Ball in der Komischen Oper am 13.02.2010

Der Komische Oper ’Ball für Freunde und Förderer des Hauses ist kein Ball wie jeder andere.
Seine Premiere im Februar 2009 war ein rauschendes Fest, das den Gästen ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird: Das erlesene Dinner zu Salon- und Jazzmusik auf der Bühne, der prunkvoll erleuchtete Zuschauersaal, die virtuosen Gesangseinlagen des Ensembles, das Orchester der Komischen Oper Berlin in großer Besetzung und das faszinierende Saalfeuerwerk waren nur einige der vielen herausragenden Momente einer außergewöhnlichen Ballnacht.
Erleben Sie die Komische Oper Berlin von Ihrer glanzvollsten Seite:
Nach einem Champagnerempfang im Foyer werden Sie auf die Bühne geleitet, wo Sie an festlich gedeckten Tischen den Blick in einem prachtvoll illuminierten Saal Zuschauersaal genießen können.
Solisten des Ensembles und Formationen der Musiker machen bereits das Diner zu einem unvergesslichen Ereignis, bevor das Orchester der Komischen Oper Berlin in großer Besetzung zum Tanz auf die Bühne bittet. Freuen Sie sich auf ein rauschendes Fest!
Mit… Gesangssolisten und Orchester der Komischen Oper Berlin
Moderation… Peter Raue
Garderobe… Smoking
Eintritt (inkl. Speisen und Getränke)… 190 Euro bis 280 Euro pro Person
Informationen und Reservierungen … Irmtraud Michels
Telefon … +49.(0) 30.202 60.334
E-Mail … i.michels@komische-oper-berlin.de

Samstag 13.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin

Der Vetter aus Dingsda | Komische Oper Berlin | 09.02.2010

Uraufführung 1921 - Der Vetter aus Dingsda

Sieben Jahre in Batavia gehen an keinem Menschen spurlos vorüber. Auch nicht an Roderich de Weert. Und so ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass er überhaupt nicht dem Bild entspricht, das sich Julia von ihrem Vetter gemacht hatte. Dummerweise hält sie aber nicht nur ihre siebenjährige Sehnsuchtsprojektion für verbindlich, sondern auch den Liebes- und Treueschwur, den ihr Roderich gab, als er mit sechzehn in die Fremde ging. Seither wartet sie auf ihn.
Für ihren lästigen Vormund Josse und seine Frau Wilhelmine, die Julias beträchtliches Vermögen verwalten und fleißig verwenden, wird das zum Problem: Das Mädchen ist bald volljährig, die Vormundschaft wäre damit beendet – und ob Julia gewillt ist, die beiden weiter durchzufüttern, ist mehr als fraglich. Die sauberste Lösung wäre folglich die Heirat mit Josses Neffen August.
Zwar hat Josse den noch nie gesehen, doch bliebe das Geld wenigstens in der Familie. Als nacheinander zwei fremde Männer auftauchen und sich jeweils als Roderich ausgeben, ist die Verwirrung komplett.
Ob nun der erste Fremde der ersehnte Vetter ist oder der zweite oder ob der richtige Roderich nicht doch eigentlich der falsche ist, wird in Eduard Künnekes 1921 im Berliner Theater am Nollendorfplatz uraufgeführter Operette geklärt. Oder eben nicht.

Dienstag 09.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin

Blick hinter die Kulissen | Komische Oper Berlin | Februar 2010

Wieso ist die Komische Oper Berlin außen so schlicht, während der Zuschauersaal im Inneren im neobarocken Stil errichtet ist?
Wie kam es 1947 zur fast schon legendären Gründung der Komischen Oper Berlin und welche Ideen hatte ihr Gründer, Walter Felsenstein?
Was bringt die Bühne zum Drehen und wie viele Menschen sind an einer Opern- oder Konzertaufführung beteiligt?

Diese und viele weitere Fragen zur Geschichte und zum täglichen Opernbetrieb werden beim »Blick hinter die Kulissen« beantwortet. Fachkundig geführt von Yvonne Trawny, gehen die Besucher vom Foyer in den Zuschauerraum, erleben Unterbühne und Orchestergraben und schließlich die Bühne, auf der die technische Einrichtung der abendlichen Vorstellung aus nächster Nähe beobachtet werden kann.

