Alice Springs - Retrospektive von June Newton - im Museum für Fotografie | Helmut Newton Stiftung
July 2, 2010 von Berliner Kulturredaktion
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Mit der Ausstellung ‘Alice Springs’ präsentiert die Berliner Helmut Newton Stiftung die weltweit erste Retrospektive von June Newton.
Unter dem Pseudonym Alice Springs hatte diese im Jahr 1970 begonnen, ein eigenständiges photographisches Werk aufzubauen, welches seit 2005 regelmäßig in wechselnden Ausstellungen der Helmut Newton Stiftung in ‘June´s Room’ zu sehen war.
Die jetzige Werkschau in Berlin erlaubt einen umfassenden Blick auf das vier Dekaden umspannende Gesamtwerk; gezeigt werden Werbe- und Modebilder sowie Aktphotographien und Porträts.
Am Anfang des eigenen OEuvres stand eine Grippe ihres Mannes. June Newton ließ sich von ihm die Handhabung von Kamera und Belichtungsmesser erklären und photographierte 1970 in Paris anstelle des eigentlich gebuchten
Helmut Newton ein Werbebild für die französische Zigarettenmarke Gitanes.
Das Porträt des rauchenden Models war der Startschuss für eine neue Karriere. Anfang der 1970er Jahre photographierte Alice Springs mehrere Kampagnen für den französischen Haarstylisten Jean Louis David; die
Werbebilder erschienen – unter Nennung ihres Künstlernamens – als ganzseitige Anzeigen in renommierten Modezeitschriften.
Und 1974 war das erste Alice-Springs-Motiv auf dem Cover der französischen Elle zu sehen.
Ab Mitte der siebziger Jahre kamen zahlreiche Porträtaufträge hinzu, und so entstanden teilweise ikonische Aufnahmen.
Die Liste der von Alice Springs porträtierten Künstler, Schauspieler und Musiker liest sich wie ein who’s who
der internationalen Kulturszene aus den vergangenen vierzig Jahren diesseits und jenseits des Atlantik.
Manche Aufnahmen sind im Auftrag für Zeitschriften zwischen Paris und Los Angeles entstanden, andere aus freiem Antrieb. Alice Springs dokumentiert nicht allein das Aussehen der Prominenten oder der namenlosen Zeitgenossen, sondern fängt deren Ausstrahlung, mitunter deren Aura ein. Ihren Blick für und auf die Menschen konzentriert sie meist auf deren Gesichter; zuweilen fasst sie sie im engen Bildausschnitt als Brust oder Dreiviertelporträt, dann bekommen auch die Hände eine besondere Bedeutung.
Möglicherweise hilft ihr die tiefe Kenntnis des Schauspiels,gleichzeitig auf und hinter die Fassade des Menschlichen zu schauen. Das gilt insbesondere für ihre Doppelporträts, in denen die Interaktion der
Protagonisten – wie auf einer Bühne – geradezu inszeniert ist.
Wir entdecken in den Bildern eine gewisse Vertrautheit, vermeintlich zumindest; tatsächlich schwanken sie zwischen Distanz und Nähe. Es begegnet uns in ihren subtilen Porträts ebenso die eitle Pose oder ein
natürliches Selbstbewusstsein wie der schüchterne Blick. Dramatische Posen sind selten, und der Arbeitsprozess wird auch nicht von großen Gesten der Photographin begleitet.
Ihre Bildnisse werden zu visuellen Kommentaren, zu Interpretationen der Dargestellten.
Zur Ausstellung erscheint eine dreisprachige Publikation im TASCHEN-Verlag.
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 22 Uhr
Eintrittspreise: 8,- EUR ermäßigt 4,- EUR
Ausstellung
‘Alice Springs’
12. Juni 2010 bis auf Weiteres.
Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin-Charlottenburg
Weitere Informationen: www.helmutnewton.com
Ausstellung - Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009 im Automobil Forum Unter den Linden bis 21.03.2010
February 5, 2010 von Berliner Kulturredaktion
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Die Siegerfotos des Wettbewerbs „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009
91 Naturfotografien des Jahres 2009 aus 29 Ländern werden im Berliner Automobil Forum Unter den Linden gezeigt. Profi- und Amateurfotografen nahmen an diesem Wettbewerb, der seit 2001 von der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) ausgeschrieben wird, teil.
