Ausstellung - Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009 im Automobil Forum Unter den Linden bis 21.03.2010
February 5, 2010 by Berliner Kulturredaktion
gespeichert unter Ausstellungen, Eintritt frei
Die Siegerfotos des Wettbewerbs „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009
91 Naturfotografien des Jahres 2009 aus 29 Ländern werden im Berliner Automobil Forum Unter den Linden gezeigt. Profi- und Amateurfotografen nahmen an diesem Wettbewerb, der seit 2001 von der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) ausgeschrieben wird, teil.
Faszinierende Aufnahmen zeigen beeindruckend Landschaften und Tiere.
Der Eintritt ist frei.
„Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009“
15. Januar bis 21. März 2010
Automobil Forum Unter den Linden
Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße),
10117 Berlin
Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 09:00 bis 20:00 Uhr,
Sa. u. So. 10:00 bis 18:00 Uhr.
Achtung:
Am 18. Februar 2010 schließt die Ausstellung „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2009“
bereits um 16:00 Uhr.
Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen - Ausstellung in der Alten Nationalgalerie bis 11.04.2010
February 5, 2010 by Berliner Kulturredaktion
gespeichert unter Ausstellungen, Die Ausstellungs-Empfehlungen
Mit Licht gezeichnet - Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen
Vier Jahre vor Carl Blechen reiste dessen Freund und Förderer Karl Friedrich Schinkel nach Italien. Am 12. September 1824 notierte er in seinem Reisetagebuch die Eindrücke von Amalfi und dem sich dahinter erstreckenden Mühltal: „Von der Kirche gingen wir auf den Platz herunter und verfolgten die Hauptstraße, welche gegen die Schlucht hinaufführt.
Diese nimmt bald den sonderbarsten Charakter an; sie schließt sich, man geht durch Bögen und Gewölbe, über denen Wege von einer Seite des Tales zur gegenüberliegenden führen; dann steigt man durch Treppen weiter. An
den Seiten treten oft Felsen heraus, darinnen sieht man mehrere grünbewachsene Höhlen, in welchen große Waschtröge ausgehauen sind, und klares Gebirgswasser stürzt dahinein, an welchem die Weiber der Stadt immer zahlreich waschen.
Mühlenwerke und dazugehörige Wasserleitungen, alles wie in der Schweiz mit dem üppigsten Kraut bewachsen, hängen unter dem Felsen, der sich höhlenartig wölbt, oder drängen sich in die Winkel hinein. Der Weg steigt stufenartig neben mit Mauern eingefaßten Flußbetten an, in denen Wasserfälle schön rauschen. Die Flußbetten sind oft mit breit gezogenen Weinlauben bedeckt und allerlei schöne Sitze und Gärtchen daneben angebracht. So geht es fort, so daß man nicht zu sich kommt vor der Menge malerischer Punkte. Am letzten Winkel scheint das Tal mit einem
großen, viele Stockwerke hohen Fabrikgebäude geschlossen zu sein, worin Papier gemacht wird, aber es wendet sich und führt zu sehr malerischen Eisenhämmern, die wir wegen Kürze der Zeit nicht mehr erreichen konnten.“
Nach der Rückkehr aus Italien wird Schinkel vermutlich dem 17 Jahre jüngeren Blechen seine Reiseeindrücke geschildert haben.
Blechen, der seit 1822 an der Berliner Akademie studierte, konnte sich eine solche Reise zunächst nicht leisten. Er nahm 1824 eine Stelle als Dekorationsmaler am Königstädtischen Theater an, die ihm durch Fürsprache Schinkels angeboten worden war.
Bis 1827 blieb Blechen am Theater tätig. In dieser Zeit entstanden vor allem romantische Kompositionen, oft geheimnisvoll düster und ausgeprägt bühnenmäßig inszeniert. Erst nach dem Verkauf seines großformatigen Historienbildes „Das Semnonenlager“, das Blechen 1828 auf der Berliner Akademieausstellung präsentierte, konnte er die ersehnte Italienreise finanzieren. „Alle, die sich je mit der künstlerischen Entwicklung Blechens befassten“ schrieb der Blechenforscher Paul Ortwin Rave, „haben die italienische Reise nicht nur als Mitte und Höhe seines Lebens bezeichnet, sondern vielmehr noch als eine Grenzscheide seines malerischen Vermögensschlechthin. […]
Man brauchte bloß die köstlichen farbigen Studien im Besitz der Nationalgalerie und der preußischen Akademie der Künste in Berlin zu mustern, um der Erregung und Ergriffenheit des Künstlers vor den Wundern strömender Lichtfluten des Südens innezuwerden.“
Im September 1828 war Blechen nach Rom aufgebrochen. Im Frühjahr reiste er weiter nach Neapel und kam anschließend auch nach Amalfi, wo er sich acht Tage aufhielt und gemeinsam mit dem Berliner Maler Leopold
Schlösser das Mühltal sowie die umliegende Bergregion erkundete. In seinem rückblickend verfassten Reisebericht schrieb Blechen:
„Den anderen Morgen besahen wir uns die Umgebung und zeichneten etwas, aßen zu Mittag, gingen noch etwas aus und reisten zu Esel nach Amalfi, wo wir um 9 Uhr abends ankamen. Dort hielten wir uns acht Tage auf, zeichneten
mehreres im Tale und machten eine Fußreise auf den Bergen nach Ravello, wo wir auch etwas zeichneten, dann gingen wir wieder zurück nach Amalfi.“
Seiner Vorliebe für einsame, abseits gelegene Strecken folgend, wanderte der Künstler von Amalfi aus nach Pontone, Minuta und Scala in das hochgelegene Bergdorf Ravello und kehrte über Minori, San Cosma, Castiglione und Atrani an der Küste entlang zurück. Wie Schinkel haben auch Blechen in Amalfi weniger die Kulturbauten als vielmehr die
ingenieurtechnisch interessanten, zugleich als „malerisch“ empfundenen wasserbetriebenen Industriebauten der Papiermühlen und Eisenhämmer imMühltal beeindruckt.
