GOMORRA | Gorki Studio Berlin | 12.02.2010
February 8, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
Aus dem Italienischen von Sabine Heymann
Die süditalienische Camorra mischt mit im internationalen Drogenhandel, verschiebt Giftmüll in Italien, macht gewaltige Geschäfte mit der Herstellung billiger wie hochwertiger Textilien, hat praktisch das Monopol auf den Handel mit Zement und dem Welthandel sei Dank Geschäftsbeziehungen, die bis nach Deutschland, Schottland oder China reichen.
Der junge Journalist Roberto Saviano hat in Neapel recherchiert, Beweise zusammengetragen und diese in einem tagebuchartigen Roman veröffentlicht, in welchem er mit Scharfsinn und Nüchternheit die Funktionsweisen der organisierten Kriminalität von heute analysiert.
Im Original heißt sein Buch im Untertitel: Reise ins Wirtschaftsimperium der Camorra denn es geht um mehr als um Clans und Mafiaromantik. Die Camorra ist das lebendige und mitten unter uns hochaktive Sinnbild eines entfesselten Kapitalismus als einer lebensverbrauchenden Ökonomie. Wieviel Euro ist ein Leben wert? Die Mafia stellt diese Frage schamlos sie hat nicht viel zu befürchten: Ihr System ist unser System unter leicht veränderten Vorzeichen.
Diese Bühnenadaption des Romans Gomorrha von Roberto Saviano erfolgte in Übereinkunft mit dem Verlag Arnoldo Mondadori, Mailand, und der Agentur Roberto Santachiara
| Freitag | 12.02.2010 | 20:15 Uhr | : Gorki Studio Berlin |
KOSMOS UND MENSCH ein Vortrag von Prof. Michael Schäfer im Maxim Gorki Theater am 21.02.2010
February 2, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Veranstaltungen in Berlin
Bei Verletzungen nehmen Schmerzen eine wichtige Warnfunktion ein.
Doch was passiert, wenn Schmerzen chronisch und zur täglichen Qual werden?
Wie entsteht das so genannte Schmerzgedächtnis?
Und wie schafft man es, wieder schmerzfrei, beispielsweise ohne Rückenschmerzen, zu leben?
Der Vortrag von Prof. Michael Schäfer erörtert den historischen Wandel bei der Behandlung von Schmerzen und zeigt den aktuellen Stand heutiger Schmerztherapien auf.
| Sonntag | 21.02.2010 | 11:00 Uhr | : Maxim Gorki Theater Berlin |
DER GEISTERSEHER | Gorki Studio Berlin | Februar 2010
February 1, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
DER GEISTERSEHER - Diplominszenierung/Koproduktion mit der HfS Ernst Busch Berlin
Ein junger Mann hat seine Familie verlassen. Seitdem lebt der Spross eines deutschen Fürstenhauses ohne Profession und Sorgen vom Geld seiner Eltern in Venedig.
Doch das Auftauchen eines mysteriösen Armeniers und eine Reihe von Todesfällen bereiten der Ruhe ein Ende und reißen den Prinzen in einen Strudel aus Rausch und Erkenntnis.
Antú Romero Nunes inszeniert Schillers Negativvision eines Entwicklungsromans im Gorki Studio.
| Montag | 15.02.2010 | 20:15 Uhr | : Gorki Studio Berlin |
| Samstag | 20.02.2010 | 20:15 Uhr | : Gorki Studio Berlin |
DER FREMDE | Maxim Gorki Theater Berlin | Februar 2010
February 1, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
Aus dem Französischen von Uli Aumüller
Der Büroangestellte Meursault hat ein geregeltes Leben, eine kleine Wohnung, hin und wieder eine Geliebte. Ein Bekannter verwickelt ihn in eine Affäre: Er lockt mit Meursaults Hilfe eine Araberin zu sich und demütigt sie.
Als der Bruder der Araberin daraufhin dem Bekannten auflauert, erschießt Meursault ihn.
Er wird gefasst, vor Gericht gestellt und des kaltblütigen Mordes angeklagt. Seine Äußerung, er habe den Araber eigentlich gar nicht erschießen wollen, allein die sengende Hitze sei Schuld daran gewesen, wird mit Gelächter quittiert.
Er wird zum Tode verurteilt. In seinen letzten Stunden ringt er mit widerstreitenden Gedanken und Gefühlen und gelangt schließlich zur Souveränität über den Tod. Er wartet auf seine Hinrichtung ohne Hoffnung auf Vergebung oder Erlösung.