Faszinierende Aufnahmen zeigen beeindruckend Landschaften und Tiere.
Der Eintritt ist frei.
„Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009“
15. Januar bis 21. März 2010
Automobil Forum Unter den Linden
Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße),
10117 Berlin
Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 09:00 bis 20:00 Uhr,
Sa. u. So. 10:00 bis 18:00 Uhr.
Achtung:
Am 18. Februar 2010 schließt die Ausstellung „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009“
bereits um 16:00 Uhr.
Ausstellung | F.C. Gundlach. Das fotografische Werk | bis zum 14.03.2010 im Martin-Gropius-Bau
January 4, 2010 von Berliner Kulturredaktion
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F.C. Gundlach. Das fotografische Werk - Eine Ausstellung der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg in Kooperation mit dem Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg.
Der Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert mit der Ausstellung „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ die Retrospektive des fotografischen Lebenswerkes eines der bedeutendsten Modefotografen, der über vier Jahrzehnte für die wichtigsten Magazine und Publikationen in Deutschland arbeitete. F.C. Gundlach vermochte wie kein anderer Modefotograf den Zeitgeist einzufangen und ihn als Indikator für gesellschaftliche Veränderungen einzusetzen. Neben vielen bekannten Bildern zeigt die bisher umfangreichste Präsentation mit rund 350 Exponaten auch viele unbekannte Facetten des Werkes von F.C. Gundlach.
Bereits als Zehnjähriger hatte Gundlach (geboren 1926 in Heinebach/Hessen) seine Affinität zur und Passion für die Fotografie entdeckt. Eine eigene Dunkelkammer und Agfa Box folgten im Jahr 1938. Durch den Militärdienst sowie die Wirren des Zweiten Weltkriegs unterbrochen, nahm er erst ab 1947 die Beschäftigung mit dem Medium wieder auf und ließ sich bis 1949 zum Fotografen ausbilden.
Schnell entschied sich F.C. Gundlach für eine Spezialisierung auf Modefotografie und avancierte durch Arbeiten für Zeitschriften wie etwa Film und Frau oder Brigitte in kürzester Zeit zu einem der renommiertesten „Fashion Photographer“. Dabei war es nicht nur die Mode selbst, die er immer perfekt ins rechte Licht zu setzen vermochte, sondern auch die Posen und Gesten der Models in Kombination mit ausgefallenen Requisiten und mythischen Orten.
So führten ihn seine Modeproduktionen sowohl nach Paris und New York als auch nach Ägypten und Marokko. Diese Fotografien - vielfach gedruckt - sind zu Schlüsselmotiven in seinem Werk geworden; einem Werk, dessen Modebilder den Geist der jeweiligen Zeit reflektierten und visualisierten und den von morgen antizipierten. Auf diese Art und Weise hat F.C. Gundlach über 40 Jahre selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben.
Dieter Borsche, Ruth Leuwerik, Maria Schell, Jean-Luc Godard, Nadja Tiller, Romy Schneider, Horst Buchholz und viele andere:
F.C. Gundlach fotografierte die führenden Darsteller und Regisseure des westdeutschen und des internationalen Films und war auf Filmbällen und Preisverleihungen präsent. Er fotografierte „Homestories“ und arbeitete für Verleihfirmen.
Neben den klassischen Modefotografien werden im Rahmen der großen Werkschau im Martin- Gropius-Bau auch diese Star-Porträts F.C. Gundlachs und einige seiner beeindruckenden Reise-Reportagen zu sehen sein, die ab den 1950er Jahren in Ländern wie Argentinien, Brasilien, Japan, Kambodscha und Thailand entstanden sind. Desweiteren wird F.C. Gundlachs Zeitschriftenarbeit, insbesondere für Film und Frau (1951-1966) und Brigitte (1963- 1986), erstmals in diesem Umfang dargestellt.
Seine Fotografien werden im Kontext einer reichhaltigen Auswahl von Doppelseiten und zahlreichen Titelblättern gezeigt.
Ein besonderer Fokus wird jedoch auf die Stadt Berlin selbst gelegt, denn mit der historischen Bedeutung Berlins als internationale Mode-Metropole war Berlin für F.C. Gundlach neben Paris der wichtigste Arbeitsort und diente als Motiv und Inspiration. Die Ausstellung
nimmt diesen roten Faden in ihrer Bildführung auf und führt den Betrachter an die schönsten Orte der Stadt.