Die Tour dauert ca. 1 Stunde und 15 Minuten.
Anmeldungen unter Telefon 030.47 99 74 00

Wenn Sie für einen besonderen Anlass mit Familie oder Kollegen eine Führung maßgeschneidert auf Ihre Interessen und Ansprüche buchen möchten, wenden Sie sich bitte an: Komische Oper Berlin, Yvonne Trawny, Behrenstr. 55-57, 10117 Berlin, Telefon … 030.20 260.223 fuehrungen@komische-oper-berlin.de

Samstag 06.02.2010 16:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Sonntag 07.02.2010 16:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Sonntag 14.02.2010 16:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Freitag 19.02.2010 16:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Samstag 27.02.2010 16:00 Uhr : Komische Oper Berlin

Orlando | Komische Oper Berlin | Premiere am 26.02.2010

Dass uns die Liebe in den Wahnsinn treiben kann, ist nicht nur eine flotte Floskel – das weiß jeder, der Liebe schon einmal gewagt hat.
Gemeint ist nicht die praktikable Liebe zum aktuellen Lebensabschnittspartner, noch die küchenpsychologisch untermauerte Auseinandersetzung im Beziehungsalltag, sondern die Liebe als Verhängnis, der man rettungslos ausgeliefert ist, für die man jegliche Grenze überschreiten muss.
Der Ritter Orlando hat sich unsterblich in die Königin Angelica verliebt und darüber seine Heldenlaufbahn vergessen. Angelica allerdings liebt Medoro, den sie all ihren hochgestellten Verehrern vorzieht und heiraten möchte. An Medoro wiederum verzweifelt die Schäferin Dorinda, nachdem er sich zugunsten von Angelica von ihr abgewandt hat.
Als Orlando nach etlichen Missverständnissen und Verwirrungen seine aussichtslose (Liebes-)Lage erkennt, will er sich – rasend vor Eifersucht – an Angelica rächen.
Sein Plan schlägt fehl und er verfällt dem Wahnsinn, indem er sich einbildet, die treulose Geliebte bis in die Unterwelt hinab zu verfolgen. Wer weiß, wo all dies enden würde, wenn nicht der Magier Zarathustra immer wieder helfend eingriffe. Denn von Beginn an verfolgt Zarathustra, für Vernunft und maßvolle Gefühle plädierend, nur ein Ziel: Orlando von seinem Liebeswahn zu heilen und wieder auf seine Kriegerkarriere zurückzuführen.
Händels Zauberoper von 1733, basierend auf Ariosts Versepos »Orlando furioso«, verbindet Bühnenspektakel und moralische Diskussion mit ungeheuer farbenreicher, packender Musik, die uns durch das ganze Gefühls-Kaleidoskop der Liebe wirbelt.
Einführungsmatinee im Foyer am 14. Februar 2010, 12:00 Uhr …
Gespräch mit dem Regieteam (Regisseur Alexander Mørk-Eidem) und Sängern der Produktion
Moderation … Bettina Auer Eintritt frei!

Sonntag 14.02.2010 12:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Freitag 26.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin

Blick hinter die Kulissen - Spezial - Maske | Komische Oper Berlin | 05.02.2010

Wie lange dauert es, eine Glatze zu schminken und wohin verschwindet dann die üppige Haarpracht der Sängerin? Woraus ist Theaterblut und wie schminkt man eine Wunde? Und wer denkt sich eigentlich aus, wie ein Sänger zur Vorstellung geschminkt sein soll?

Fern abseits des Publikumsbereiches erfahren Sie in den Räumlichkeiten der Maske, wo, wie und womit die Maskenbildner arbeiten.
Begrenzte Teilnehmeranzahl!
Anmeldungen unter … 030.47 99 74 00
Blick hinter die Kulissen ´Spezial … 9,00 €/ 4,50 € ermäßigt

Freitag 05.02.2010 16:00 Uhr : Komische Oper Berlin

Pique Dame | Komische Oper Berlin | Februar 2010

Uraufführung 1890 - Pique Dame

Der deutsche Ingenieur Hermann fühlt sich in Russland als Außenseiter. Er hat zwar durchaus die ihm mögliche Karriere gemacht, aber von seinen Minderwertigkeitsgefühlen kann er sich nicht befreien: immer zu wenig Geld, immer anderen unterlegen. Als er herausfindet, dass Lisa die Verlobte des Fürsten Jeletzki ist, will er den Traum vom gemeinsamen Liebesglück auch gleich aufgeben.

