DAS VERSPRECHEN | Maxim Gorki Theater Berlin | 04.02.2010

Schon fast auf dem Weg in einen ruhigen Lebensabend als Polizeiberater in Jordanien lässt sich Hauptkommissar Gerd Schwarz ein letztes Mal auf die Ermittlung in einem Mordfall ein.
Im Wald ist ein kleines Mädchen getötet aufgefunden worden. Die Spuren deuten auf ein Sexualverbrechen hin. Der mutmaßliche Täter ist schnell ausgemacht.
Ein ehrgeiziger Kommissar kann aus ihm ein Geständnis herauspressen. Dann bringt sich der vermeintliche Täter um. Damit könnte der Fall als abgeschlossen gelten.
Schwarz aber lässt die Geschichte keine Ruhe. Der Mutter des ermordeten Mädchens gibt er das Versprechen, den wahren Täter zu finden und setzt alles daran, sein Wort zu halten.
Als Privatmann kauft er in der Nähe des Tatorts eine Tankstelle und legt sich auf die Lauer. Jetzt braucht er nur noch einen Köder. Und den findet er in Chrissi, der Tochter ausgerechnet der Frau, die ihn liebt. Und tatsächlich: Unbemerkt für Schwarz lockt das kleine Mädchen den Täter gefährlich nahe zu sich heran. Doch nicht nur das bleibt ihm verborgen. Unmerklich hat sich die Grenze zwischen Gut und Böse verschoben. Längst ist nicht mehr bestimmbar, welche moralischen Kategorien Schwarz’ Handeln zu Grunde liegen.
Friedrich Dürrenmatt schrieb 1957 das Drehbuch zu dem berühmten Krimi „Es geschah am hellichten Tag“, der mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe verfilmt wurde.
Für den Film musste sich Dürrenmatt der Auffassung der Kinoproduzenten beugen, dass ein Krimi, bei dem der Täter nicht gefasst wird, undenkbar sei.
In seinem später verfassten Roman „Das Versprechen“ korrigierte er den Filmschluss. Im Untertitel nannte er das Buch „Requiem auf einen Kriminalroman“.
Armin Petras erzählt den Stoff aus einer neuen Perspektive. Nicht – wie bei Dürrenmatt – aus der Sicht des Hauptkommissars, sondern rückblickend mit den Augen des inzwischen erwachsen gewordenen Mädchens.

Donnerstag 04.02.2010 19:30 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin

DAS VERSPRECHEN | Maxim Gorki Theater Berlin | 25.01.2010

Schon fast auf dem Weg in einen ruhigen Lebensabend als Polizeiberater in Jordanien lässt sich Hauptkommissar Gerd Schwarz ein letztes Mal auf die Ermittlung in einem Mordfall ein. Im Wald ist ein kleines Mädchen getötet aufgefunden worden. Die Spuren deuten auf ein Sexualverbrechen hin. Der mutmaßliche Täter ist schnell ausgemacht. Ein ehrgeiziger Kommissar kann aus ihm ein Geständnis herauspressen. Dann bringt sich der vermeintliche Täter um. Damit könnte der Fall als abgeschlossen gelten.
Schwarz aber lässt die Geschichte keine Ruhe. Der Mutter des ermordeten Mädchens gibt er das Versprechen, den wahren Täter zu finden und setzt alles daran, sein Wort zu halten.
Als Privatmann kauft er in der Nähe des Tatorts eine Tankstelle und legt sich auf die Lauer. Jetzt braucht er nur noch einen Köder. Und den findet er in Chrissi, der Tochter ausgerechnet der Frau, die ihn liebt. Und tatsächlich: Unbemerkt für Schwarz lockt das kleine Mädchen den Täter gefährlich nahe zu sich heran. Doch nicht nur das bleibt ihm verborgen. Unmerklich hat sich die Grenze zwischen Gut und Böse verschoben. Längst ist nicht mehr bestimmbar, welche moralischen Kategorien Schwarz’ Handeln zu Grunde liegen.
Friedrich Dürrenmatt schrieb 1957 das Drehbuch zu dem berühmten Krimi „Es geschah am hellichten Tag“, der mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe verfilmt wurde. Für den Film musste sich Dürrenmatt der Auffassung der Kinoproduzenten beugen, dass ein Krimi, bei dem der Täter nicht gefasst wird, undenkbar sei. In seinem später verfassten Roman „Das Versprechen“ korrigierte er den Filmschluss. Im Untertitel nannte er das Buch „Requiem auf einen Kriminalroman“.
Armin Petras erzählt den Stoff aus einer neuen Perspektive. Nicht – wie bei Dürrenmatt – aus der Sicht des Hauptkommissars, sondern rückblickend mit den Augen des inzwischen erwachsen gewordenen Mädchens.

Montag 25.01.2010 19:30 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin

Maxim Gorki Theater

February 12, 2009 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Theater, das Theater

maxim-gorki-theater-aussenansichtAm Festungsgraben 2 in Berlin Mitte befindet sich das Maxim Gorki Theater. Es wurde 1825 – 1827 auf Anregung von K.F. Zelter, einem Freund Goethes, für die bereits 1792 gegründete Singakademie erbaut. Der ehemalige Konzertsaal mit einer großartigen Akustik war weltberühmt.
Das Maxim Gorki Theater wurde als Sprechtheater 1952 eröffnet. Maxim Vallentin war von 1952 – 1968 Intendant des Theaters und brachte in den ersten Jahren Stücke russischer und zeitgenössischer Autoren auf die Bühne. Regisseure wie Thomas Langhoff und Volker Braun arbeiteten während der Zeit des Intendanten Albert Hetterle, der das Maxim Gorki Theater durch die Wendezeit führte an dieser Bühne.
Der Theatermann Armin Petras ist seit der Spielzeit 2006/2007 Intendant und leitet das wohl kleinste Sprechtheater mit 440 Plätzen in der Tradition eines Ensembletheaters fort.
Anna Karenina von Leo Tolstoi; Der Zauberberg von Thomas Mann; Der Schimmelreiter von Theodor Storm; Glaube Liebe Hoffnung von Ödön Horvath; Das Versprechen von Friedrich Dürrenmatt und Tintenherz von Cornelia Funke geben nur einen kleinen Einblick in das Repertoire des Maxim Gorki Theaters.