Die Kuratoren Klaus Honnef, Hans-Michael Koetzle, Sebastian Lux und Ulrich Rüter erlauben als Ergebnis mehrjähriger Recherchen einen neuen Blick auf das fotografische OEuvre F.C. Gundlachs: seine Wurzeln im Bildjournalismus, das Spezifische seiner Bild-Ästhetik,
sein Denken in Serien und Sequenzen, seine narrativen Ansätze. Die Schau berührt gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse und Entwicklungen über mehrere Jahrzehnte hinweg.
In einem 40-minütigen, speziell für diese Ausstellung vom Filmemacher Reiner Holzemer produzierten Interview kommentiert
F.C. Gundlach seine Arbeitsweise selbst.
„Mode ist immer ein Ausdruck von Zeitgeist, vielleicht sogar der beste Indikator“ (Zitat F.C. Gundlach), und ganz in diesem Sinne lädt diese Retrospektive den Besucher ein, die Entwicklung der Mode, ihrer Ästhetik als auch den ganz eigenen Blick dieses großen Fotografen durch die letzten 40 Jahre hindurch Revue passieren zu lassen.
Ausstellung
F.C. Gundlach. Das fotografische Werk
Martin-Gropius-Bau Berlin
20. November 2009 bis 14. März 2010
Öffnungszeiten:
Mittwoch - Montag 10:00 Uhr – 20:00 Uhr, Dienstag geschlossen
grüezie Berlin - zeitgenössische Kunst aus der Schweiz in Berlin
September 28, 2009 von Berliner Kulturredaktion
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13 Eidgenössische Künstler präsentieren ihre zeitgenössische Kunst in Berlin.
Mit Werken in Malerei-Fotografie-Skulpturen
Museum Kesselhaus,
Herzbergstrasse 79 (Haus 29)
10362 Berlin Lichtenberg
Vernissage 09.10.09 ab 19 Uhr mit Apéro und Musik
Ausstellung
vom 09.10.-20.12.09
Öffnungszeiten >grüezie Berlin<
Dienstag 14.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag 14.00 - 18.00 Uhr
jeden 2. Sonntag des Monats 14.00 - 17.00 Uhr
www.brotloskunsthappening.ch www.museumkesselhaus.de
Ausstellung - Übergangsgesellschaft - in der Akademie der Künste am Pariser Platz
August 12, 2009 von Berliner Kulturredaktion
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In der Ausstellung Übergangsgesellschaft Porträts und Szenen 1980-1990 sind Foto- und Filmarbeiten zu sehen, die in den 80er Jahren in der DDR entstanden sind.
Bei der Auswahl ging es nicht zuerst um das Ereignis des Mauerfalls, die ihm vorangegangenen Demonstrationen oder um eine Dokumentation der Bürgerbewegung. Im Mittelpunkt stehen die tiefgreifenden atmosphärischen und politischen Veränderungen der 1980er Jahre, die die ideologisch geprägten Bildformeln im Osten aufgebrochen haben und mit denen viele Künstler zu einer neuen Subjektivität vordrangen. Durch sie – so eine These der Ausstellung – wurden erst die Voraussetzungen für einen zivilen Widerstand gegen die Normen des Systems und seine ästhetischen Ausprägungen geschaffen. Somit erzählt die
Ausstellung am Pariser Platz keine „Heldengeschichte“, vielmehr zeigt sie ein differenziertes Bild einer gesellschaftlichen Situation, die keinen anderen Ausweg hatte, als den der Selbstaufhebung.
Zu sehen sind Arbeiten von Kurt Buchwald, Ulrich Burchert, Christiane Eisler, Angela Fensch, Arno Fischer, Thomas Florschuetz, Frank Gaudlitz, Thomas Heise, Matthias Leupold, Sven Marquardt, Roger Melis, Dietrich Oltmanns, Helga Paris, Rudolf Schäfer, Erasmus Schröter, Gundula Schulze-Eldowy, Maria Sewcz, Karin Wieckhorst und Ulrich Wüst.
