Boxhagener Platz - ab dem 04.03.2010 im KINO

Boxhagener Platz | Kino | Berlinale 2010Matti Geschonnecks neuer Film “Boxhagener Platz” ist “Eine Liebeserklärung an die Stadt”, wie er selbst sagt. Gleichzeitig ist “Boxhagener Platz” eine Hommage an phantastische Schauspielgrößen aus Ost und West, wie Jürgen Vogel, Meret Becker, Michael Gwisdek und Horst Krause.

1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner BOXHAGENER PLATZ erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölfjähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch-Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit “revolutionären“ Geheimnissen Frauen rumkriegt.

Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt…

Hier geht´s zur Verlosung…

LUCKY TRIMMER am 27.02.2010

February 15, 2010 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Festivals, Tanz

LUCKY TRIMMER 2010 | Volksbühne im Prater

Wer einen Einstieg in die zeitgenössische Tanzszene sucht, der ist bei LUCKY TRIMMER genau richtig. Hier gibt´s an einem Abend einen Überblick über unterschiedliche Entwicklungen und Stile dieses spannenden Genres, den man sich sonst über Monate erarbeiten müsste. Dabei präsentiert sich das Programm bei aller Ernsthaftigkeit mit Leichtigkeit und Event-Fieber.

Die Tanz Performance Serie LUCKY TRIMMER gibt es seit 2004. Dieses Jahr ist sie erstmals zu Gast in der Volksbühne im Prater!

Aus ca. 200 Bewerbungen wurden 11 Choreografen aus dem In- und Ausland eingeladen, ihre aktuellen Arbeiten zu zeigen.
Einzige Spielregel: Die Stücke dürfen nicht länger als 10 Minuten dauern.
Die Bandbreite des Programms reicht von auffallend detaillierten Bewegungsstudien über physisch extrem anspruchsvolle Choreografien bis hin zur virtuos-elastischen Performance mit Breakdance-Anleihen. Daneben werden überdrehtes Tanztheater, sketchartige Einlagen mit deutlichen Bezügen zum Absurden Theater sowie eine Collage aus schmunzelnd-liebevollem Pina-Bausch-Zitat und elektro-akustischem Live-Act gezeigt. Die 8 Stücke werden in atemberaubender Frequenz sukzessive auf die Prater-Bühne gebracht und kreieren im Laufe des Abends ein performatives Gesamterlebnis. Unvorhersehbar, verstörend, großzügig und international.
MIT CHOREOGRAFIEN VON
Meytal Blanaru (ISR)
Olga Clavel & Miryam Mariblanca (E)
Caroline Finn (UK)
Séverine Lefèvre & Nathan Freyermuth (F)
The Mob & Frank Julie (DK)
Tomi Paasonen (FIN)
Rauf Yasit alias rubberlegz (D) und
Yaron Shamir (ISR).

NUR 2 TERMINE: 27. Februar 2010, 19 und 21 Uhr
ORT: Volksbühne im Prater | Kastanienallee 7-9, 10435 Berlin
TICKETS: 12 / 8 Euro | ticket@volksbuehne-berlin.de oder unter 030 240 65 777 (12-18h)

+++ AFTER SHOW PARTY mit Patrick Blasa ab 22:30 h +++


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DIE LIEBE UND VIKTOR

Die Liebe und ViktorDon Quichot für nur 10 000 Euro verfilmen? In Berlin ist alles möglich. Mit ROLF ZACHER als verrücktem, alten Ober-Quichot und SAMUEL FINZI ( DT, “Flemming” ZDF) als bescheuertem Psychiater. Die Very-Low-Budget-Filmkomödie DIE LIEBE UND VIKTOR. Made in Prenzlauer Berg. Exklusiv zu sehen in Prenzlauer Berg.

DIE LIEBE UND VIKTOR
JETZT IM SCHÖNSTEN KLEINEN KINO BERLINS
immer Mittwoch bis Samstag  21.30 Uhr

DAS FILMCAFE
Schliemannstraße 15 / Prenzlauer Berg
(Tel. 030-81 01 90 50)

Freikarten für  eine Vorstellung in der nächsten Woche können Sie hier gewinnen: zur Verlosung…

So geht´s zum FILMCAFE:

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GAYLE TUFTS - Everybody’s Showgirl im Admiralspalast Berlin

February 8, 2010 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Shows

Deutschlands beliebteste Amerikanerin brings Broadway back!