In seinem Skizzenbuch hielt er das Gesehene fest.
Verwinkelte Gassen, Treppen, die Architektur einfacher Häuser hinter Bäumen, Brückenhäuser, Fabriken, Felsen und Wasser sowie die durch intensive Sonneneinstrahlung erzeugten Licht- und Schattenphänomene sind Blechens bevorzugte Motive.
In seinen Darstellungen verzichtete er weitgehend auf Figuren, meist ist die Staffage nur umrisshaft angedeutet.
Wenngleich mit Bleistift zunächst unterzeichnet, erscheinen die mit Lichtund Farbflächen gestalteten Sepien wie rasche, präzise Momentaufnahmen.
Einige seiner Skizzen arbeitete Blechen später in Öl aus. Nach dem Blatt „Bergschlucht“ etwa entstand 1831 das großformatige, heute in der Nationalgalerie bewahrte Hauptwerk „Schlucht bei Amalfi“.
Das Amalfi-Sizzenbuch besteht aus 66 losen Bleistift-, Feder-, Aquarell- und Sepiazeichnungen. Neben den berühmten Blättern aus der Region um Amalfi enthält das Skizzenbuch Bleistiftzeichnungen der neapolitanischen
Küste, hier vor allem des Posilipp, sowie zwei Aquarelle aus Pompeji und Zeichnungen des Weges von Sorrent nach Amalfi. In den vor der Wanderung nach Amalfi entstandenen Zeichnungen skizzierte Blechen mit Bleistift die an der Küste bei Neapel gesehenen Architekturen, Grotten, Ruinen, Felsen und immer wieder den Blick auf das Meer, häufig mit dem Vesuv im Hintergrund.
Es ist das Verdienst Paul Ortwin Raves, als einer der Ersten die Bedeutung von Blechens Skizzenbuch erkannt zu haben. Auf Ihn geht der Name „Amalfi-Skizzenbuch“ zurück. Rave - seit 1922 Mitarbeiter, später kommissarischer Leiter und amtierender Direktor der Nationalgalerie – plante seit Ende der 1930er Jahre, das Lebenswerk des Malers Blechen in einer Ausstellung der Nationalgalerie zu zeigen und damit die Wiederkehr
seines hundertsten Todestages am 23. Juli 1940 zu ehren. Rave erstrebte zudem, zur Eröffnung der Blechenausstellung einen Oeuvre- Katalog vorzulegen. Mit Kriegsbeginn zerschlug sich das Ausstellungsvorhaben.
Das umfassende Blechen-Werkverzeichnis mit 2232 Katalogeinträgen und zahlreichen Abbildungen zu Gemälden und Arbeiten auf Papier aber konnte er realisieren.
Während der Arbeit am Werkverzeichnis stieß Rave auf Blechens italienische Skizzenbücher, für ihn „ein bisher kaum
oder gar nicht beachteter, in seiner Vielfalt und Merkwürdigkeit ungeahnterund ungehobener Schatz.“
Rave bewunderte vor allem „die Folge herrlicher Sepiazeichnungen, die man das Amalfi-Skizzenbuch nennen könnte, Blätter von ganz stattlichem Format, die der Künstler bei einer Wanderung durch
Valle de Molini, das bekannte, mit zahlreichen Papiermühlen besetzte Bachtal hinter Amalfi, und zum Teil zu dem benachbarten Ravello, gefüllt hat.“
Die Zeichnungen schienen Rave „Stück für Stück so klar im Ausschnitt und Aufbau und so ausgewogen in der Verteilung von Hell und Dunkel, kurzum so vollkommen gelungen, wie sie auch ein begnadetes Auge und eine sichere Hand nur in den glücklichsten Stunden zu schaffen vermögen“.
Blechens Amalfi-Skizzenbuch gilt heute als eines der herausragenden künstlerischen Ergebnisse seiner Italienreise und zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts.
Die kunsthistorische Einordnung Blechens als Vorläufer einer realistischen und impressionistischen Landschaftskunst gründet sich wesentlich auf die lichterfüllten, bisweilen nahezu abstrakt anmutenden Sepiazeichnungen
dieses Skizzenbuches. Gemeinsam mit anderen Werken war es aus Blechens Nachlaß in den Besitz der Berliner Akademie der Künste gelangt.
Durch die Teilung Deutschlands blieben die Blätter des Skizzenbuches lange Zeit getrennt. Mit der Zusammenführung der Akademien in Ost und West wurden auch sie im Jahr 1993 wieder vereint und gehören seither zu den bedeutendsten Arbeiten auf Papier in der Kunstsammlung der Akademie.
Zwei Zeichnungen werden im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin bewahrt und konnten für die Ausstellung geliehen werden.
Das Amalfi-Skizzenbuch wird nun erstmals – gemeinschaftlich von der Nationalgalerie und der Akademie der Künste – vollständig ausgestellt.
In der Alten Nationalgalerie im dritten Ausstellungsgeschoß dieses großartige Werk Carl Blechens, in der Nachbarschaft zu den dort dauerhaft gezeigten Gemälden des Künstlers sowie zu Werken Caspar David Friedrichs, Karl Friedrich Schinkels und anderer Meister der Romantik präsentiert.