Wie soll sich ein Mädchen aus den höchsten Kreisen einer auf Äußerlichkeiten konzentrierten Gesellschaft denn auch für jemanden interessieren, der ganz offensichtlich nicht zu den »happy few« gehört?
Durch Zufall erfährt Hermann von einem Ausweg:
Von Lisas Vormund, deralten Gräfin, erzählt man sich, sie kenne eine todsichere Kartenkombination fürs Glücksspiel. Und was, wenn nicht Geld, könnte seine Situation grundsätzlich verändern? Der Plan wird für Hermann zur fixen Idee, die sein Leben beherrscht, seine Wahrnehmung verändert und nicht nur für ihn tödlich endet.

Von Liebe, Verzweiflung und Obsessionen handelt Tschaikowskis 1890 uraufgeführte Oper. Mit oberflächlich leichter Musik charakterisiert er die Gesellschaft und stellt sie so in starken Kontrast zur Innerlichkeit der dichten psychologischen Schilderung der Protagonisten.
Auf bedrückende Weise zeichnet Tschaikowski so nicht nur das Schicksal eines Menschen, der das Wesentliche aus dem Blick verliert, sondern auch das Bild einer Gesellschaft, die das Scheitern des einzelnen vor Augen hat und es doch nicht wahrnimmt.

Donnerstag 04.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin
Sonntag 07.02.2010 19:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Sonntag 21.02.2010 16:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Sonntag 28.02.2010 19:00 Uhr : Komische Oper Berlin

La Traviata | Komische Oper Berlin | Februar 2010

La Traviata - Uraufführung 1853

Violetta will das Leben auskosten, denn ihre Zeit ist knapp. Im Rausch des Augenblicks sucht sie ihre tödliche Krankheit zu vergessen. Von allen begehrt steht sie im Mittelpunkt der vornehmen Pariser Demimonde, an wahre Gefühle aber kann sie nicht mehr glauben.
Als ihr jedoch der junge Adlige Alfred glühend seine Liebe erklärt, ist Violetta berührt von seiner Utopie einer universalen Liebe und bricht radikal mit ihrer Vergangenheit: Gemeinsam mit Alfred flüchtet sie in eine scheinbare Idylle der Zweisamkeit, fernab der Großstadt. Doch Alfreds Vater Germont fordert von Violetta die Beendigung dieser Mesalliance, so dass sie schließlich in ihre alten Verhältnisse zurückkehrt.
Nach einem öffentlichen Eklat bleibt Violetta allein. Ihr Zustand ist aussichtslos.
Im Gegensatz zur literarischen Vorlage, der Dramatisierung des erfolgreichen Romans La dame aux camélias von Alexandre Dumas d. J., erzählt Verdi seine Oper aus Violettas Sicht: So wird aus dem teilweise sarkastischen Sittengemälde bei Dumas in »La Traviata« ein musikalisches Seelengemälde.
Der Komponist erhebt eine gesellschaftliche Außenseiterfigur, eine »wirkliche Prostituierte«, wie Verdi selbst betonte, zur tragischen Gestalt auf der Opernbühne. In dem äußerst dicht gebauten Kammerspiel, uraufgeführt 1853, verliert seine Musik selbst im höchsten Schmerz nie ihre kraftvolle Schönheit, ihren Belcanto und jene transzendierende Kraft, die hoffnungsvoll auf ein besseres, menschenwürdigeres Leben gerichtet ist..

Sonntag 14.02.2010 19:00 Uhr : Komische Oper Berlin
Donnerstag 25.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin

Requiem | Komische Oper Berlin | Februar 2010

Uraufführung 1791 - Premiere am 28. September 2008

Seitdem der »Bestattungs-Discount« auf der Frankfurter Allee mit Beisetzungen zum Nulltarif wirbt und man sich im Internet mit der »Checkliste für den Sterbefall« versorgen und so bestens auf alles Endliche vorbereiten kann, ist der Tod mitten in der neoliberalen Informations- und Konsumgesellschaft angekommen.
Hat er seinen Schrecken dort verloren?
Ist das Sterben tatsächlich zu einer Normalität geworden oder handelt es sich bloß um eine strategische Normalisierung zum Ausbau unserer angst- und schmerzfreien Räume, während die eigentliche Auseinandersetzung verdrängt wird?
Das Christentum hatte den Tod mit dem Versprechen des ewigen Lebens abgeschafft – und mit dem Jüngsten Gericht gleichzeitig ein äußerst produktives Schreckensszenario geschaffen.
Der Tod macht alle gleich und individualisiert doch jeden Sterbenden. Und so künden die Texte der Totenmesse sowohl von Hoffnung als auch von Schrecken, Angst und Schuld.