GAYLE TUFTS - Everybody’s Showgirl

Die Bühne ist schon immer ihr Zuhause. Nun endlich, pünktlich zum 50. Geburtstag, hat sie sich neu eingerichtet. Mit einem Flügel zum lasziven Räkeln, einem großen Bühnenbild und natürlich auch einer Showtreppe! Mit großer Band, sexy Tänzern und neuen Liedern.

Big Show für Gayle Tufts! heißt es jetzt kompromisslos - und das wurde auch höchste Zeit.
Denn um dieser kraftvollen Naturgewalt des Live-Entertainments ihre ungezügelte, pointenreiche Entfaltung zu ermöglichen, bedarf es schon einer eigenen, großen, abendfüllenden Show. Und die wurde ihr mit „Everybody’s Showgirl“ nun auf den Leib geschneidert. „Nach fast 20 Jahren in Deutschland, fast 30 Jahren auf der Bühne und fast 50 Jahren auf diesem Planeten würde ich „Showgirl“ als meinen Beruf bezeichnen – a Girl who does Shows“, meint Gayle Tufts. Virtuos in nahezu allen Bereichen der Unterhaltungskunst, kommen hier nun alle Qualitäten dieser außergewöhnlichen, energiegeladenen Künstlerin zum Tragen.
Wie schon zuvor in New York City, wo sie Schauspiel und Theaterwissenschaft studierte, hat sich die in Massachusetts geborene Wahl-Berlinerin auch in Deutschland mit der Leidenschaft einer wahrhaften Überzeugungstäterin einen Namen als Entertainerin gemacht. Unvergessen sind ihre erfolgreichen Shows wie „Soul Sensation“, „White Christmas“ oder „Gayle Tufts rockt!“. Auf unzähligen Bühnen in ganz Deutschland wurde ihr lachtränentreibender Umgang mit den Absurditäten des Alltags gefeiert. In den beliebtesten TV-Shows - Johannes B. Kerner, NDR Talkshow, MDR Riverboat, Quatsch Comedy Club – war ihr unvergleichliches „Denglisch“, eine Mischung aus Englisch und Deutsch, eine erfrischende Abwechslung für Millionen von Zuschauern. Ihre Bücher und CD’s finden bei einem großen Publikum reißenden Absatz.
Das mag auch an ihrem ungebrochenen ur-amerikanischen Optimismus liegen, den Thomas Hermanns treffend so auf den Punkt bringt: „Gayle verkörpert auf der Bühne immer eine sehr starke Hoffnung. Man kommt aus ihrer Show und denkt:
Ja, morgen wird’s besser!“ Spätestens seit Hermanns bei der ersten Gayle-Tufts- Solo-Show in New York Regie führte, verbindet beide eine langjährige Freundschaft und erfolgreiche Zusammenarbeit. Jetzt schrieben sie gemeinsam das Buch für die Show, deren Credo Gayle Tufts so beschreibt: „Ich finde „Everybody’s Showgirl” eine sehr demokratische Berufsbeschreibung – I’m here for you! Ich bin hier für Euch! How can I help“.
Und wirklich fügen sich in „Everybody’s Showgirl“ nun alle Segmente dieser multiplen Entertainerin aus Autorin, Sängerin, Moderatorin und Stand-Up Comedian zu einer ganzheitlichen Bühnenpräsenz aufs Trefflichste zusammen.
Sicherlich auch eine Folge der aufwendigen Vorbereitung des hochkarätig besetzten deutsch-amerikanischen Kreativ-Konsortiums.
Von der Zeitschrift Opernwelt als „beste Nachwuchschoreographin“ ausgezeichnet, hat die Amerikanerin Melissa King das Publikum schon mit Inszenierungen wie „West Side Story“, „Crazy for You“ oder auch die „Schöne und das Biest“ begeistert. Nun führt sie Regie in „Everybody’s Showgirl“ und ist darüber hinaus auch für die Choreographie verantwortlich.
Mit Thomas Zaufke steuert hier ein Mann Kompositionen bei, der der Gattung Musical in den letzten Jahren mit „Babytalk“ und „Hexe Hilary geht in die Oper“ eine vollkommen neue, überraschende Tonalität gegeben hat.
Für die musikalische Leitung konnte Michael Dixon gewonnen werden, der nicht nur für „Cats“ in Hamburg, Amsterdam und Paris als Musikalischer Leiter tätig war, sondern auch in Berlin an der UdK eine Professur für Gesang im Studiengang
Musical/Show hat und seit Jahren Gayles Gesangslehrer ist.
Für das Bühnenbild zeichnet Walter Schwab verantwortlich, der sich weltweit, aber vor allem in Berlin durch Produktionen u.a. wie „Sweet Charity“, „Chicago“ oder „Grease“ im Theater des Westens einen Namen machen konnte.
Vor allem aber ist diese Show natürlich zu 100 Prozent Gayle Tufts selbst. Alskünstlerische Vorbilder bezeichnet sie Klassiker wie  Bette Midlers „Divine Madness“ oder Liza Minelli‘s „Liza With A.Z.“.