Nach der Berliner Station wird die Ausstellung vom 28. April bis 18. Juli 2010 in der Casa di Goethe in Rom gezeigt.
Ausstellung
Mit Licht gezeichnet - Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen
29. Januar 2010 bis 11. April 2010
Museumsinsel Berlin
Alte Nationalgalerie
Eingang: Bodestraße 1- 3
10178 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 Uhr – 18:00 Uhr,
Donnerstag 10:00 Uhr – 22:00 Uhr,
Montag geschlossen
Ausstellung | Emil Nolde - Reiselust vom 5. Februar bis 4. Juli 2010 in Berlin
February 5, 2010 by Berliner Kulturredaktion
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Die Nolde Stiftung Seebüll zeigt in der Dependance Berlin:
Gemälde und Aquarelle, die, wie der Titel der Ausstellung bereits aussagt, an verschiedenen Orten Spaniens, der Schweiz und Deutschlands entstanden sind.
Reiselust – Emil Nolde unterwegs in Deutschland, Spanien und der Schweiz
05.Februar - 04. Juli 2010
Öffnungszeiten
Täglich 10 - 19 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene 8,00 Euro
Schüler/ Studenten 3,00 Euro
Jahreskarte 30,00 Euro
Freier Eintritt an jedem 1. Montag des Monats
Adresse
Nolde Stiftung Seebüll
Dependance Berlin
Jägerstraße 55
10117 Berlin
Freier Eintritt an jedem 1. Montag des Monats
Ausstellung - Walten Ford. Bestiarium bis 24. Mai 2010 in Berlin im Hamburger Bahnhof
February 5, 2010 by Berliner Kulturredaktion
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Bis zum 24.05.2010 zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin erstmalig in Europa Werke des amerikanischen Künstlers Walton Ford (geb. 1960).
Die Ausstellung versammelt 25 großformatige Arbeiten des Künstlers aus den letzten 10 Jahren.
Eine Affenhorde zelebriert ein großes Fressen, ein Okapi leckt an einer Honigwabe, um im nächsten Moment seinen Tod zu finden, ein Rudel Tasmanischer Wölfe türmt weiße Lämmer zu einer blutigen Pyramide, ein Panther bricht im Winter 1929 aus dem Züricher Zoo aus: Walton Fords stets lebensgroße, alle Einzelheiten abbildende Tieraquarelle erscheinen auf den ersten Blick hin unzeitgeistig zu sein und hinterfragen daher sogleich die eingefahrenen Erwartungshaltungen gegenüber dem Regelwerk zeitgenössischer Ästhetik.
In ihrem altmeisterlichen Stil erinnern und zitieren Walton Fords farbenprächtige Bilder die Natur- und Tierdarstellungen berühmter Künstler des 19. Jahrhunderts. Sie erscheinen als Widerhall vergangener kolonialer Zeiten und verknüpfen das vermeintlich Überwundene mit aktuellen Szenen.
In seinen narrativen Arbeiten erweist sich Ford als ein Künstler, der das Tradierte variiert, um ein bildnerisches Universum unendlich komplexer und verstörender Anspielungen zu entwerfen.
Seine Tierdarstellungen zeugen von großem kunst- und naturwissenschaftlichem Wissen auf der Suche nach Analogien zwischen Gestern und Heute und entwerfen ein zeitgenössisches „Bestiarium“ von eindringlicher
Imaginationskraft. Die Bilder Walton Fords, in Amerika längst bewundert, werden anlässlich seiner Ausstellung in Berlin erstmalig in Europa gezeigt und vermögen auf ihre ganz eigene Art das seit der Renaissance vorherrschende Diktum des „Immer Neuen“, des „Immer Besser und Weiter“ kritisch zu hinterfragen. Darin zeigt sich der Künstler als ein Outsider im internationalen Kunstbetrieb, der bewusst eine einzelgängerische Position einnimmt, um ein Werk zu vermessen, das im Kontext der zeitgenössischen Kunst einen Solitär darstellt.
Die Ausstellung „Walton Ford – Bestiarium“ ist eine Produktion der Nationalgalerie und ermöglicht durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie.
Walten Ford. Bestiarium
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
bis zum 24.05.2010
Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di-Fr 10-18 Uhr
Sa 11-20 Uhr
So 11-18 Uhr
Ausstellung | F.C. Gundlach. Das fotografische Werk | bis zum 14.03.2010 im Martin-Gropius-Bau
January 4, 2010 by Berliner Kulturredaktion
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F.C. Gundlach. Das fotografische Werk - Eine Ausstellung der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg in Kooperation mit dem Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg.
Der Berliner Martin-Gropius-Bau präsentiert mit der Ausstellung „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ die Retrospektive des fotografischen Lebenswerkes eines der bedeutendsten Modefotografen, der über vier Jahrzehnte für die wichtigsten Magazine und Publikationen in Deutschland arbeitete. F.C. Gundlach vermochte wie kein anderer Modefotograf den Zeitgeist einzufangen und ihn als Indikator für gesellschaftliche Veränderungen einzusetzen. Neben vielen bekannten Bildern zeigt die bisher umfangreichste Präsentation mit rund 350 Exponaten auch viele unbekannte Facetten des Werkes von F.C. Gundlach.
Bereits als Zehnjähriger hatte Gundlach (geboren 1926 in Heinebach/Hessen) seine Affinität zur und Passion für die Fotografie entdeckt. Eine eigene Dunkelkammer und Agfa Box folgten im Jahr 1938. Durch den Militärdienst sowie die Wirren des Zweiten Weltkriegs unterbrochen, nahm er erst ab 1947 die Beschäftigung mit dem Medium wieder auf und ließ sich bis 1949 zum Fotografen ausbilden.
