Sommerfest und Tag der Offenen Tür im Jüdischen Museum Berlin - 4. Juli 2010
June 3, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen, Eintritt frei, Museum Berlin
Öffentliche Führungen beim Sommerfest und Tag der Offenen Tür am 4. Juli 2010
11 + 15 Uhr
Moses oder Harry Potter - was braucht dein Held?
Kinderführung zum Thema Helden
11 Uhr
Jüdisches Leben, jüdische Traditionen
Erwachsenenführung die Dauerausstellung
12 + 16 Uhr
Architekturbetrachtungen
13 Uhr
Die neunte Kunst
Führung durch die Sonderausstellung »Helden, Freaks und Superrabbis«
13 + 16 Uhr
Halacha und Hefezopf - Was kommt in den Schabbattopf?
Kinderführung durch die Dauerausstellung
14 Uhr
Judentum - Christentum - Islam: ein kulturhistorischer Vergleich
15 Uhr
Mit Siebenmeilenstiefeln durchs Museum. Überblicksführung
Für alle öffentlichen Führungen am 4. Juli (Sommerfest) gilt:
Eintritt frei
Dauer: ca. 1 Stunde
Treffpunkt: »Meeting Point« im Foyer, Altbau EG
Anmeldung und Rückfragen zu Führungen unter Tel. 030 - 25993 305 oder fuehrungen@jmberlin.de
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Tel: +49 (0)30 259 93 300
Weitere Informationen unter: http://www.jmberlin.de
Sommerferienprogramm 2010 - Jüdisches Museum Berlin
June 3, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Kinder, Museum Berlin
Sommerferienprogramm für Kinder und Jugendliche im Jüdischen Museum Berlin
Moses oder Harry Potter - Was braucht dein Held?
Führung für Kinder von 6-12 Jahren
Helden sind mutig und schlau. Ist das immer so? Eine Ausstellung auf der Kinderinsel will dieser Frage nachgehen: Detektivisch erforschen Kinder Heldinnen und Helden der jüdischen Geschichte und ihre ganz persönlichen Helden des 21. Jahrhunderts.
Wann: Montag, 12. Juli um 11 Uhr
Montag, 19. Juli um 11 Uhr
Montag, 26. Juli um 11 Uhr
Montag, 2. August um 11 Uhr
Montag, 9. August um 11 Uhr
Montag, 16. August um 11 Uhr
Preis: 3 Euro inkl. Eintritt
Dauer: 1 Stunde
Bauanleitung für Heldinnen und Helden
Theaterpuppenbau für Kinder von 6-9 Jahren
Wie baut man einen Held oder eine Heldin? Manche Helden sind klein und haben eine Glatze, andere sind riesengroß. Wie benimmt sich ein Held und wie bewegt er sich? Die Wünsche und Projektionen der Kinder werden in diesem Workshop auf spielerische Weise in Szenen und Figuren umgesetzt.
Wann: Mittwoch, 21. Juli von 13 bis 17 Uhr
Montag, 9. August von 13 bis 17 Uhr
Mittwoch, 11. August von 13 bis 17 Uhr
Montag, 16. August von 13 bis 17 Uhr
Mittwoch, 18. August von 13 bis 17 Uhr
Preis: 5 Euro inkl. Eintritt und Material
Dauer: 4 Stunden
Held in 10 Sekunden!
Trickfilm-Workshop für Kinder von 9-12 Jahren
Auf den Spuren jüdischer Helden entwickeln Kinder unter Anleitung des Medienpädagogen Matthias Warncke in vier Stunden ihre eigene Trickfilmszene. Aus Blumendraht, Zeitungspapier und Krepp-Klebeband entstehen Figuren, die einem ganz gewöhnlichen Karton entsteigen. Der Karton wird zur Bühne, auf der die Figuren zeigen, welche Eigenschaften den Kindern an ihren Helden besonders wichtig sind. Am Ende kann der Gegenstand, der während des Drehs kaum von der Stelle kam, tatsächlich tanzen.
Wann: Donnerstag, 22. Juli von 13 bis 17 Uhr
Dienstag, 10. August von 13 bis 17 Uhr
Donnerstag, 12. August von 13 bis 17 Uhr
Dienstag, 17. August von 13 bis 17 Uhr
Donnerstag, 19. August von 13 bis 17 Uhr
Preis: 5 Euro inkl. Eintritt und Material
Dauer: 4 Stunden
Panel, Speedline und Splash
Comic-Workshop für Schüler der Klassenstufen 5 bis 13
Superhelden oder Superrabbis, im Comic ist alles möglich! Nach einer Führung durch die Kulturgeschichte des Comics gestalten die Schüler in einem computergestützten Workshop einen eigenen Comicstrip. Sie entwerfen ein kurzes Storyboard, setzen Charaktere und Räume zusammen, gestalten Sprech- oder Denkblasen und schreiben Texte.