Sebastian Baumgarten geht es in seiner szenischen Auseinandersetzung mit der Messe nicht nur um die bloße Bebilderung der liturgischen Texte mit ihren drastischen Schilderungen des Jüngsten Gerichts oder dem Flehen um den Beistand Jesu. Es geht ihm vielmehr um eine Beschäftigung mit dem Tod in den verschiedensten Facetten – auch und gerade in der heutigen Gesellschaft.
Aus diesem Grund – und um den allgemeingültigen und -bekannten Texten des Requiems eine konkrete Anbindung zu geben –, haben Armin Petras und Jan Kauenhowen für die Produktion der Komischen Oper Berlin den Schauspieltext »In der Schlangengrube. Sechs Labenslinien« geschrieben.
Der Text basiert auf Gesprächen, die Jan Kauenhowen in verschiedenen Sterbehospizen mit Patienten geführt hat.
Das auf diese Weise gewonnene biografische Material wurde zusammengefasst und poetisch verdichtet.
Im direkten Gegenschnitt zu den bilderreichen Schilderungen der Apokalypse entstehen so ruhige Gegenpole stiller Lebens- und Sterbensgeschichten, die ihre Kraft aus der Schlichtheit und Beiläufigkeit gewinnen, ohne dabei je nebensächlich zu werden.

Samstag 06.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin

Don Pasquale | Komische Oper Berlin | Februar 2010

Don Pasquale ist reich geworden. Sehr reich. Aber auch alt. Und eine Frau hat er über all dem Geldverdienen nie gefunden.
Allein mit seinem Neffen Ernesto bewohnt er das große Haus. Doch statt sich mit einem wohlhabenden Mädchen zu verbinden, will der Alleinerbe Norina heiraten, eine mittellose junge Witwe. Ernestos Starrsinn weckt die Lebensgeister des Onkels neu – das Prachtbegräbnis kann noch warten, denn Freund Malatesta, der Arzt, hat versprochen, sich nach einer Braut für den reifen Junggesellen umzusehen. Tatsächlich präsentiert Malatesta die beste aller möglichen Bräute: seine eigene Schwester Sofronia, frisch aus dem Kloster, so schön wie genügsam. Pasquale ist hingerissen.
Was er nicht ahnt: Sofronia ist Norina und die ganze Verheiratung eine Intrige, um ihm eine Lehre zu erteilen. Kaum ist die Ehe geschlossen, macht Norina-Sofronia eine Kehrtwende und tut alles, um ihren Gemahl in den Wahnsinn zu treiben: Sie feiert die Nächte durch, verschleudert sein Geld und schlägt ihn zuletzt sogar ins Gesicht. Verzweifelt will Pasquale am liebsten alles rückgängig machen, ja, er würde sogar Ernesto seine Norina heiraten lassen, wenn das nur hilft, Sofronia wieder loszuwerden – womit er genau da angelangt wäre, wo die anderen drei ihn haben wollten. Aber sind sie es selbst wirklich auch?
Gaetano Donizetti hat mit seinem »Don Pasquale« einen alten Stoff ins Gewand der Opera buffa gekleidet. Die Oper spielt mit der Verstellungskunst, wirbelt echte und vorgetäuschte Gefühle durcheinander, so dass nicht nur der Zuschauer in Verwirrung gerät, sondern manchmal auch die Figuren selbst nicht mehr zu wissen scheinen, wo ihnen der Kopf steht.
Dafür sorgt vor allem die Musik mit ihrem übersprudelnden Humor, ob in den pointierten Arien, den temporeichen Rezitativen oder den so hals- wie zungenbrecherischen Ensembles.

Freitag 05.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin
Samstag 20.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin
Samstag 27.02.2010 19:30 Uhr : Komische Oper Berlin

Musik im Spielzeugland … Wilde Spiele und kleine Puppen in der Musik | Komische Oper Berlin | 28.02.2010

Neben den szenischen Pro­duktionen gibt es für Kinder und Jugendliche eine eigene Konzertreihe.
Die Konzerte für Kinder werden sonntags für Familien und an Wochentagen vormittags auf der großen Bühne gespielt, damit auch Kindergartengruppen und Grundschulklassen die Möglichkeit haben, die Veranstaltungen zu besuchen.
Immer erklingt eine Stunde Musik, dargeboten mit altersgerechten Moderationen zum Mitmachen und Mitdenken. Programm … Ausschnitte aus Modest P. Mussorgski: Bilder einer Ausstellung, und andere Musik von Spielen und Spielzeugen
Es spielt … das Orchester der Komischen Oper Berlin

Sonntag 28.02.2010 11:00 Uhr : Komische Oper Berlin

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