Abendstunde im Spätherbst | Berliner Kriminal Theater | 09.02.2010

January 25, 2010 von Berliner Kulturredaktion  
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Ein spannender Plot über Faszination und Verantwortlichkeit des Schriftstellers. Dürrenmatts mehrfach ausgezeichnetes Hörspiel in einer Fassung für das Theater.

Ein neugieriger Spießbürger ist dem weltberühmten Kriminalschriftsteller Korbes, einem kraftmeierischen Über- Hemingway, durch alle Sündenbabel der Welt nachgejagt.
Endlich stellt er den Nobelpreisträger in einem Luxushotel. Mit buchhalterischer Akribie hält er ihm vor, alle in seinen Romanen vorkommenden Morde seien nicht erfunden - dafür reiche seine Phantasie nicht aus - , und beweist ihm, dass er sie selbst begangen habe.
Der Nachweis bleibt für den Laien - Detektiv nicht ohne Folgen …
Friedrich Dürrenmatt, am 5.1.1921 geboren, Schweizer Dramatiker, Erzähler, Essayist, Drehbuch- und Hörspielautor, erlangte Weltruhm vor allem mit seinen Theaterstücken (u. a. „Der Besuch der alten Dame“, 1956; „Die Physiker“).
Für das Hörspiel „Die Panne“ erhielt er 1956 den „Hörspielpreis der Kriegsblinden“, für „Abendstunde im Spätherbst“ den Prix Italia 1958. 1990 gestorben.

Dienstag 09.02.2010 20:00 Uhr : Berliner Kriminal Theater

DER BESUCH DER ALTEN DAME | Maxim Gorki Theater Berlin | Februar 2010

Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden
Premiere am 12. Dezember 2009 im Staatsschauspiel Dresden
Berliner Premiere am 9. Januar 2010 im MGT Berlin

Diese Stadt ist stolz: auf ihre Geschichte, die Baudenkmäler und darauf, dass durch ein Aufbegehren der Bürger der Weg zur Demokratie frei wurde. Nur ökonomisch läuft der Laden nicht: Die Fabriken sind geschlossen, es fehlt an allem.
In dieser Situation zwischen Euphorie und Enttäuschung feiert man den Besuch eines prominenten Gastes: Clara, die vor 30 Jahren die Stadt als 17jährige verlassen hat, kehrt in ihre Heimat zurück. Inzwischen ist sie ein gefeierter Weltstar geworden.
Den erwartungsvollen Bürgern stellt sie ein unglaubliches Geschenk in Aussicht: eine Milliarde, verteilt auf alle. Doch die Stiftung ist an eine Bedingung geknüpft. Für ihr Geld will Clara Gerechtigkeit“.
Der Kaufmann Alfred Ill, der sie damals geschwängert und dann verlassen hat, soll sterben. Die Bürger der Stadt werden auf eine harte Probe gestellt: Reicht ihr Widerstandsgeist, auf den sie so stolz sind, um einer Versuchung, wie dieser zu widerstehen?
In seiner Bearbeitung wendet Armin Petras Friedrich Dürrenmatts dramatisches Experiment über die ökonomischen Grenzen des moralischen Diskurses auf die historische Situation nach der Wende von 1989 an.
Eine Stadt im Konflikt der Werte: Die Verletzlichkeit des Lebens, die Ungesichertheit der politischen Kategorien und der Magnetismus des Geldes stehen gegeneinander. Einer wird verlieren.

Sonntag 07.02.2010 18:00 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin
Dienstag 23.02.2010 19:30 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin

DAS VERSPRECHEN | Maxim Gorki Theater Berlin | 25.01.2010

Schon fast auf dem Weg in einen ruhigen Lebensabend als Polizeiberater in Jordanien lässt sich Hauptkommissar Gerd Schwarz ein letztes Mal auf die Ermittlung in einem Mordfall ein. Im Wald ist ein kleines Mädchen getötet aufgefunden worden. Die Spuren deuten auf ein Sexualverbrechen hin. Der mutmaßliche Täter ist schnell ausgemacht. Ein ehrgeiziger Kommissar kann aus ihm ein Geständnis herauspressen. Dann bringt sich der vermeintliche Täter um. Damit könnte der Fall als abgeschlossen gelten.
Schwarz aber lässt die Geschichte keine Ruhe. Der Mutter des ermordeten Mädchens gibt er das Versprechen, den wahren Täter zu finden und setzt alles daran, sein Wort zu halten.
Als Privatmann kauft er in der Nähe des Tatorts eine Tankstelle und legt sich auf die Lauer. Jetzt braucht er nur noch einen Köder. Und den findet er in Chrissi, der Tochter ausgerechnet der Frau, die ihn liebt. Und tatsächlich: Unbemerkt für Schwarz lockt das kleine Mädchen den Täter gefährlich nahe zu sich heran. Doch nicht nur das bleibt ihm verborgen. Unmerklich hat sich die Grenze zwischen Gut und Böse verschoben. Längst ist nicht mehr bestimmbar, welche moralischen Kategorien Schwarz’ Handeln zu Grunde liegen.
Friedrich Dürrenmatt schrieb 1957 das Drehbuch zu dem berühmten Krimi „Es geschah am hellichten Tag“, der mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe verfilmt wurde. Für den Film musste sich Dürrenmatt der Auffassung der Kinoproduzenten beugen, dass ein Krimi, bei dem der Täter nicht gefasst wird, undenkbar sei. In seinem später verfassten Roman „Das Versprechen“ korrigierte er den Filmschluss. Im Untertitel nannte er das Buch „Requiem auf einen Kriminalroman“.
Armin Petras erzählt den Stoff aus einer neuen Perspektive. Nicht – wie bei Dürrenmatt – aus der Sicht des Hauptkommissars, sondern rückblickend mit den Augen des inzwischen erwachsen gewordenen Mädchens.

Montag 25.01.2010 19:30 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin

DER BESUCH DER ALTEN DAME | Maxim Gorki Theater Berlin | Termine im Januar 2010

Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden Premiere am 12. Dezember 2009 im Staatsschauspiel Dresden
Berliner Premiere am 9. Januar 2010 im MGT Berlin

Güllen ist hoch verschuldet. Die Fabriken, die das Städtchen einmal reich gemacht haben, sind seit langem geschlossen. Nun klammern sich seine Bewohner verzweifelt an die letzte große Hoffnung: den Besuch von Claire Zachanassian, die in ihrer Jugend selbst in Güllen lebte und durch das Erbe ihres ersten Mannes, eines armenischen Ölscheichs, zur Milliardärin avanciert ist.

Ihre Jugendliebe Alfred Ill soll die alte Dame bei ihrem Besuch begleiten, unterhalten und in Spendierlaune bringen.
Daran, dass der junge Ill seine „Kläri“, als diese von ihm schwanger wurde, verlassen und sie durch eine Falschaussage der gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt hatte, scheint sich niemand mehr zu erinnern.

Nur Claire Zachanassian selbst hat die Schmach nicht vergessen. Sie knüpft an die Aussicht einer Millionenspende die Forderung nach der Hinrichtung von Alfred und reißt damit die Güllener in den Konflikt zwischen moralischen Ansprüchen und finanziellen Verlockungen.

Friedrich Dürrenmatts Parabel ist ein dramatischer Laborversuch über die Haltbarkeit moralischer Grundsätze. Das Leben des Einzelnen steht der Ökonomie der Gruppe gegenüber. In diesem Spannungsfeld vergeht Zeit, passiert Geschichte, wird Politik realisiert.

Samstag 09.01.2010 19:30 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin
Freitag 29.01.2010 19:30 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin

DAS VERSPRECHEN | Maxim Gorki Theater Berlin | 04.12.2009

Berliner Premiere am 14. Oktober 2006 im Maxim Gorki Theater Berlin

Schon fast auf dem Weg in einen ruhigen Lebensabend als Polizeiberater in Jordanien lässt sich Hauptkommissar Gerd Schwarz ein letztes Mal auf die Ermittlung in einem Mordfall ein. Im Wald ist ein kleines Mädchen getötet aufgefunden worden. Die Spuren deuten auf ein Sexualverbrechen hin. Der mutmaßliche Täter ist schnell ausgemacht. Ein ehrgeiziger Kommissar kann aus ihm ein Geständnis herauspressen. Dann bringt sich der vermeintliche Täter um. Damit könnte der Fall als abgeschlossen gelten.
Schwarz aber lässt die Geschichte keine Ruhe. Der Mutter des ermordeten Mädchens gibt er das Versprechen, den wahren Täter zu finden und setzt alles daran, sein Wort zu halten.
Als Privatmann kauft er in der Nähe des Tatorts eine Tankstelle und legt sich auf die Lauer. Jetzt braucht er nur noch einen Köder. Und den findet er in Chrissi, der Tochter ausgerechnet der Frau, die ihn liebt. Und tatsächlich: Unbemerkt für Schwarz lockt das kleine Mädchen den Täter gefährlich nahe zu sich heran. Doch nicht nur das bleibt ihm verborgen. Unmerklich hat sich die Grenze zwischen Gut und Böse verschoben. Längst ist nicht mehr bestimmbar, welche moralischen Kategorien Schwarz’ Handeln zu Grunde liegen.
Friedrich Dürrenmatt schrieb 1957 das Drehbuch zu dem berühmten Krimi „Es geschah am hellichten Tag“, der mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe verfilmt wurde. Für den Film musste sich Dürrenmatt der Auffassung der Kinoproduzenten beugen, dass ein Krimi, bei dem der Täter nicht gefasst wird, undenkbar sei. In seinem später verfassten Roman „Das Versprechen“ korrigierte er den Filmschluss. Im Untertitel nannte er das Buch „Requiem auf einen Kriminalroman“.
Armin Petras erzählt den Stoff aus einer neuen Perspektive. Nicht – wie bei Dürrenmatt – aus der Sicht des Hauptkommissars, sondern rückblickend mit den Augen des inzwischen erwachsen gewordenen Mädchens.

Freitag 04.12.2009 19:30 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin

Abendstunde im Spätherbst | Berliner Kriminal Theater

November 23, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
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Abendstunde im Spätherbst | Berliner Kriminal Theater | Termin im Dezember 2009

Ein spannender Plot über Faszination und Verantwortlichkeit des Schriftstellers. Dürrenmatts mehrfach ausgezeichnetes Hörspiel in einer Fassung für das Theater.
Ein neugieriger Spießbürger ist dem weltberühmten Kriminalschriftsteller Korbes, einem kraftmeierischen Über- Hemingway, durch alle Sündenbabel der Welt nachgejagt. Endlich stellt er den Nobelpreisträger in einem Luxushotel. Mit buchhalterischer Akribie hält er ihm vor, alle in seinen Romanen vorkommenden Morde seien nicht erfunden - dafür reiche seine Phantasie nicht aus - , und beweist ihm, dass er sie selbst begangen habe. Der Nachweis bleibt für den Laien - Detektiv nicht ohne Folgen …
Friedrich Dürrenmatt, am 5.1.1921 geboren, Schweizer Dramatiker, Erzähler, Essayist, Drehbuch- und Hörspielautor, erlangte Weltruhm vor allem mit seinen Theaterstücken (u. a. „Der Besuch der alten Dame“, 1956; „Die Physiker“).
Für das Hörspiel „Die Panne“ erhielt er 1956 den „Hörspielpreis der Kriegsblinden“, für „Abendstunde im Spätherbst“ den Prix Italia 1958. 1990 gestorben.

Mittwoch 09.12.2009 20:00 Uhr : Berliner Kriminal Theater

Abendstunde im Spätherbst im Berliner Kriminal Theater

August 26, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
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Abendstunde im Spätherbst

Ein spannender Plot über Faszination und Verantwortlichkeit des Schriftstellers.
Dürrenmatts mehrfach ausgezeichnetes Hörspiel in einer Fassung für das Theater. Ein neugieriger Spießbürger ist dem weltberühmten Kriminalschriftsteller Korbes, einem kraftmeierischen Über- Hemingway, durch alle Sündenbabel der Welt nachgejagt.
Endlich stellt er den Nobelpreisträger in einem Luxushotel. Mit buchhalterischer Akribie hält er ihm vor, alle in seinen Romanen vorkommenden Morde seien nicht erfunden - dafür reiche seine Phantasie nicht aus - , und beweist ihm, dass er sie selbst begangen habe.
Der Nachweis bleibt für den Laien - Detektiv nicht ohne Folgen … Friedrich Dürrenmatt, am 5.1.1921 geboren, Schweizer Dramatiker, Erzähler, Essayist, Drehbuch- und Hörspielautor, erlangte Weltruhm vor allem mit seinen Theaterstücken (u. a. „Der Besuch der alten Dame“, 1956; „Die Physiker“). Für das Hörspiel „Die Panne“ erhielt er 1956 den „Hörspielpreis der Kriegsblinden“, für „Abendstunde im Spätherbst“ den Prix Italia 1958. 1990 gestorben.

Montag 14.09.2009
20:00 Uhr
Abendstunde im Spätherbst
Berliner Kriminal Theater