Wann: Samstag, 10. Juli um 11 Uhr
Dienstag, 20. Juli um 13 Uhr
Dienstag, 27. Juli um 13 Uhr
Sonntag, 1. August um 11 Uhr
Dienstag, 3. August um 13 Uhr
Eintritt: 3 Euro inkl. Eintritt
Dauer: ca. 2 Stunden
Zeichne deinen Comic!
Dreitägiger Workshop zum Thema Helden für Jugendliche von 14-18 Jahren
Wie entsteht ein Comic? Und wie entstehen Erzählungen im Comic? Zusammen mit dem bekannten Berliner Comiczeichner und Illustrator Uwe Heinelt entwickeln junge Talente eine Comic-Kurzgeschichte. In drei Workshoptagen erschaffen die Teilnehmer einen eigenen Comic-Helden, hauchen diesem Leben ein und lassen ihn dann ein mitreißendes Abenteuer bestehen. Gerne können Teilnehmer vorab eigene Zeichnungen an das Museum mailen.
Wann: Montag, 12. Juli bis Mittwoch, 14. Juli jeweils von 13 bis 17 Uhr
Preis: 10 Euro
Dauer: 3 Nachmittage
Für alle Veranstaltungen des Sommerferienprogramms gilt:
Anmeldung unter Tel. 030 - 25993 322 oder ferienprogramm@jmberlin.de
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Helden, Freaks und Superrabbis - Jüdisches Museum Berlin
March 22, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen, Die Ausstellungs-Empfehlungen
Helden, Freaks und Superrabbis - Die jüdische Farbe des Comics
Superman, Batman, die Fantastic Four - die großen Figuren des Comics stammen aus der Feder jüdischer Zeichner.
Sie sind zwar keine jüdischen Helden, aber Belege für eine Populärkultur, an der besonders in den USA viele Juden beteiligt waren. Mit dem Ende der 70er Jahre entstehenden Comic-Roman werden schließlich explizit jüdische Themen aufgegriffen. “Maus - Die Geschichte eines Überlebenden” von Art Spiegelman stellt die bislang radikalste Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Shoa dar. Anhand der Werke von mehr als 40 Künstlern folgt die Ausstellung der Spur jüdischer Zeichner, Texter und Verleger der Comic-Kunst. Sie zeigt Helden und Antihelden, schlagkräftige Kämpfer gegen Hitler und neurotische Kleinbürger.
Mit mehr als 400 Objekten spannt sie einen Bogen von den ersten Comicstrips des frühen 20. Jahrhunderts über die kindlichen Superhelden der 30er und 40er Jahre, der Undergroundbewegung der 60er Jahre bis hin zu der literarisch anspruchsvollen Graphic Novel unserer Zeit.
Neben Altmeistern wie Rube Goldberg, Will Eisner und Harvey Kurtzman sind auch zeitgenössische Künstler wie Art Spiegelman, Rutu Modan, Joann Sfar und Ben Katchor mit zahlreichen Originalen in der Ausstellung vertreten.
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit dem Musée d’art et d’histoire du Judaïsme Paris und dem Joods Historisch Museum Amsterdam.
Sonderausstellung
Helden, Freaks und Superrabbis
30. April bis 8. August 2010
Jüdisches Museum Berlin
Altbau 1. OG
Eintritt:
4,00 €, erm. 2,00 €
Ausstellung - Flucht und Verwandlung - Jüdisches Museum Berlin Eric F. Ross Gallerie, Libeskindbau
March 22, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen
Flucht und Verwandlung - 25.03.-27.06.2010
Nelly Sachs erhielt 1966 als erste deutschsprachige Dichterin den Nobelpreis für Literatur.
Damals war die jüdische Lyrikerin deutscher Abstammung 75 Jahre alt und hatte fast dreißig Jahre im Exil verbracht.
Mit einer der letzten Passagiermaschinen war sie 1940 gemeinsam mit ihrer Mutter aus Berlin nach Stockholm geflohen. In allerletzter Minute - den Befehl für den Abtransport in ein Konzentrationslager hatte sie schon erhalten.