Schnell entschied sich F.C. Gundlach für eine Spezialisierung auf Modefotografie und avancierte durch Arbeiten für Zeitschriften wie etwa Film und Frau oder Brigitte in kürzester Zeit zu einem der renommiertesten „Fashion Photographer“. Dabei war es nicht nur die Mode selbst, die er immer perfekt ins rechte Licht zu setzen vermochte, sondern auch die Posen und Gesten der Models in Kombination mit ausgefallenen Requisiten und mythischen Orten.
So führten ihn seine Modeproduktionen sowohl nach Paris und New York als auch nach Ägypten und Marokko. Diese Fotografien - vielfach gedruckt - sind zu Schlüsselmotiven in seinem Werk geworden; einem Werk, dessen Modebilder den Geist der jeweiligen Zeit reflektierten und visualisierten und den von morgen antizipierten. Auf diese Art und Weise hat F.C. Gundlach über 40 Jahre selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben.
Dieter Borsche, Ruth Leuwerik, Maria Schell, Jean-Luc Godard, Nadja Tiller, Romy Schneider, Horst Buchholz und viele andere:
F.C. Gundlach fotografierte die führenden Darsteller und Regisseure des westdeutschen und des internationalen Films und war auf Filmbällen und Preisverleihungen präsent. Er fotografierte „Homestories“ und arbeitete für Verleihfirmen.
Neben den klassischen Modefotografien werden im Rahmen der großen Werkschau im Martin- Gropius-Bau auch diese Star-Porträts F.C. Gundlachs und einige seiner beeindruckenden Reise-Reportagen zu sehen sein, die ab den 1950er Jahren in Ländern wie Argentinien, Brasilien, Japan, Kambodscha und Thailand entstanden sind. Desweiteren wird F.C. Gundlachs Zeitschriftenarbeit, insbesondere für Film und Frau (1951-1966) und Brigitte (1963- 1986), erstmals in diesem Umfang dargestellt.
Seine Fotografien werden im Kontext einer reichhaltigen Auswahl von Doppelseiten und zahlreichen Titelblättern gezeigt.
Ein besonderer Fokus wird jedoch auf die Stadt Berlin selbst gelegt, denn mit der historischen Bedeutung Berlins als internationale Mode-Metropole war Berlin für F.C. Gundlach neben Paris der wichtigste Arbeitsort und diente als Motiv und Inspiration. Die Ausstellung
nimmt diesen roten Faden in ihrer Bildführung auf und führt den Betrachter an die schönsten Orte der Stadt.
Die Kuratoren Klaus Honnef, Hans-Michael Koetzle, Sebastian Lux und Ulrich Rüter erlauben als Ergebnis mehrjähriger Recherchen einen neuen Blick auf das fotografische OEuvre F.C. Gundlachs: seine Wurzeln im Bildjournalismus, das Spezifische seiner Bild-Ästhetik,
sein Denken in Serien und Sequenzen, seine narrativen Ansätze. Die Schau berührt gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse und Entwicklungen über mehrere Jahrzehnte hinweg.
In einem 40-minütigen, speziell für diese Ausstellung vom Filmemacher Reiner Holzemer produzierten Interview kommentiert
F.C. Gundlach seine Arbeitsweise selbst.
„Mode ist immer ein Ausdruck von Zeitgeist, vielleicht sogar der beste Indikator“ (Zitat F.C. Gundlach), und ganz in diesem Sinne lädt diese Retrospektive den Besucher ein, die Entwicklung der Mode, ihrer Ästhetik als auch den ganz eigenen Blick dieses großen Fotografen durch die letzten 40 Jahre hindurch Revue passieren zu lassen.
Ausstellung
F.C. Gundlach. Das fotografische Werk
Martin-Gropius-Bau Berlin
20. November 2009 bis 14. März 2010
Öffnungszeiten:
Mittwoch - Montag 10:00 Uhr – 20:00 Uhr, Dienstag geschlossen
Drei Ausstellungen für die Königin | MISS PREUSSEN 2010
December 16, 2009 by Berliner Kulturredaktion
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MISS PREUSSEN 2010. Mutter, Medienstar und Mode-Ikone
LUISE. LEBEN UND MYTHOS DER KÖNIGIN. Schloss Charlottenburg, 6. März – 31. Mai 2010
LUISE. DIE INSELWELT DER KÖNIGIN. Pfaueninsel, 1. Mai – 31. Oktober 2010
LUISE. DIE KLEIDER DER KÖNIGIN. Schloss Paretz, 31. Juli – 31. Oktober 2010
Königin Luise (1776 – 1810) ist die populärste Frau der preußischen Geschichte und neben Friedrich dem Großen die herausragende Persönlichkeit der Hohenzollern-Dynastie: jung, schön und liebenswert. Sie war sie ein Glücksfall für die reformbedürftige Monarchie. Ihr früher Tod und ihre kulthafte Verehrung machten sie zum „Medienstar“ des 19. Jahrhunderts.
Anlässlich ihres 200. Todestages steht die „Königin der Herzen“ im Mittelpunkt vielfältiger Aktivitäten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Drei Ausstellungen und ein umfangreiches Begleitprogramm präsentieren verschiedene Facetten Luises an ihren historischen Wohnorten und Wirkungsstätten, dem städtischen Schlossbereich Charlottenburg, auf der Pfaueninsel und im ländlichen Schloss Paretz.
