Der Rosenkavalier | Deutsche Oper Berlin | Februar 2010
January 30, 2010 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Deutsche Oper Berlin, Oper
Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg erwacht nach einer Nacht mit ihrem Geliebten, dem jungen Grafen Octavian von Rofrano. Doch die beiden werden durch Gepolter an der Tür in ihrer Versunkenheit gestört. In letzter Sekunde kann Octavian, als Kammerzofe Mariandl verkleidet, der Entdeckung entgehen. Baron Ochs von Lerchenau ist eingetreten und bittet die Marschallin, ihm für seine bevorstehende Hochzeit mit der bürgerlichen und reichen Sophie Faninal einen jungen Adligen zu empfehlen, der nach alter Sitte der Braut am Hochzeitstag eine silberne Rose überreichen solle.
Aus einer Laune heraus benennt sie Octavian, der inzwischen bei seinem Versuch, das Schlafzimmer zu verlassen, von Ochs gestellt wird. Dieser findet sofort Gefallen an der angeblichen Zofe. Nur mit Mühe kann sich »Mariandl« seiner Zudringlichkeiten erwehren.
Aber auch auf Sophie macht Octavian Eindruck. Bei der Überreichung der silbernen Rose können die beiden jungen Leute ihre Blicke nicht voneinander lassen. Als der Baron von Lerchenau eintrifft, um seine Braut in Augenschein zu nehmen, ist sie von seinen plumpen Manieren entsetzt und gesteht dem Grafen Rofrano ihre Liebe.
Natürlich hat der Baron nicht die Absicht, sich eine so gute Partie entgehen zu lassen und beharrt auf der Erfüllung des Ehevertrages. Octavian, als Mariandl verkleidet, lockt den Baron daraufhin in eine zwielichtige Kaschemme, um ihn mit tatkräftiger Unterstützung des Wirts in eine höchst kompromittierende Lage zu versetzen. Als nicht nur sein zukünftiger Schwiegervater mit Tochter, sondern auch die Feldmarschallin auf der turbulenten Szene erscheinen, sieht er sich bloßgestellt. Zähneknirschend willigt er ein, auf Sophie zu verzichten.
Auf der inzwischen leeren Bühne bleiben die Marschallin, Sophie und Octavian allein zurück. Octavian, hin- und hergerissen zwischen den beiden Frauen, ist verzweifelt. Doch die Gräfin Werdenberg hat längst erkannt, dass sie ihn verloren hat. Wehmütig, aber voller Güte, gibt sie ihn frei und geht leise fort. Octavian und Sophie fallen sich in die Arme. Der Weg in eine gemeinsame Zukunft liegt vor ihnen.
Eine musikalische Komödie aus dem Geiste Mozarts wollte Richard Strauss mit seiner Oper DER ROSENKAVALIER schaffen. Zusammen mit Hugo von Hofmannsthal gelang ihm ein Meisterwerk der Opernliteratur, das durch seine musikalisch-poetische Leichtigkeit und feinsinnige psychologische Charakterzeichnung bis heute zu den schönsten und zugleich anrührendsten Schöpfungen auf der Opernbühne zählt.
Zwischen Wiener Charme und dem Wissen um die unerbittlich verrinnende Zeit bewegt sich die Oper mit souveräner Leichtigkeit und entzieht sich dabei jeder vordergründigen Klassifizierung. Für Götz Friedrich bedeutet ihr sprichwörtlicher Anachronismus der Dreh- und Angelpunkt seiner Inszenierung, denn gerade dadurch rückt das Werk aus der Ecke der Historien-Oper heraus und stellt sich in die Tradition des Musiktheaters mit seiner ganz eigenen Ästhetik.
Nicht vergangenheitsselige Walzer-Nostalgie bestimmt das Geschehen auf der Bühne, sondern das raffiniert ausgearbeitete Miteinander von Personen, die in ihrer Unterworfenheit unter die Gesetze der Zeit, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs und angesichts des baldigen Zusammenbruchs der k. u. k. Monarchie, überraschend zeitlos wirken.
Dass Traum und Realität zuweilen ineinander übergehen und, wie Hofmannsthal es sich wünschte, »
ein halb imaginäres, halb reales Ganzes« bilden die Inszenierung trägt dem Rechnung in einem im Wortsinn wunderbaren Faschingsbild im dritten Akt , gehört ebenso zur Faszination der Oper wie die Strausssche Musik.