Und so erinnert auch „Everybody’s Showgirl“ – mehr noch als an das permanent glitzernde Las Vegas – an die große Tradition unvergesslicher Broadway-Shows: „Broadway bedeutet für mich quality entertainment! Unterhaltung mit Herz und Hirn.“
Mehr als nur (vorläufiger) Höhepunkt einer einzigartigen Entertainment-Karriere ist diese Show die Kunst der Unterhaltung in selten erlebter Vollendung.

Deutschlands beliebteste Amerikanerin brings Broadway back!
GAYLE TUFTS
Everybody’s Showgirl
17. Februar – 28. Februar + 04. - 06. März 2010 Berlin Admiralspalast

Eintrittskarten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen,
oder unter der Semmel Concerts Ticket-Hotline 01805/ 57 00 99
(14 Cent / Minute, Mobilfunkpreise können abweichen),

Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen - Ausstellung in der Alten Nationalgalerie bis 11.04.2010

Mit Licht gezeichnet - Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen

Vier Jahre vor Carl Blechen reiste dessen Freund und Förderer Karl Friedrich Schinkel nach Italien. Am 12. September 1824 notierte er in seinem Reisetagebuch die Eindrücke von Amalfi und dem sich dahinter erstreckenden Mühltal: „Von der Kirche gingen wir auf den Platz herunter und verfolgten die Hauptstraße, welche gegen die Schlucht hinaufführt.
Diese nimmt bald den sonderbarsten Charakter an; sie schließt sich, man geht durch Bögen und Gewölbe, über denen Wege von einer Seite des Tales zur gegenüberliegenden führen; dann steigt man durch Treppen weiter. An
den Seiten treten oft Felsen heraus, darinnen sieht man mehrere grünbewachsene Höhlen, in welchen große Waschtröge ausgehauen sind, und klares Gebirgswasser stürzt dahinein, an welchem die Weiber der Stadt immer zahlreich waschen.
Mühlenwerke und dazugehörige Wasserleitungen, alles wie in der Schweiz mit dem üppigsten Kraut bewachsen, hängen unter dem Felsen, der sich höhlenartig wölbt, oder drängen sich in die Winkel hinein. Der Weg steigt stufenartig neben mit Mauern eingefaßten Flußbetten an, in denen Wasserfälle schön rauschen. Die Flußbetten sind oft mit breit gezogenen Weinlauben bedeckt und allerlei schöne Sitze und Gärtchen daneben angebracht. So geht es fort, so daß man nicht zu sich kommt vor der Menge malerischer Punkte. Am letzten Winkel scheint das Tal mit einem
großen, viele Stockwerke hohen Fabrikgebäude geschlossen zu sein, worin Papier gemacht wird, aber es wendet sich und führt zu sehr malerischen Eisenhämmern, die wir wegen Kürze der Zeit nicht mehr erreichen konnten.“