Die Projekte auf der Pfaueninsel und im Schloss Paretz beleuchten spezifische Aspekte der Person Luises aus kulturhistorischer und zeitgenössischer Sicht.
Während sich im Sommer auf der Pfaueninsel Gegenwartskünstler in ihren Werken konzeptionell mit dem außergewöhnlichen Ort und dem dortigen Aufenthalt der königlichen Familie auseinandersetzen, widmet sich die Paretzer Ausstellung der Kleidung Luises im Kontext der Mode und des Schönheitsideals ihrer Zeit.
Auch heute sind Leben und Wirken Luises von erstaunlicher Aktualität. Im Leben wie im Nachleben werden ihr die Rollen der perfekten Mutter, Königin, Ehefrau und Schönheitsidol zugeschrieben und für moralische oder politische Propagandazwecke eingesetzt.
An Luise lässt sich exemplarisch zeigen, wie auf der Schwelle zur Moderne erstmalig, bereits vor Sisi, Evita Perón oder Princess Diana, eine Mythenbildung politisch stilisiert und instrumentalisiert wird.
Mit dem allgegenwärtigen “Luisenkult” wird erst im Zuge des Zweiten Weltkrieges gebrochen.
Aber noch heute gilt “Alle lieben Luise.”
An Luise lässt sich exemplarisch zeigen, wie auf der Schwelle zur Moderne erstmalig, bereits vor Sisi, Evita Perón oder Princess Diana, eine Mythosproduktion politisch funktioniert.
Den Auftakt des Gedenkjahres und gleichsam die Einführung in das Thema bietet die Hauptausstellung „LUISE. Leben und Mythos der Königin“.
Sie findet in den Sonderausstellungsräumen des Schlosses Charlottenburg statt und schließt die zu diesem
Anlass erneut authentisch eingerichtete Luisenwohnung im Neuen Flügel, das restaurierte Mausoleum und die Luiseninsel im Schlossgarten mit ein.
„Luise. Leben und Mythos der Königin“
Berlin, Schloss Charlottenburg – Neuer Flügel
6. März – 31. Mai 2010
„Luise. Die Inselwelt der Königin“
Berlin, Pfaueninsel
1. Mai – 31. Oktober 2010
Öffnungszeiten
Pfaueninsel:
Mai – August täglich 8:00 Uhr – 21:00 Uhr,
September und Oktober täglich 9:00 Uhr – 19:00 Uhr
Schloss: Di – So von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr
Parkgebäude und Meierei: täglich 10:00 Uhr – 17:00 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr
Eintritt:
Inselticket (Pfaueninsel, Parkgebäude, Meierei und Fähre) 5 Euro / ermäßigt 4 Euro
Gruppenführungen: Pfaueninsel inkl. Eintritt Parkgebäude, Meierei, Schloss und Fähre:
pauschal 120 Euro (max. 20 Personen)
Ausstellungsführer
„Luise. Die Inselwelt der Königin.“
Ca. 120 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, 9,95 Euro
„Luise. Die Kleider der Königin“
Schloss und Schlossremise Paretz
31. Juli – 24. Oktober 2010
Öffnungszeiten:
Di – So von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr
Eintritt:
Schloss und Schlossremise: 7 Euro / ermäßigt 5 Euro
Ausstellung | MISS PREUSSEN 2010 | Schloss Charlottenburg ab 06.03.2010
December 16, 2009 by Berliner Kulturredaktion
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MISS PREUSSEN 2010 - LUISE. LEBEN UND MYTHOS DER KÖNIGIN
Königin Luise (1776-1810) ist neben Friedrich dem Großen die populärste dynastische Gestalt der preußischen Geschichte. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg begeht ihren 200. Todestag im Jahr 2010 mit drei Ausstellungen und zahlreichenVeranstaltungen.
Zweiten Weltkrieg in weiten Kreisen zur „persona non grata“. Bis heute bleibt sie jedoch eine kollektive Erinnerungsfigur. Im gesamten Bundesgebiet wie im europäischen Ausland begegnet man Erinnerungsorten der Königin. Zahlreiche Gedenkstätten und diverse andere Einrichtungen wie Kirchen, Kindergärten, Restaurants und Apotheken, öffentliche Plätze und Straßen, die nach wie vor nach ihr benannt sind, bezeugen symbolisch die Anerkennung und öffentliche Gedächtniskraft.
Im Rahmen der „Preußenrenaissance“, die sich verstärkt nach der Wiedervereinigung entwickelte, hat sie in der Gegenwart Teil am positiven Bild eines Preußens des Idealismus und Klassizismus, sowie des Preußens der einleitenden Reformen Steins und Hardenbergs zur modernen Gesellschaft.
Als nationale Ikone und Inbegriff der „deutschen Frau“ bildet Königin Luise ein Kernstück der historischen Mythologie der Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert. Ihre politische Vereinnahmung zu verschiedenen Zeiten, von verschiedenen Seiten und zu verschiedenen Luises Schönheit und Anmut, ihre Natürlichkeit und ihr harmonisches Familienleben machten sie schon zu Lebzeiten zur Legende. Der Einsatz der Königin für bahn brechende politische
Reformen und ihre Gegnerschaft zu Napoleon ließen sie zur Hoffnungsträgerin in Preußens „schwerer Zeit“ zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden.
Nach ihrem frühen Tod setzte eine kollektive Trauer ein, wie sie in der Gegenwart allenfalls mit der Trauer um den Tod von Diana, Princess of Wales, vergleichbar ist und historisch betrachtet Parallelen zu den Prozessen nach dem Tod Elisabeth von Österreichs und Evita Peróns aufweist.