Ihr Nuancenreichtum und ihre delikate Farbigkeit bringen alle Facetten des Werkes zum Leuchten, um schließlich in dem großen Schluss-Terzett am Ende der Oper zum Ausdruck inniger Menschlichkeit zu werden: »Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein
«
»Wie Salonstück und Bauerntheater, Farce und große Philosophie über Leben und Liebe ineinander verwoben werden, das macht diese Inszenierung vom Tag ihrer Premiere an zu einem Klassiker
« [classic talk/Norbert Ely ]
| Sonntag | 28.02.2010 | 17:00 Uhr | : Deutsche Oper Berlin |
Der Rosenkavalier - Staatsoper Unter den Linden
September 9, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Staatsoper Berlin
Der Rosenkavalier - Text von Hugo von Hofmannsthal Musik von Richard Strauss
Komödie für Musik in drei Aufzügen
Philippe Jordan - Musikalische Leitung, Nicolas Brieger - Inszenierung, Raimund Bauer - Bühnenbild, Jochen Herzog - Kostüme, Detlef Steffen - Chöre
Die Komödie für Musik »Der Rosenkavalier« ist ein Werk mit dem Wiener Flair des 18. Jahrhunderts, der Zeit Maria Theresias, jedoch geschrieben aus der Perspektive der Jahre unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg.
Mit Begeisterung und Lust machten sich Strauss und Hofmannsthal ans Werk und schufen so eine der erfolgreichsten Opern überhaupt. Geschildert wird der Abschied von einer Epoche, eine Welt, in der sich mit den traditionellen gesellschaftlichen Verbindlichkeiten auch die Konventionen menschlicher Beziehungen auflösen.
Der sechzehnjährige Graf Octavian steht zwischen der lebens- und liebeserfahrenen Marschallin und der jungen Sophie, die zur Hebung des väterlichen Prestiges an den derb-brutalen Baron Ochs auf Lerchenau verheiratet werden soll.
Nicolas Briegers Inszenierung betont in Personenführung und Szenerie den Endzeitcharakter des Werkes. Die Bühnenrealität droht immer wieder ins Unwirkliche und Surreale umzukippen. Durch die Fassade des schönen Scheins dringen die Gefährdungen gleichsam durch die Hintertür in die Komödie.
Dauer: 4:35 h - 2 Pausen
Termine im September 2009:
Mittwoch 23.09.2009 18:30 Uhr Der Rosenkavalier Staatsoper Unter den Linden
Samstag 26.09.2009 18:30 Uhr Der Rosenkavalier Staatsoper Unter den Linden
Mittwoch 30.09.2009 18:30 Uhr Der Rosenkavalier Staatsoper Unter den Linden
Der Rosenkavalier - Komische Oper Berlin
April 5, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Komische Oper Berlin, Oper
Die Komische Oper Berlin feiert am 12. April 2009 die Wiederaufnahme der deutschsprachigen Oper Der Rosenkavalier. Die 1911 in der Dresdner Semperoper uraufgeführte Oper in drei Aufzügen, mit der Musik von Richard Strauss und dem Libretto von Hugo von Hoffmannsthal, wird in der Komischen Oper Berlin in der Inszenierung von Andreas Homoki gespielt.
Wiederaufnahme am 12. April 2009 - 18:00 Uhr
Der Rosenkavalier - Komische Oper Berlin
weitere Vorstellungen:
18. und 24. April 2009 - 18:00 Uhr Der Rosenkavalier - Komische Oper Berlin
10. und 21. Mai 2009 - 18:00 Uhr Der Rosenkavalier - Komische Oper Berlin
Der Rosenkavalier - Staatsoper Unter den Linden Berlin
February 9, 2009 von Berliner Kulturredaktion
Filed under Staatsoper Berlin
Der Rosenkavalier , eine Oper mit der Musik von Richard Strauss und der Erzählung von Hugo von Hofmannsthal, ist wohl eine der erfolgreichsten Opern. In der Inszenierung von Nicolas Brieger und unter der Mitwirkung der Staatskapelle Berlin ist Der Rosenkavalier mit seinem Wiener Charme an der Staatsoper Unter den Linden für das Berliner Publikum sicherlich ein musikalischer Genuss.
Termine 21./26. Februar , 01./07. März 2009 Staatsoper Unter den Linden





