke . Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland von `49 bis `09, im Martin-Gropius- Bau Berlin. Die ausgestellten 60 Kunstwerke von 60 namhaften Künstlern zeigen die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der zurückliegenden 6o Jahre.
Ausstellung - 01. Mai - 14. Juni 2009 - im Martin-Gropius- Bau Berlin
60 Jahre. 60 Werke . Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland von `49 bis `09,
Öffnungszeiten - täglich - 10:00 Uhr - 20:00 Uhr
Martin - Gropius- Bau Berlin - Niederkirchnerstraße 7 - 10963 Berlin
weitere Infos www.60jahre-60werke.de
Hannes Kilian - Meister der Bewegungsfotografie
April 14, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen
Die Ausstellung, Hannes Kilian – Fotografien, wird vom 4. April bis 29. Juni 2009 im Martin-Gropius-Bau gezeigt. Die Ausstellung zeigt schwarz/weiß Fotografien, die in den Jahren 1937 bis 1987 entstanden sind. Hannes Kilians Fotografien erzählen Geschichten. Er war ein Meister der Bewegungsfotografie, ein geschätzter Ballett- und Theaterfotograf. Porträtaufnahmen von Politikern und Künstlern runden die Ausstellung ab.
Hannes Kilian - Fotografien - Ausstellung - 5. April - 28. Juni 2009 - Martin-Gropius-Bau
Öffnungszeiten
Täglich von 10:00 Uhr – 20:00 Uhr
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchner Straße 7
10963 Berlin
Weitere Infos www.museumsportal-berlin.de
Martin-Gropius-Bau
April 9, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Museum Berlin
Gegenwärtiges und Vergangenes liegen in Berlins bedeutendstem Ausstellungsraum, dem Martin-Gropius-Bau, eng beieinander. Im Stil eines italienischen Renaissancegebäudes nach Plänen von Martin Gropius und Heino Schmieden errichtet, bietet das imposante Museum einen eindrucksvollen Rahmen für viele temporäre Ausstellungen.
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7/ Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Tel.: 030 25486-0