Die Lebensspanne Königin Luises umfasst die Zeit um 1800, von der Französischen Revolution über den europäischen Aufstieg Napoleons, das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, den Zusammenbruch Preußens bis zum Beginn der preußischen Reformen und markiert damit die Schnittstelle von Aufklärung und Moderne- eine Zeit, die die europäische Entwicklung maßgeblich beeinflusst hat und die in vielen Bereichen bis heute
prägend wirkt. Bereits das Leben der preußischen „Königin der Herzen“ bot alle medial bedeutsamen Ingredienzen wie Erotik, Liebe, Action, Spannung, Drama und Tragik um einen „Star“. So entwickelte sich nach ihrem Tod ein politischer Mythos um ihre Person, der in Deutschland ohne Beispiel ist. Er wurde maßgeblich in den Befreiungskriegen gegen Frankreich wirksam und erreichte seinen Höhepunkt im Kaiserreich nach 1871.
Ihr „Opfertod“ begründete die „Erbfeindschaft“ mit Frankreich und bewirkte ihre Verklärung als Schutzgeist der preußischen Freiheitskämpfer und deren „Rache“. In scheinbarer Wiederholung der Geschichte wurde ihr Tod 1870/71 erneut „gerächt“ und Luise als Mutter des neuen deutschen Kaisers zur mythischen Reichsgründerin.
Ihre „Standhaftigkeit“ vor dem Feind Napoleon diente noch nach dem Ende der Monarchie Deutschnationalen zum Vorbild und Nationalsozialisten zum Instrumentarium für Durchhalteparolen.
Verbunden mit dem untergegangenen Kaiserreich, mit dem deutschen Nationalismus sowie mit dem negativen Bild eines militaristischen Preußentums geriet Königin Luise nach dem Zweiten Weltkrieg in weiten Kreisen zur „persona non grata“.
Bis heute bleibt sie jedoch eine kollektive Erinnerungsfigur. Im gesamten Bundesgebiet wie im europäischen Ausland
begegnet man Erinnerungsorten der Königin. Zahlreiche Gedenkstätten und diverse andere Einrichtungen wie Kirchen, Kindergärten, Restaurants und Apotheken, öffentliche Plätze und Straßen, die nach wie vor nach ihr benannt sind, bezeugen symbolisch die Anerkennung und öffentliche Gedächtniskraft.
Im Rahmen der „Preußenrenaissance“, die sich verstärkt nach der Wiedervereinigung entwickelte, hat sie in der Gegenwart Teil am positiven Bild eines Preußens des Idealismus und Klassizismus, sowie des Preußens der einleitenden Reformen Steins und Hardenbergs zur modernen Gesellschaft.
Als nationale Ikone und Inbegriff der „deutschen Frau“ bildet Königin Luise ein Kernstück der historischen Mythologie der Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert. Ihre politische Vereinnahmung zu verschiedenen Zeiten, von verschiedenen Seiten und zu verschiedenen Zwecken läßt große Teile der preußischen und deutschen Geschichte sichtbar werden und weist darüber hinaus auch auf europäische Kontexte, besonders in der Rezeption Frankreichs,
wo sich in der napoleonischen Propaganda ein eigener, feindlich gesinnter Luisenmythos entwickelte.
Eine große Ausstellung im Schloss Charlottenburg bildet den Auftakt zu zahlreichen Veranstaltungen, mit denen die Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg der Königin in ihrem 200. Todesjahr 2010 gedenkt. Der Charlottenburger Ausstellung folgen Projekte im ländlichen Schloss Paretz mit einer Präsentation der Kleider
Luises im Kontext der Mode ihrer Zeit, sowie auf der Pfaueninsel, wo sich Gegenwartskünstler in einem Konzept der Verknüpfung von Kunst und kultureller Bildung mit dem Ort und der
preußischen Königin auseinander setzen.
Der plötzliche Tod Luises traf Preußen 1810 auf einem historischen Tiefpunkt wie ein „Blitzschlag“. Die verschiedenen Rollen der Königin als Schönste der Frauen, als tugendhafte und „bürgerlich“ lebende Mutter und Gattin, als politisch aktive, national denkende und „standhafte“ Königin, als Märtyrerin, Heilige und nationaler Schutzgeist sowie ihre
kaiserzeitliche Instrumentalisierung als „imperialistische“ Reichsgründerin werden thematisiert. Die Rollen und Facetten der Königin verdeutlichen unter anderem Modelle weiblicher Familienrollen und weiblicher Bildung, bürgerliche Hoffnungen auf eine Erneuerung von Monarchie und Gesellschaft und die Entwicklung von nationalen Mythenkonstrukten bis in die Gegenwart im internationalen Kontext wie auch gegenläufige Reaktionen darauf.
Unter dem Motto „Luise heute“ wird die aktuelle Relevanz der historischen Figur aufgezeigt, deren Bedeutung und Einfluss auf kulturgeschichtliche Zusammenhänge nach wie vor eine breite Öffentlichkeit anspricht.
Schloss Charlottenburg bildet den Mittelpunkt des Luisenjahres 2010. Hier wird der Besucher der Königin in den Sonderausstellungsräumen im Neuen Flügel und an authentischen Orten begegnen. Die Sonderausstellung im Neuen Flügel des Schlosses geht der Entstehung des Mythos „Luise“ nach.
Ausgehend von Lebensstationen und wichtigen Rollen der Königin, wird nach der Person hinter dem Mythos gefragt.
Das Konzept orientiert sich an den wichtigsten Eigenschaften, die die Luisenvorstellungen prägten und prägen. Die
Darstellung der verschiedenen Facetten holt das Phänomen „Luise“ in aktuelle Bezüge, da die
medialen Inszenierungen der Königin bis in die Gegenwart reichen.