Als Prolog stimmen Plakate und Postkarten von Manfred Butzmann, Lutz Dammbeck und Joseph W. Huber auf die Ausstellung ein, die von Matthias Flügge (Fotografie) und Thomas Heise (Film) eingerichtet wurde. In einem separaten Kinokabinett werden zudem Filme zur Zeit von Mitgliedern der Akademie gezeigt.
Über die Ausstellung hinausgehend sind in Vitrinenpräsentationen Szenenfotos und Dokumente zum
Theater in der Wende sowie zu Rolf Hochhuths Theaterstück Wessis in Weimar zu sehen. Eineinteraktive Präsentation beleuchtet den Vereinigungsprozess der ehemals geteilten Akademie zwischen 1989 und 1993.
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag
11:00 Uhr - 20:00 Uhr
Eintritt:
5,00 €
3,00 € ermäßigt
Am 1. Sonntag im Monat - Eintritt frei!
Ausstellung
Übergangsgesellschaft
Porträts und Szenen 1980-1990
bis 11. Oktober 2009
Akademie der Künste
Pariser Platz 1
10117 Berlin
Talents 15 . In unserer Zeit
August 11, 2009 von Berliner Kulturredaktion
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Die Orte scheinen bekannt, die Menschen vertraut, die Situationen alltäglich. Normalität ist abgebildet;
so normal, dass sie beunruhigt. Wo und wann sind die Fotografien entstanden? Wer sind die abgebildeten
Menschen? Auf welche Weise sind die Bilder inhaltlich verbunden? Mit der Suche nach erklärenden
Details lässt sich in den Fotografien von Anne Lass jedoch weder Bedeutung und Identität noch
Relation und Geschichte präzisieren oder dechiffrieren. Es sind Abbildungen entindividualisierter
Menschen an Orten ohne Historie – Dokumente der Orientierungslosigkeit und Austauschbarkeit.
Dieses gekonnte Spiel mit dem Fehlen von Referenzen und der Anonymität macht die Fotografien von
Anne Lass so faszinierend. Geographisch-spezifische Plätze spielen innerhalb der Fotoserie eine untergeordnete
Rolle, der tatsächliche Entstehungsort verliert an Bedeutung. Ebenso dessen Protagonisten,
die weder auf eine eindeutige Altersgruppe, noch auf ein bestimmtes Milieu oder Land verweisen.
Stattdessen werden beim Betrachter die Bilder seines eigenen visuellen Gedächnisses geweckt. Es findet
eine Überlagerung und Verschmelzung der Fotografien mit der eigenen Realität, Vorstellung und
eigenen Erlebnissen statt. Das konkrete Bild fungiert als Prothese, als Stütze für unsere Erinnerung.
Selbst die präszisen Ortszuschreibungen können den Prozess der freien Assoziation nicht aufhalten.
Hohe Kontraste, klare Bildstruktur, zurückhaltende und fast kühl neutralisierende Farbigkeit – Anne Lass’
Fotografien wirken weniger zufällig als sorgfältig geplant und durchkomponiert. Dennoch entstehen sie
aus einer „Bresson’schen“ Spontaneität heraus. Das Geschehen ist meist in der Bildmitte konzentriert.
Es entsteht der Eindruck, als seien die Menschen Akteure, und der räumliche Rahmen habe lediglich die
Funktion einer Kulisse. So thematisiert auch die zwischen Dokumentation und Inszenierung osszillierende
Bildsprache die Entfremdung des Menschen von der Natur durch Urbanisierung – ein grundlegender
inhaltlicher Aspekt der fotografischen Arbeit von Anne Lass.
Anne Lass, geboren 1978, studierte Kommunikationsdesign an der Universität Duisburg-Essen
(Folkwang Hochschule) – unter anderem Dokumentarfotografie bei Jörg Sasse. 2003 absolvierte sie ein
Auslandssemester an der Universität für Angewandte Kunst in Budapest. Zahlreiche Reisen führten sie in
die USA und nach Australien. Seit 2004 werden ihre Fotografien regelmäßig in Einzel- und Gruppen-ausstellungen
gezeigt, wie etwa in Köln, Düsseldorf, Mailand, Istanbul und den USA. Mit ihren Foto-grafien
hat sie Preise wie den Canon Profifoto Förderpreis (2008) oder den Epson Art Photo Award (2005 und
2006) gewonnen. Sie ist Co-Initiatorin des Kunstprojekts „Weißer Salon“. Anne Lass lebt in Berlin.