Nach der Rückkehr aus Italien wird Schinkel vermutlich dem 17 Jahre jüngeren Blechen seine Reiseeindrücke geschildert haben.
Blechen, der seit 1822 an der Berliner Akademie studierte, konnte sich eine solche Reise zunächst nicht leisten. Er nahm 1824 eine Stelle als Dekorationsmaler am Königstädtischen Theater an, die ihm durch Fürsprache Schinkels angeboten worden war.
Bis 1827 blieb Blechen am Theater tätig. In dieser Zeit entstanden vor allem romantische Kompositionen, oft geheimnisvoll düster und ausgeprägt bühnenmäßig inszeniert. Erst nach dem Verkauf seines großformatigen Historienbildes „Das Semnonenlager“, das Blechen 1828 auf der Berliner Akademieausstellung präsentierte, konnte er die ersehnte Italienreise finanzieren. „Alle, die sich je mit der künstlerischen Entwicklung Blechens befassten“ schrieb der Blechenforscher Paul Ortwin Rave, „haben die italienische Reise nicht nur als Mitte und Höhe seines Lebens bezeichnet, sondern vielmehr noch als eine Grenzscheide seines malerischen Vermögensschlechthin. […]
Man brauchte bloß die köstlichen farbigen Studien im Besitz der Nationalgalerie und der preußischen Akademie der Künste in Berlin zu mustern, um der Erregung und Ergriffenheit des Künstlers vor den Wundern strömender Lichtfluten des Südens innezuwerden.“
Im September 1828 war Blechen nach Rom aufgebrochen. Im Frühjahr reiste er weiter nach Neapel und kam anschließend auch nach Amalfi, wo er sich acht Tage aufhielt und gemeinsam mit dem Berliner Maler Leopold
Schlösser das Mühltal sowie die umliegende Bergregion erkundete. In seinem rückblickend verfassten Reisebericht schrieb Blechen:
„Den anderen Morgen besahen wir uns die Umgebung und zeichneten etwas, aßen zu Mittag, gingen noch etwas aus und reisten zu Esel nach Amalfi, wo wir um 9 Uhr abends ankamen. Dort hielten wir uns acht Tage auf, zeichneten
mehreres im Tale und machten eine Fußreise auf den Bergen nach Ravello, wo wir auch etwas zeichneten, dann gingen wir wieder zurück nach Amalfi.“
Seiner Vorliebe für einsame, abseits gelegene Strecken folgend, wanderte der Künstler von Amalfi aus nach Pontone, Minuta und Scala in das hochgelegene Bergdorf Ravello und kehrte über Minori, San Cosma, Castiglione und Atrani an der Küste entlang zurück. Wie Schinkel haben auch Blechen in Amalfi weniger die Kulturbauten als vielmehr die
ingenieurtechnisch interessanten, zugleich als „malerisch“ empfundenen wasserbetriebenen Industriebauten der Papiermühlen und Eisenhämmer imMühltal beeindruckt.
In seinem Skizzenbuch hielt er das Gesehene fest.
Verwinkelte Gassen, Treppen, die Architektur einfacher Häuser hinter Bäumen, Brückenhäuser, Fabriken, Felsen und Wasser sowie die durch intensive Sonneneinstrahlung erzeugten Licht- und Schattenphänomene sind Blechens bevorzugte Motive.
In seinen Darstellungen verzichtete er weitgehend auf Figuren, meist ist die Staffage nur umrisshaft angedeutet.
Wenngleich mit Bleistift zunächst unterzeichnet, erscheinen die mit Lichtund Farbflächen gestalteten Sepien wie rasche, präzise Momentaufnahmen.
Einige seiner Skizzen arbeitete Blechen später in Öl aus. Nach dem Blatt „Bergschlucht“ etwa entstand 1831 das großformatige, heute in der Nationalgalerie bewahrte Hauptwerk „Schlucht bei Amalfi“.
Das Amalfi-Sizzenbuch besteht aus 66 losen Bleistift-, Feder-, Aquarell- und Sepiazeichnungen. Neben den berühmten Blättern aus der Region um Amalfi enthält das Skizzenbuch Bleistiftzeichnungen der neapolitanischen
Küste, hier vor allem des Posilipp, sowie zwei Aquarelle aus Pompeji und Zeichnungen des Weges von Sorrent nach Amalfi. In den vor der Wanderung nach Amalfi entstandenen Zeichnungen skizzierte Blechen mit Bleistift die an der Küste bei Neapel gesehenen Architekturen, Grotten, Ruinen, Felsen und immer wieder den Blick auf das Meer, häufig mit dem Vesuv im Hintergrund.