Über 350 Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Dokumente, darunter Meisterwerke von Karl Friedrich Schinkel, Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch, laden in der Ausstellung im Neuen Flügel zu einer Annäherung an das Leben und Nachleben von Königin Luise ein.
Ein großer Teil der Exponate entstammt dem Besitz der SPSG, die über die maßgeblichen „Luisenobjekte“ verfügt. Außerdem präsentiert die Ausstellung außer Spitzenexponaten aus Museen des Berliner Raums auch hochkarätige Leihgaben aus Deutschland und dem europäischen Ausland.
Das Mausoleum beherbergt Luises Grabstätte und die bedeutende Marmorsarkophagskulptur
von Christian Daniel Rauch. Anlässlich des Luisenjahres wird die Sarkophagskulptur erstmalig gereinigt und restauriert, und ist auch das erste Mal seit ihrer Aufstellung 1814, wieder zu besichtigen, ein Besuch, der normalerweise nur Angehörigen des Hauses Hohenzollern vorbehalten ist.
Die Luisenwohnung wird entsprechend der erhaltenen Inventarlisten von 1800 und 1810
nahezu authentisch rekonstruiert. Hierfür stehen fast 90% der originalen Möbel zur Verfügung, handbemalte Seidentapeten werden nach alten Entwürfen neu gefertigt. Die Einrichtung stellt einen Höhepunkt während der Ausstellungsdauer und darüber hinaus dar.
Weiterhin kann der Besucher die gärtnerische Wiederherstellung der Luiseninsel und des
Mausoleumsumfeldes erleben.
Ausstellung
„Luise. Leben und Mythos der Königin“
Schloss Charlottenburg
6. März – 31. Mai 2010
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr,
Donnerstag bis 20 Uhr.
Eintritt:
Ausstellung Neuer Flügel, Wohnräume und Mausoleum: 12 Euro / ermäßigt 10 Euro
Familienkarte: 24 Euro (2 Erwachsene, 3 Kinder).
Gruppenführungen: pauschal 160 Euro (max.25 Personen). inkl. Audioguide in dt. + engl. sowie Audioguide für Kinder.
Romy Schneider Ausstellung ab 05.12.2009
December 12, 2009 by Berliner Kulturredaktion
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Romy Schneider. Wien – Berlin – Paris / Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Nur wenige deutschsprachige Schauspielerinnen haben international Karriere gemacht, zu den bekanntesten unter ihnen zählt die 1938 in Wien geborene Romy Schneider. Seit ihrem Tod 1982 erscheinen Biografien und vor allem Bildbände, die aus den teils glamourösen, teils tragischen Lebensumständen der Schauspielerin Kapital zu schlagen versuchen. Dagegen hat eine Beschäftigung mit ihrem künstlerischen Werk bisher kaum stattgefunden. Die Ausstellung derDeutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen zeigt in drei Räumen auf einer Fläche von 450 qm eine auf das filmische Schaffen Romy Schneiders fokussierte Ausstellung.
Die Schau ist in fünf Themenbereiche gegliedert, die werkbiografisch orientiert, aber nicht streng chronologisch angeordnet sind. Sie zeigt Dokumente, Korrespondenzen, Plakate, Kostüme und Kleinobjekte sowie Fotografien, die teilweise aus privaten Romy-Schneider-Sammlungen stammen.
Zu jedem Themenbereich gehört eine audiovisuelle Installation, die der Darstellungskunst derSchauspielerin gewidmet ist und auf die Charakteristika der Rollen Romy Schneiders eingeht.
Ausstellung
Romy Schneider. Wien – Berlin – Paris
5. Dezember 2009 bis 30. Mai 2010
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr
an den Feiertagen geöffnet außer am 24.12.
Eintrittspreise:
Sonderausstellung
4 € Erwachsene | 3 € ermäßigt
2 € Schüler
Sonder- u. Ständige Ausstellungen
6 € Erwachsene | 4,50 € ermäßigt
4,50 € Gruppe ab 10 Personen
2 € Schüler
12 € Familienticket (2 Erw. + Kinder)
6 € Kleines Familienticket (1 Erw. + Kinder)
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Filmhaus am Potsdamer Platz
1. Etage | Sonderausstellungen
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin-Tiergarten
DEIKER – EINE KÜNSTLERFAMILIE | Ausstellung im Schloss Britz
November 25, 2009 by Berliner Kulturredaktion
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DEIKER – EINE KÜNSTLERFAMILIE. ÄSTHETIK IN DER NATUR IM 19. JAHRHUNDERT
10. November 2009 bis 3. Januar 2010
Die Kulturstiftung Schloss Britz präsentiert Bilder von Friedrich Deiker (1792–1843) und seinen Söhnen Johannes
(1822–1895) und Carl Friedrich (1836–1892) aus der Städtischen Sammlung Wetzlar. Friedrich Deiker konnte als Portraitmaler einiges Ansehen erlangen. Die Söhne widmeten sich verstärkt Tier-, Jagd- und Landschaftsdarstellungen. Sie waren Vertreter einer neuen akademischen Malerei, in der aktuelle künstlerische Tendenzen aufgenommen wurden. Johannes Deiker gelang es durch die Konzentration auf das jagdbare lebende Tier seinen Tierdarstellungen eine ganz neue Ästhetik, Lebendigkeit und „Wahrhaftigkeit“ zu verleihen. Während seiner langjährigen Anstellung als Hofmaler beim Fürsten zu Solms-Braunfels entstanden ausgezeichnete großformatige Wildkompositionen. Sein Bruder Carl Friedrich Deiker studierte an der Kunstakademie Karlsruhe bei J. W. Schirmer. Er arbeitete in seinen Landschaften und Tierstücken mit einer größeren Spontaneität und Kühle in der Farbgebung und betonte das narrative Element in den Tierszenen. Gerade die realistischen Tier- und Jagdstücke der Brüder sind von einer herausragenden Qualität und wurden in ihrer Ästhetik stilbildend für ein ganzes Genre. Sie arbeiteten oft nebeneinander, trotzdem ist ihre individuelle Handschrift deutlich erkennbar. Beide wurden nach ihrem Umzug Mitglieder im Düsseldorfer Künstlerverein „Der Malkasten“ und für viele Tiermaler ein Maßstab. Heute sind diese Bilder fast vergessen, da Themen wie der „Röhrende Hirsch“ als Kitsch angesehen und mit der Heimattümelei und Spießigkeit der 1950er-Jahre verbunden werden. Aber die technische Brillanz, die malerische Genauigkeit bei gleichzeitiger künstlerischer Virtuosität, die den Darstellungen eine ganz eigene Lebendigkeit verleihen, hebt das Schaffen der Deikers darüber hinaus. So ist die Ausstellung in Schloss Britz auch eine Wiederentdeckung des Schaffens dieser Künstlerfamilie.