Katja Melzer, geboren 1982, studierte Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und BWL an der
Humboldt-Universität zu Berlin. Parallel dazu arbeitete sie fünf Jahre lang als Assistentin im
KunstBüroBerlin. 2006 verbrachte sie neun Monate mit einem ERASMUS-Stipendium an der ELTEUniversität
Budapest. Dort realisierte sie gemeinsam mit anderen Kunsthistorikern aus Berlin und
Budapest das Ausstellungsprojekt „24perc-24Minuten“. Nach dem Magisterabschluss zog sie nach
Budapest und ist dort seit Januar 2009 als DAAD-Stipendiatin am Ludwig Museum tätig. Mit dem
Berliner Fotografen Oliver Schmidt arbeitet sie zur Zeit an einem Fotobuch.
Seit 2006 präsentiert der C/O’s e.V. angehende Fotografen wie auch Kunstkritiker, die sich an der
Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf befinden. Talents führt die Nachwuchsförderung von Bild und
Text in einem Programm zusammen. Damit ist Talents in Europa einzigartig und konkurrenzlos. In repräsentativen
Arbeitsserien zeigen die Künstler ihre Sicht auf den Menschen als physisches Individuum
ebenso wie als sozial-gesellschaftliches Wesen. Fotografien des Menschen und sein Porträt standen
immer im Fokus des Mediums, vor allem da hier gesellschaftlich relevante und künstlerisch ästhetische
Themenbereiche kulminieren.
Begleitet wird jede Einzelausstellung von einer Publikation, in der Bild und Text einen Dialog eingehen:
Die Talente präsentieren sich und ihre Projekte einem breiten Publikum, stellen ihre Arbeiten zur Diskussion
und schaffen sich so ein öffentliches Forum. Für die sechs- bis zehnwöchigen Ausstellungsetappen
steht ein 120qm großer Raum in den Räumlichkeiten von C/O Berlin im ehemaligen kaiserlichen
Postfuhramt in Berlin-Mitte zur Verfügung: Ein Experimentierraum für junge internationale Gegenwartsfotografie
und Kunstkritik.
Ausstellungsdauer 13. Juni bis zum 11. August 2009
Veranstalter C/O’s e.V.
Ort C/O Berlin . Oranienburger Straße / Tucholskystraße . 10117 Berlin
Öffnungszeiten täglich . 11 bis 20 Uhr
IN GRENZEN FREI - Mode, Fotografie, Underground in der DDR 1979-89
July 31, 2009 von Berliner Kulturredaktion
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Wie viel Traum braucht der Einzelne, wie viel Traum braucht die Gesellschaft? Das Kunstgewerbemuseum und die Produktionsfirma
SUBstitut zeigen in einer ersten Retrospektive Fotografie, Mode und Underground in der DDR von 1979 bis 89.Mit dieser Ausstellung will das Kunstgewerbemuseum 20 Jahre nach dem Fall der Mauer jenen Künstlern, Modedesignern und Fotografen eine Referenz erweisen, die sich durch ihre Kreativität die Freiheit nahmen ihre Individualität auszudrücken. Sie exponierten sich, gingen provokant
in die Öffentlichkeit und demonstrierten eigene Positionen. Es ist das jahrelange Aufbegehren, das auch in den Widerstand und die
Abweichung durch einige Gegenkulturen mündete. Gruppen wie chic, charmant und dauerhaft, stattgespräch, Omelett
Surprise und Allerleirauh waren eine solche Gegenkultur und damit Teil eines Aufbruchs zum Durchbruch. Fotografisch in Szene gesetzt vor allem von Sibylle Bergemann und Sven Marquardt. Die Sehnsucht nach persönlicher Freiheit, nach Individualität, nach dem Andersaussehen, nach dem Anderssein, findet ihren Ausdruck vor allem in den phantasievollen Kostümen von Allerleirauh. Die Kleider sind nicht nur Unikate,sondern in ihren freien, künstlerischen Kompositionen der Materialien und Schnitte gleichsam Werke der Kunst.