Das dichterische Werk Nelly Sachs’ wird erstmals umfassend in einer großen Wanderausstellung gewürdigt.
Sie zeigt anhand einer Fülle von bisher unveröffentlichtem Material die Radikalität ihres Werkes und den kulturhistorischen Kontext seiner Entstehung.
Fotos und Manuskripte aus dem Nachlass sowie unbekannte Ton- und Bildaufnahmen dokumentieren ihre Freundschaft mit Autoren wie Paul Celan, Gunnar Ekelöf, Hans Magnus Enzensberger und Selma Lagerlöf und geben Einblick in das private Leben der Lyrikerin.
Begleitend zur Ausstellung erscheinen im Suhrkamp Verlag eine kommentierte Werksausgabe in vier Bänden und eine Bildbiographie in deutscher und schwedischer Sprache.
Eine Ausstellung von Aris Fioretos und gewerk design in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin, dem Jüdischen Theater Stockholm, der Königlichen Bibliothek Stockholm, der Schwedischen Botschaft und dem Suhrkamp Verlag.
Flucht und Verwandlung - Nelly Sachs
25. März 2010 bis 27. Juni 2010
Jüdisches Museum Berlin
Eric F. Ross Gallerie,
Libeskindbau
Eintritt: 5,00 Euro, erm. 2,50 Euro
Führungen für Kinder im Jüdischen Museum Berlin
February 8, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Kinder, Museum Berlin
Halacha und Hefezopf - Was kommt in den Schabbattopf?
Kinderführung durch die Dauerausstellung.
Wie lebte eine jüdische Händlerin vor 300 Jahren?
Was musste sie in den Koffer packen, wenn sie auf Reisen ging?
Ein Gebetbuch, Reisekleidung oder gar ein Handy?
Jüdische Traditionen im Wandel der Jahrhunderte werden für ganz junge Museumsbesucher anschaulich und spielerisch präsentiert.
Die Kinder erfahren, wie sich eine Kippa auf dem Kopf anfühlt, sehen eine echte Schriftrolle und können ihre Nasen in die Gewürze der Bessamim-Büchse stecken.
Wann: Sonntag, 7. März und 4. April 2010 jeweils um 11 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde
Das verrückte Haus. - Daniel Libeskind für Kinder
Warum sind die Wände im Jüdischen Museum Berlin schräg?
Warum endet eine Treppe im Nichts?
Warum blühen im Garten keine Blumen?
Die jungen Besucher werden entsprechend ihres Alters spielerisch an die Architektur von Daniel Libeskind herangeführt.
Danach gibt es Gelegenheit, aus Pappe, Knete und anderen Bastelmaterialien das eigene verrückte Traumhaus zu gestalten.
Wann: Sonntag, 21. März und 18. April 2010 jeweils um 11 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Für alle öffentlichen Kinderführungen gilt:
Preis: 3 Euro inkl. Eintritt und Bastelmaterial
Treffpunkt:
“Meeting Point” im Foyer, Altbau EG
Anmeldung und Rückfragen zu Führungen unter Tel. 030 - 25993 305 oder fuehrungen@jmberlin.de
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14
10969 Berlin
26. Lange Nacht der Museen | 30.01.2010 | Jüdisches Museum Berlin
January 18, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Lange Nacht der Museen, Museum Berlin
26. Lange Nacht der Museen - Programm im Jüdischen Museum Berlin
18-24 Uhr: Big Draw – Zeichne dein Dinner
Zeichenaktion mit der Künstlerin Eva Randelzhofer
18-24 Uhr: Tausendundeine Festtagsspeise
Knetworkshop für Kinder und Erwachsene
18-24 Uhr: Das mobile Museum
Offenes Laborgespräch über mobile Ausstellungskonzepte und Multimedia
18 + 19 Uhr: Ich fü(h)r dich – Geschichten über Essen und Religion von Kindern für Kinder
Führung für Kinder durch die Sonderausstellung
18 + 20 + 22 Uhr: Aufbruch in die Moderne
Führung für Erwachsene durch die Dauerausstellung
Dauer: ca. 1 Stunde
19 + 21 + 23 Uhr:
Judentum, Christentum, Islam im historischen Vergleich
Führung für Erwachsene durch die Dauerausstellung
20 + 21 + 22 + 23 Uhr:
Kurzführung durch die Sonderausstellung »Koscher & Co.«
26. Lange Nacht der Museen
30. Januar 2010
Jüdisches Museum Berlin
Das Museum ist zur Langen Nacht der Museen bis 2 Uhr geöffnet
Eintritt mit dem Ticket der Langen Nacht der Museen: 15 Euro, erm. 10 Euro
Voranmeldung für Führungen am Veranstaltungsabend an der Museumskasse (begrenzte Teilnehmerzahl).