Es ist das Verdienst Paul Ortwin Raves, als einer der Ersten die Bedeutung von Blechens Skizzenbuch erkannt zu haben. Auf Ihn geht der Name „Amalfi-Skizzenbuch“ zurück. Rave - seit 1922 Mitarbeiter, später kommissarischer Leiter und amtierender Direktor der Nationalgalerie – plante seit Ende der 1930er Jahre, das Lebenswerk des Malers Blechen in einer Ausstellung der Nationalgalerie zu zeigen und damit die Wiederkehr
seines hundertsten Todestages am 23. Juli 1940 zu ehren. Rave erstrebte zudem, zur Eröffnung der Blechenausstellung einen Oeuvre- Katalog vorzulegen. Mit Kriegsbeginn zerschlug sich das Ausstellungsvorhaben.
Das umfassende Blechen-Werkverzeichnis mit 2232 Katalogeinträgen und zahlreichen Abbildungen zu Gemälden und Arbeiten auf Papier aber konnte er realisieren.
Während der Arbeit am Werkverzeichnis stieß Rave auf Blechens italienische Skizzenbücher, für ihn „ein bisher kaum
oder gar nicht beachteter, in seiner Vielfalt und Merkwürdigkeit ungeahnterund ungehobener Schatz.“
Rave bewunderte vor allem „die Folge herrlicher Sepiazeichnungen, die man das Amalfi-Skizzenbuch nennen könnte, Blätter von ganz stattlichem Format, die der Künstler bei einer Wanderung durch
Valle de Molini, das bekannte, mit zahlreichen Papiermühlen besetzte Bachtal hinter Amalfi, und zum Teil zu dem benachbarten Ravello, gefüllt hat.“
Die Zeichnungen schienen Rave „Stück für Stück so klar im Ausschnitt und Aufbau und so ausgewogen in der Verteilung von Hell und Dunkel, kurzum so vollkommen gelungen, wie sie auch ein begnadetes Auge und eine sichere Hand nur in den glücklichsten Stunden zu schaffen vermögen“.

Blechens Amalfi-Skizzenbuch gilt heute als eines der herausragenden künstlerischen Ergebnisse seiner Italienreise und zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts.
Die kunsthistorische Einordnung Blechens als Vorläufer einer realistischen und impressionistischen Landschaftskunst gründet sich wesentlich auf die lichterfüllten, bisweilen nahezu abstrakt anmutenden Sepiazeichnungen
dieses Skizzenbuches. Gemeinsam mit anderen Werken war es aus Blechens Nachlaß in den Besitz der Berliner Akademie der Künste gelangt.

Durch die Teilung Deutschlands blieben die Blätter des Skizzenbuches lange Zeit getrennt. Mit der Zusammenführung der Akademien in Ost und West wurden auch sie im Jahr 1993 wieder vereint und gehören seither zu den bedeutendsten Arbeiten auf Papier in der Kunstsammlung der Akademie.
Zwei Zeichnungen werden im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin bewahrt und konnten für die Ausstellung geliehen werden.
Das Amalfi-Skizzenbuch wird nun erstmals – gemeinschaftlich von der Nationalgalerie und der Akademie der Künste – vollständig ausgestellt.
In der Alten Nationalgalerie im dritten Ausstellungsgeschoß dieses großartige Werk Carl Blechens, in der Nachbarschaft zu den dort dauerhaft gezeigten Gemälden des Künstlers sowie zu Werken Caspar David Friedrichs, Karl Friedrich Schinkels und anderer Meister der Romantik präsentiert.
Nach der Berliner Station wird die Ausstellung vom 28. April bis 18. Juli 2010 in der Casa di Goethe in Rom gezeigt.