Katalog und Ausstellung IN GRENZEN FREI präsentieren mit originalen Modellen eine erste Bestandsaufnahme der Mode-Subkultur in der DDR. Rund 150 Aufnahmen bedeutender Fotografen, die überwiegend für die Modezeitschrift Sibylle gearbeitet haben, dokumentieren die beiden Freiräume der Mode: Underground und Staatscouture.
Katalog und Ausstellung wären ohne die enge Zusammenarbeit mit den Fotografen Tina Bara, Hartmut Beil, Sibylle Bergemann, Michael
Biedowicz, Harald Hauswald, Jürgen Hohmuth, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt, Roger Melis, Helga Paris, Robert Paris und
Frieda von Wild nicht möglich gewesen. In atemberaubend kurzer Zeit ist aus einem Konzept von Henryk Gericke und Michael Boehlke, in Zusammenarbeit mit Grit Seymour und Frieda von Wild eine fulminante Ausstellung entstanden.
Im Kunstgewerbemuseum betreute Christine Waidenschlager, Leiterin der Mode- und Textilabteilung, das Projekt im Rahmen der Präsentation zeitgenössischer Positionen der Mode. Text: Dr. Angela Schönberger, Direktorin des Kunstgewerbemuseums
Katalog
Kerber Verlag
IN GRENZEN FREI Mode, Fotografie, Underground, DDR 1979-89
Museumspreis: 19.80 €, Buchhandelspreis: 28,90 €
Ausstellung
IN GRENZEN FREI
Mode, Fotografie, Underground in der DDR 1979-89
04.07. - 13.09.2009
Kunstgewerbemuseum - Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin
Ausstellung Thomas Demand - Neue Nationalgalerie
July 30, 2009 von Berliner Kulturredaktion
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Einzelausstellung von Thomas Demand in Berlin
Thomas Demand (geb. 1964 in München), einer der einflussreichsten und führenden Künstler unserer Zeit, wird in der Neuen Nationalgalerie ab September 2009 eine umfassende Einzelausstellung zeigen. Es ist die bislang größte Präsentation seines Werkes hierzulande, während ihm beispielsweise in London, New York und Zürich bereits umfängliche Ausstellungen gewidmet wurden. Die Ausstellung Nationalgalerie ist jedoch keine retrospektiv angelegte Überblicksschau, sondern widmet sich dezidiert einem Thema, vielleicht dem wichtigsten in Demands facettenreichem Werk: Deutschland. Somit ist auch der Zeitpunkt dieser Ausstellung nicht zufällig gewählt, sondern fällt mit den Jubiläen zweier grundlegender historischer Ereignisse in der deutschen Geschichte zusammen: der Gründung der Bundesrepublik Deutschland vor 60 Jahren und dem Mauerfall vor 20 Jahren.
Die rund 40 Arbeiten, darunter ganz neue und noch nie gezeigte Werke, beschäftigen sich mit gesellschaftlichen und geschichtlichen Ereignissen seit 1945 und deren unmittelbarer Vorgeschichte. Dabei nehmen die Bilder Demands aber nicht nur auf einschneidende politische und gesellschaftliche Begebenheiten Bezug oder auf wichtige, wiedererkennbare Schauplätze, sondern thematisieren auch das Private und Nebensächliche, das in gleichem Maße kaleidoskopischer und charakteristischer Teil einer bestimmten Zeit und
Gesellschaft ist. Zwar ist die Fotografie das Medium, in dem Thomas Demands Arbeiten erhalten bleiben und ausgestellt werden, doch geht seine Arbeitsweise über die Fotografie hinaus. In der Regel dienen ihm Bildvorlagen aus den Massenmedien als Ausgangspunkt für den Bau einer raumgreifenden Skulptur aus Papier und Pappe, die die zweidimensionale Abbildung in die Dreidimensionalität übersetzt. Diese (Re)konstruktion einer bestimmten räumlichen Situation wird dann wiederum mittels Großbildkamera und großer Sorgfalt zu einem zweidimensionalen Bild, bevor der Künstler die papierenen Skulpturen zerstört. In solch konzeptionellem Sinne arbeitet Thomas Demand also genauso skulptural wie fotografisch. Spezifische Spuren des abgebildeten Geschehens werden im dreidimensionalen, lebensgroßen