Aaron Parks - Jazz im Jüdisches Museum Berlin
November 7, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Konzerte
Aaron Parks Konzert im Jüdischen Museum Berlin
Aaron Parks · piano Matt Brewer · bass Tommy Crane · drums
Die einen nennen ihn einen Visionär, die anderen einen Romantiker. Aaron Parks fallen spontan und filmisch als Schlüsselbegriffe ein, um seine Musik zu beschreiben.
An der Uni, noch in Seattle, hielten sich Naturwissenschaft und Klavierspiel die Waage. Doch dann verfiel er der Musik: The music plays you. I got addicted.. Und dieser Zustand hält bis heute an. Schon mit 18 Jahren wurde er von Terence Blanchard engagiert, dessen Quartett er in den nächsten Jahren Farbe und Eleganz verlieh. Mittlerweile gehört er selbst zu den Hoffnungsträgern der jüngsten Generation von Blue Note. Auf seinem Debütalbum Invisible Cinema präsentiert sich der Pianist als rastlos Suchender, dessen Akribie und Sorgfalt immer noch den Wissenschaftler ahnen lassen.
Parks versteht es, ohne programmatische Brüche Einflüsse verschiedener Strömungen des aktuellen und tradierten Jazz sowie von Alternative Rock und HipHop zu bündeln. Seine bilderreiche Klangsprache verrät auch den Cineasten, der sich nicht nur vom Kino inspirieren lässt, sondern mit seinen Tasten selbst Darsteller, Kulissen und Handlungsfäden heraufbeschwört und zu eindrucksvollen Hörfilmen verwebt.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin
| Samstag | 07.11.2009 | 17:30 Uhr | : Jüdisches Museum Berlin |
Konzert - Yaron Herman Trio - Jüdisches Museum Berlin
October 9, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Konzerte
Yaron Herman Trio Yaron Herman · piano Stephane Kerecki · bass Cedric Bec · drums im Jüdischen Museum Berlin
Mit 28 Jahren gehört der israelische Pianist Yaron Herman zu den faszinierenden Persönlichkeiten des jungen Jazz. Er brach in Israel auf, studierte in Boston, wanderte kreuz und quer durch Europa und schlug seine Zelte vorübergehend in Paris auf. Überall bereicherte er seinen Fundus um neue musikalische Eindrücke. In seinem Spiel führt er Intentionen von Lennie Tristano, Paul Bley und Keith Jarrett weiter, aber auch Popstars wie Björk und Leonard Cohen, klassische Komponisten wie Debussy oder Ravel und last not least die Folklore seiner Heimat haben tiefe Spuren in seiner Musik hinterlassen. Herman verbindet all diese Elemente mit Nonchalance und der ihm eigenen Spiritualität, die er mit tiefgründiger Heiterkeit auf das Publikum überträgt. Zum Jazz bekennt er sich ebenso aus musikalischen wie aus philosophischen Gründen. So tummelt er sich nicht nur an den einschlägigen Jazz-Adressen der französischen Hauptstadt, sondern tritt auch regelmäßig in den Pariser Cafés auf.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin
| Donnerstag | 05.11.2009 | 17:30 Uhr | : Jüdisches Museum Berlin |
Koscher u. Co. Eine Ausstellung über Essen und Religion - im Jüdischen Museum Berlin - ab 9. Oktober 2009
October 7, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Ausstellungen, Museum Berlin
Etwas ist »nicht ganz koscher« oder eben doch – eine geläufige Redewendung.
Aber was bedeutet der Begriff eigentlich?
Die Kaschrut, das jüdische Speisegesetz, und alles, was mit Essen im Judentum bis zum heutigen Tag zu tun hat, ist Thema dieser Ausstellung. Zugleich sucht sie den Vergleich mit anderen Weltreligionen, vor allem mit Christentum, Islam und Hinduismus.
Die Ausstellung spannt einen Bogen von den alten Kulturen des Zweistromlandes, des Pharaonenreiches und der griechisch-römischen Antike bis in die unmittelbare Gegenwart.