Albert Camus zeichnet in seinem Protagonisten Meursault geradezu den Prototyp des existentialistischen Menschen, dessen Selbstverantwortung über allen religiösen, moralischen oder politischen Verbindlichkeiten steht.
| Montag | 01.02.2010 | 19:30 Uhr | : Maxim Gorki Theater Berlin |
| Sonntag | 21.02.2010 | 19:30 Uhr | : Maxim Gorki Theater Berlin |
DER KAUFMANN VON VENEDIG | Maxim Gorki Theater Berlin | 05.02.2010
February 1, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
DER KAUFMANN VON VENEDIG - Übersetzt von August Wilhelm Schlegel
Bassanio braucht Geld, damit er sich um die reiche und adlige Portia, Erbin von Belmont, bewerben kann. Um dem verschuldeten Freund mit der benötigten Summe auszuhelfen, macht der Kaufmann Antonio selber Schulden, denn sein Kapital fluktuiert im globalen Warenhandel.
Güterverkehr und weltweiter Handel machen seinen Reichtum aus, seine Schiffe kreuzen auf den Weltmeeren, sein Vermögen hat er in Übersee investiert. Er borgt beim reichen Juden Shylock Geld und unterschreibt einen Schuldschein, der diesem erlaubt, bei Rückzahlungsschwierigkeiten ein Pfund Fleisch nächst dem Herzen aus Antonios Körper zu schneiden.
Antonio ist sich sicher, dass er nicht in Zahlungsverzug geraten wird, da seine Schiffe bald reich beladen mit neuen Waren in Venedig zurückerwartet werden. Unterdessen war Bassanio mit seiner Brautwerbung erfolgreich und hat Portia geheiratet.
Zurück in Venedig findet er Antonio in Sorge, denn die Schiffe sind verschollen und die Rückzahlung des Geldes scheint auf einmal aussichtslos.
Shylock, der Außenseiter, dem sein Reichtum außer Hass nichts eingebracht hat, der von den Christen Venedigs verachtet und von Antonio öffentlich gedemütigt und beleidigt wird, fordert nun sein Recht vor Gericht ein. Vertrag ist Vertrag.
| Freitag | 05.02.2010 | 19:30 Uhr | : Maxim Gorki Theater Berlin |
ZWEI ARME POLNISCH SPRECHENDE RUMÄNEN | Gorki Studio Berlin | Februar 2010
January 30, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl
In finsterer Nacht treibt es zwei arme Rumänen, voll getankt mit einem Wundermittel, das alles Leid vergessen macht, durch die polnische Provinz.
Als die betäubende Dosis nachzulassen beginnt, verwandeln sich die beiden in ein skurriles, sehr ungleiches Polnisch sprechendes Paar, das nach einer Drogenparty unfreiwillig seine erste gemeinsame Nacht miteinander verbringt. Parcha spielt als Star den Priester Grzegorz in einer bekannten Fernsehserie und Dschina lebt als allein erziehende Mutter, die ihre Alimente in Drogen umgesetzt hat.
Mit der einsetzenden Erinnerung der Verlorenen spannt die junge Autorin Dorota Maslowska einen dramatischen Bogen, in dem der Versuch, der Realität zu entfliehen, als ebenso lustvoll wie tragisch erfahrbar wird.
Die 1983 geborene Schriftstellerin gilt als größtes Nachwuchstalent der polnischen Literatur. Ihren ersten Roman Schneeweiß und Russenrot schrieb Dorota Maslowska im Alter von 18 Jahren und für den Roman Die Reiherkönigin erhielt sie 2006 den bedeutenden polnischen Literaturpreis Nike.
| Sonntag | 21.02.2010 | 20:15 Uhr | : Gorki Studio Berlin |
WISSENSCHAFT UND THEATER | Gorki Studio Berlin | 25.02.2010
January 30, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Veranstaltungen in Berlin
Für sein Stück IM RÜCKEN DIE STADT hat der Autor Thomas Freyer Gespräche mit Wissenschaftlern geführt, die den Wandel von Arbeits- und Familienstrukturen im brandenburgischen Wittenberge erforschen.
Ergebnisse dieser Untersuchung fanden Eingang in die Stückentwicklung.
Im Gorki Studio gibt der Theaterautor Einblick in den Schreibprozess und diskutiert mit den Wissenschaftlern Susanne Lantermann (Kulturwissenschaft), Anna Eckert (Europäische Ethnologie) und Dominik Scholl (Europäische Ethnologie) über Familie und Alltag in einer schrumpfenden Stadt und den Unterschied ihrer jeweiligen Fragen, Methoden und Befunde.
Moderation: Andrea Koschwitz
| Donnerstag | 25.02.2010 | 20:15 Uhr | : Gorki Studio Berlin |
ALS WIR TRÄUMTEN | Gorki Studio Berlin | 23.02.2010
January 30, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
Für die Bühne bearbeitet von Armin Petras und Carmen Wolfram
Leipziger Osten, Anfang der 90er Jahre. Daniel, Mark, Rico, Pitbull, Paul und Walter sind Kämpfer in eigener Sache. Mittelpunkt ihres Lebens sind die Premium Pilsener Brauerei, mit dem Versprechen auf durchzechte Nächte, und das Polizeirevier, wo die nächtlichen Exzesse mit schöner Regelmäßigkeit ihr Ende finden.