Ausstellung
Mit Licht gezeichnet - Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen
29. Januar 2010 bis 11. April 2010
Museumsinsel Berlin
Alte Nationalgalerie

Eingang: Bodestraße 1- 3
10178 Berlin-Mitte

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 Uhr – 18:00 Uhr,
Donnerstag 10:00 Uhr – 22:00 Uhr,
Montag geschlossen

Ausstellung | Emil Nolde - Reiselust vom 5. Februar bis 4. Juli 2010 in Berlin

Die Nolde Stiftung Seebüll zeigt in der Dependance Berlin:
Gemälde und Aquarelle, die, wie der Titel der Ausstellung bereits aussagt, an verschiedenen Orten Spaniens, der Schweiz und Deutschlands entstanden sind.

Reiselust – Emil Nolde unterwegs in Deutschland, Spanien und der Schweiz
05.Februar - 04. Juli 2010

Öffnungszeiten
Täglich 10 - 19 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene 8,00 Euro
Schüler/ Studenten 3,00 Euro
Jahreskarte 30,00 Euro

Freier Eintritt an jedem 1. Montag des Monats

Adresse
Nolde Stiftung Seebüll
Dependance Berlin
Jägerstraße 55
10117 Berlin

Freier Eintritt an jedem 1. Montag des Monats

KOSMOS UND MENSCH ein Vortrag von Prof. Michael Schäfer im Maxim Gorki Theater am 21.02.2010

Bei Verletzungen nehmen Schmerzen eine wichtige Warnfunktion ein.
Doch was passiert, wenn Schmerzen chronisch und zur täglichen Qual werden?
Wie entsteht das so genannte Schmerzgedächtnis?
Und wie schafft man es, wieder schmerzfrei, beispielsweise ohne Rückenschmerzen, zu leben?
Der Vortrag von Prof. Michael Schäfer erörtert den historischen Wandel bei der Behandlung von Schmerzen und zeigt den aktuellen Stand heutiger Schmerztherapien auf.

Sonntag 21.02.2010 11:00 Uhr : Maxim Gorki Theater Berlin

Orgel für pfiffige Kinder | Konzerthaus Berlin - Musikclub | Februar 2010

February 1, 2010 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Kinder

Orgel für pfiffige Kinder ab 6 Jahre

Samstag 13.02.2010 15:30 Uhr : Konzerthaus Berlin - Musikclub
Sonntag 28.02.2010 11:00 Uhr : Konzerthaus Berlin - Musikclub

Volker Surmann: Sex: Von Spass war nie die Rede | BKA Theater | 15.03.02010

Buchvorstellung und Leseshow

Sex ist wunderbar! Richtig guter, Sex ist grandios und traumhaft euphorisierend – aber leider verdammt selten. Der meiste Sex ist schön. Oder recht schön. Ganz okay. Gegebenenfalls zweckdienlich. Doch es gibt auch den schlechten Sex, bei dem schief läuft, was nur schief laufen kann, wo man statt kommen lieber gehen will. Wer hat gesagt, dass es beim Liebesspiel nicht auch Verlierer gibt?
Der Berliner Kabarettist, Comedian und Autor Volker Surmann begab sich auf Expedition in die Niederungen misslungener Sexualkontakte.
In bisher zwei Büchern versammelt er Bestsellerautoren wie Martina Brandl, Horst Evers, Jess Jochimsen, Eckart von Hirschhausen, Ahne, Uli Hannemann und viele andere mehr!
Die Leseshow zum Buch: Jetzt einmal monatlich mit Volker Surmann und beteiligten Autoren sowie Künstlern aus der Lesebühnen-, Poetry Slam-, Comedy- und Kabarettszene im BKA. Ein abwechslungsreicher Abend, bei dem keiner der Beteiligten ein Blatt vor den Mund nimmt. Noch nie war schlechter Sex so unterhaltsam!

Montag 15.03.2010 20:00 Uhr : BKA Theater

tiXclub bietet seinen Mitgliedern für diese Veranstaltung ein vergünstigtes Ticket-Special!

Immer wieder Warnstädt | Berliner Kriminal Theater | Februar 2010

January 30, 2010 von Berliner Kulturredaktion  
Filed under Theater

Immer wieder Warnstädt

Montag 08.02.2010 20:00 Uhr : Berliner Kriminal Theater

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