Mehr als 700 Originale von 74 Leihgebern aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Tschechische Republik und den USA sowie Bildmaterial aus Kanada und Australien ergeben eine bunte Mischung aus Erhabenem und Trivialem, aus Ritualgegenständen und Alltagsutensilien, farbenfroh in Szene gesetzt von den Gestaltern Norbert W. Hinterberger und Carina Popp. Die Besucherinnen und Besucher stoßen auf antike Vasen und Statuetten, prachtvoll illustrierte hebräische und osmanische Handschriften, opulente Stillleben und delikate Zeichnungen – aber auch Stahl- und Plastikgerätschaften aus der modernen koscheren Küche wie den »Bug Checker«, der Käfer und Maden in Salat und Kohl aufspürt.
Von Schöpfung bis Identität: vielfältige Perspektiven in zehn Räumen
Dabei sind die Religionen nicht fein säuberlich voneinander getrennt und geordnet, vielmehr setzen die Ausstellungsmacher auf einen Überblendungseffekt: von einer Religion fällt das Licht auf die andere. Die Ausstellung entwickelt ihre Fragestellungen aus dem Judentum heraus, in ihren Antworten sucht sie den Vergleich mit anderen Religionen. Die Pluralität der Perspektiven ist ein Grundgedanke bei der Betrachtung der Themen, die in all diesen Religionen eine zentrale Rolle spielen, und nach denen die zehn Ausstellungsräume gegliedert sind: »Schöpfung«, »Gesetz«, »Opfer«, »Fleisch«, »Brot«, »Wein«, »Das Mahl«, »Genuss und Verzicht«, »Brot des Elends« und »Identitäten«.
Vielfalt spiegelt sich auch in den Persönlichkeiten wieder, die in der Ausstellung zu Wort kommen: Rabbiner, Islam-Wissenschaftler und Ayurveda-Anhänger, koschere Amateur- und Profiköche, Gegner und Befürworter des Schächtens. Da sind im Raum »Identitäten« Pop-Songs (»Gefillte Fisch«) ebenso zu hören wie der traditionelle Segensspruch Kiddusch im Raum »Wein«. Und wer immer schon einmal wissen wollte, wie man die Fastenregeln des Ramadan im Stahlwerk, wenn nicht gar im Weltraum einhalten kann, der findet im Raum »Genuss und Verzicht« eine Antwort. Dass Nahrungstabus, die Unterscheidung von »rein« und »unrein«, Opferhandlungen, Tischsitten, Zeremonien, besondere Festtagsspeisen, religiöse Vorstellungen und Rituale das Verhältnis der Menschen zur Nahrung auch dort beeinflussen, wo sie sich dessen gar nicht bewusst sind, auch das zeigt die Ausstellung – und warum das Tafelfreude und Gaumenlust nicht schmälert.
Quer durch die gesamte Ausstellung laden 25 interaktive Medieninstallationen dazu ein, das eigene Wissen zu erproben: Wie halten es Muslime mit Alkohol oder den Beschwernissen und Freuden des Ramadan? Wie verlaufen hinduistische Opferrituale in Nepal? Wie setzen sich junge Berliner Juden heute mit den Anforderungen der Kaschrut auseinander? An flüsternden Tischen und frommen Küchenherden, mit kritischen Kommentaren aus dem Off, in Filmen, Interviews und multimedialen Spielen bieten sie den Besucherinnen und Besuchern zusätzliche Informationen und Anregungen rund um das Thema Essen und Religion.
Eintritt: 4,00 Euro, erm. 2,00 Euro
Koscher u. Co.
9. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Jazz mit dem Frederik Köster Quartett im Garten des Jüdischen Museums
August 18, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Eintritt frei, Konzerte, Open Air
Frederik Köster (Trompete), Tobias Hoffmann (Gitarre), Robert Landfermann (Bass) und Ralf Gessler (Schlagzeug), die Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreises Mannheim 2009 geben am 23. August 2009 ein Konzert im Museumsgarten. Mit Elementen aus Jazz, Rock und Pop bietet das Frederik Köster Quartett eine ganz eigene Stilrichtung.
Eintritt frei!
Jazz in the Garden:
Frederik Köster Quartett
23. August 2009
11:00 Uhr - 13:00 Uhr
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Begleitprogramm für Kinder:
T-Shirt-Workshop »Mein Name auf Hebräisch« und Mazzebacken im Lehmbackofen (nur bei gutem Wetter).
Wann: 23. August 2009,
Wo: Museumsgarten (bei schlechtem Wetter im Glashof)
Eintritt: frei