Sie feiern, saufen, rauchen und berauschen sich an ihrer eigenen Kraft. Bis die Delikte immer schwerer werden und die Folgen immer ernster.
Clemens Meyer, Jahrgang 1977, erzählt von biografischen Brüchen in politischen Umbruchzeiten. So klar es ist, woher man kommt, so offen scheint es, wohin die Reise geht.
| Dienstag | 23.02.2010 | 20:15 Uhr | : Gorki Studio Berlin |
DAS VERSPRECHEN | Maxim Gorki Theater Berlin | 04.02.2010
January 30, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
Schon fast auf dem Weg in einen ruhigen Lebensabend als Polizeiberater in Jordanien lässt sich Hauptkommissar Gerd Schwarz ein letztes Mal auf die Ermittlung in einem Mordfall ein.
Im Wald ist ein kleines Mädchen getötet aufgefunden worden. Die Spuren deuten auf ein Sexualverbrechen hin. Der mutmaßliche Täter ist schnell ausgemacht.
Ein ehrgeiziger Kommissar kann aus ihm ein Geständnis herauspressen. Dann bringt sich der vermeintliche Täter um. Damit könnte der Fall als abgeschlossen gelten.
Schwarz aber lässt die Geschichte keine Ruhe. Der Mutter des ermordeten Mädchens gibt er das Versprechen, den wahren Täter zu finden und setzt alles daran, sein Wort zu halten.
Als Privatmann kauft er in der Nähe des Tatorts eine Tankstelle und legt sich auf die Lauer. Jetzt braucht er nur noch einen Köder. Und den findet er in Chrissi, der Tochter ausgerechnet der Frau, die ihn liebt. Und tatsächlich: Unbemerkt für Schwarz lockt das kleine Mädchen den Täter gefährlich nahe zu sich heran. Doch nicht nur das bleibt ihm verborgen. Unmerklich hat sich die Grenze zwischen Gut und Böse verschoben. Längst ist nicht mehr bestimmbar, welche moralischen Kategorien Schwarz Handeln zu Grunde liegen.
Friedrich Dürrenmatt schrieb 1957 das Drehbuch zu dem berühmten Krimi Es geschah am hellichten Tag, der mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe verfilmt wurde.
Für den Film musste sich Dürrenmatt der Auffassung der Kinoproduzenten beugen, dass ein Krimi, bei dem der Täter nicht gefasst wird, undenkbar sei.
In seinem später verfassten Roman Das Versprechen korrigierte er den Filmschluss. Im Untertitel nannte er das Buch Requiem auf einen Kriminalroman.
Armin Petras erzählt den Stoff aus einer neuen Perspektive. Nicht wie bei Dürrenmatt aus der Sicht des Hauptkommissars, sondern rückblickend mit den Augen des inzwischen erwachsen gewordenen Mädchens.
| Donnerstag | 04.02.2010 | 19:30 Uhr | : Maxim Gorki Theater Berlin |
DER ZAUBERBERG | Maxim Gorki Theater Berlin | 18.02.2010
January 29, 2010 by tiXclub Redaktion
gespeichert unter Maxim Gorki Theater, Theater
Theaterfassung von Stefan Bachmann und Carmen Wolfram
Drei Wochen will Hans Castorp, ein junger Hamburger, zu Besuch bei seinem kranken Vetter in einem Alpen-Sanatorium bleiben.
Eine leichte Erkältung führt zu der Verlängerung seines Aufenthaltes. Zunächst befremdet über die Lebensart hier oben, ordnet er sich zögernd in den Kurbetrieb ein. Krankheit und Tod scheinen allgegenwärtig und beherrschen die Gedanken und Gespräche der internationalen Patientenschaft, die jenseits bürgerlicher Verhaltensweisen in einem Zustand der Zeitlosigkeit existiert.
Diese Atmosphäre übt eine eigenartige Faszination auf Hans Castorp aus, was mit einem zunehmenden Desinteresse an der Welt des Flachlandes einhergeht. In den Ritualen des Sanatoriumslebens, zwischen Liegekur und Fiebermessen, beginnt auch er, die Zeit anders wahrzunehmen.
Er verfällt in einen Zustand von pflichtvergessener Leere, die Zeit wird ihm ausdehnungslose Gegenwart. Aus dem geplanten kurzen Aufenthalt werden sieben Jahre.
In seinem 1924 erschienenen Roman imaginierte Thomas Mann ein Purgatorium der Moderne, in dem die Kategorien von Zeit und Raum außer Kraft gesetzt sind und Sprache zum Austragungsort der Konflikte wird.
| Donnerstag | 18.02.2010 | 19:30 Uhr | : Maxim Gorki Theater Berlin |