Nachbau systematisch eliminiert, ebenso wie die auf den Ursprungsfotografien vorhandenen Menschen. Zurück bleiben Phantombilder von „Tatorten“ abwesender Ereignisse, die uns genauso bekannt erscheinen, wie sie oft ungreifbar bleiben. Die Arbeiten Thomas Demands werden durch zur Ausstellung entstandene Bildlegenden von Botho Strauß (geb. 1944 in Naumburg) begleitet. Doch handelt es sich nicht um Texte, die die Bilder erklären und ihre Dimensionen konkretisieren, sondern vielmehr weiter Schichtungen hinzufügen und durch ihre Eigenständigkeit neue Lesarten schaffen. Thomas Demands Werk lenkt unsere Aufmerksamkeit auf unser Rezeptionsverhalten gegenüber visuellen Medien und deren Einfluss auf die Strukturen unserer Erinnerung. Kondensiert und konzentriert sich das Erscheinungsbild einer Gesellschaft in einzelnen Schlüsselbildern? Wird es über solche Schlüsselbilder gespeichert und erinnert? Demands rekonstruktive Beschäftigung mit Bildern, die eine Bedeutung tragen oder zu
tragen scheinen, kreist auch um die bewusst wie unbewusst betriebene Selbstdarstellung einer Gesellschaft und ihre Veränderungen. Kaum ein Ort könnte für eine Ausstellung, die uns ein Panorama einer nationenbezogenen Ausstellungsort Geschichte vor Augen führt, passender sein als die große Glashalle der Neuen Nationalgalerie Mies van der Rohes.
Ausstellung
Thomas Demand
18. September 2009 - 17. Januar 2010
Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin
Eine Frau mit Kamera: Liselotte Grschebina
April 14, 2009 von Berliner Kulturredaktion
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Die Ausstellung, Eine Frau mit Kamera: Liselotte Grschebina. Deutschland 1908 – Israel 1994, wird vom 5. April bis 28. Juni 2009 im Martin-Gropius-Bau gezeigt.
Die erste Retrospektive der Künstlerin Liselotte Grschebina zeigt 100 Fotografien, die von 1929 bis in die 60er Jahre hinein aufgenommen wurden.
Beni Gjebin, der Sohn der Fotografin, entdeckte erst nach dem Tod seiner Mutter ihre Arbeiten. Er überließ sie der Fotoabteilung des Israel Museum in Jerusalem. Dort wurde die noch ungeordnete Sammlung wissenschaftlich überarbeitet.
Liselotte Grschebina wurde 1908 als Tochter eines jüdischen Kaufmanns geboren.
Sie studierte in Karlsruhe, unterrichtete nach ihrem Studium Werbefotografie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Im Jahre 1932 eröffnete sie ein Atelier, mit dem Schwerpunkt Kinderporträts und Werbefotografie. 1934 emigrierte sie nach Palästina. Gemeinsam mit Ellen Rosenberg eröffnete sie in Tel Aviv ein Atelier. Die Zusammenarbeit mit Ellen Rosenberg war für sie eine große Bereicherung. An der Gründung des ersten Fotografenverbandes im Lande war Liselotte Grschebina maßgeblich beteiligt. Sie starb 1994 im Alter von 86 Jahren in Tel Aviv.
Eine Frau mit Kamera: Liselotte Grschebina Ausstellung - 5. April - 28. Juni 2009 - Martin-Gropius-Bau
Öffnungszeiten
Täglich von 10:00 Uhr – 20:00 Uhr
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchner Straße 7
10963 Berlin
Weitere Infos www.museumsportal-berlin.de
Helmut Newton Museum
April 9, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Museum Berlin
Berlin gilt als Stadt des Wandels, das trifft auch für die Museumslandschaft zu, die in atemberaubendem Tempo wächst. In den vergangenen fünf Jahren sind neue Glanzlichter hinzugekommen. Neben der Berlinischen Galerie und dem Kunstgewerbemuseum in Köpenick gehört das Museum für Fotografie mit der Helmut Newton Stiftung dazu. Dieses präsentiert wechselnde Ausstellungen zu Leben und Werk Helmut Newtons, einem der bedeutendsten Mode- und Porträtfotografen des 20. Jahrhunderts, sowie Rauminstallationen zeitgenössischer Fotografen und Künstler.