10. November 2009 bis 3. Januar 2010
ÖFFNUNGSZEITEN
Di. bis So. 11-18 Uhr, Mo. geschl.
EINTRITTSPREISE
Ausstellungen: 5 €, ermäßigt 3 €
KULTURSTIFTUNG SCHLOSS BRITZ
Alt-Britz 73, 12359 Berlin
www.schlossbritz.de
„ALLE SCHÖNEN GUTEN DINGE“ – ZOPPE VOSKUHL Ausstellung im Schloss Britz
November 25, 2009 by Berliner Kulturredaktion
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ZOPPE VOSKUHL „ALLE SCHÖNEN GUTEN DINGE“ – RÜDI-, NEU- UND BRAUNBILDER
Die Kulturstiftung Schloss Britz präsentiert vom 16. Januar bis 20. April 2010 in der Ausstellung „Alle schönen guten Dinge“ Malerei und Skulptur von Zoppe Voskuhl.
Die Werkschau gibt einen Einblick in die Arbeiten des seit 15 Jahren in Berlin lebenden freischaffenden Künstlers. Es werden neben den neuesten Gemälden und Objekten der Werkgruppen „Rüdibilder“, „Neubilder“ und „Braunbilder“ auch frühere Werke vorgestellt.
Der Ausstellung ist das Bild „Alle schönen guten Dinge“ vorangestellt, in dem Voskuhl wichtige Aspekte aller Gruppen vereint.
Voskuhl entwickelt in all seinen Werkgruppen mal burleske, mal geheimnisvolle großformatige Bilderwelten, in denen er seine oftmals eigenartig und seltsam anmutenden Figuren zum Leben erweckt. Die Kunstfigur des „Rüdi“, der bald träumend, bald scheinbar sinnlos agierend seine phantastischen „Rüdibilder“ bevölkert, ist Voskuhls bekannteste Schöpfung.
In den „Neubildern“ gelingt es Voskuhl in Anlehnung an tradierte durchdeklinierte Kunstthemen, in fast altmeisterlicher Art eigene Ideenwelten zu erschaffen, deren ruhige, fast typisierte Situationen dem Betrachter gleichzeitig bekannt und doch rätselhaft erscheinen.
Die älteren „Braunbilder“, mit ihren Menschenfiguren in einer geradezu expressionistischen düsteren Farbgebung, lassen dem Betrachter die Freiheit, die Inhalte individuell für sich selbst zu erschließen. Daneben stehen die neuesten Arbeiten Voskuhls auf Glas, in denen er städtische Ansichten Berlins mit den stilistischen Mitteln der „Braunbilder“, uns künstlerisch neu vor Augen führt.
Obwohl vermeintlich das Rätselhafte und Geheimnisvolle in den Arbeiten Zoppe Voskuhls überwiegt, ist doch das zentrale Thema in all seinen Werkgruppen der Mensch selbst und der Versuch, in der Reflexion der künstlerischen Medien Malerei und Skulptur die Frage nach dem Mensch-Sein immer wieder neu zu stellen.
Begleitprogramm zur Ausstellung:
- 12.2.2010 (Fr) um 19 Uhr (Lesung): Anna Hoffmann und Cathy Holmes lesen auf deutsch u. englisch: Erstpräsentation des Bandes „Totenmaske“ von Anna Hoffmann
- 13.3.2010 (Sa) um 19 Uhr (Lesung): Anna Hoffmann und Silke Peters
- 9.4.2010 (Fr) um 19 Uhr (Lesung): Ute Eckenfelder und Guntram Vesper
„War oder wird Eiszeit?“ Eintritt: 12,00 € bzw. 7,00 € erm., inkl. Besuch der Ausstellung
- Dem Künstler über die Schulter geschaut – Öffentliche Malaktion im Dialog mit dem Künstler
- Di. 26.1.2010 ab 9:00 - 10:30
ab 11:00 - 12:30 für Schulklassen
- Di. 16.2.2010 ab 9:00 - 10:30
ab 11:00 - 12:30 für Schulklassen
- Di. 16.3.2010 ab 9:00 - 10:30
ab 11:00 - 12:30 für Schulklassen
- Fr. 19.2.2010 ab 19:30 für Erwachsene
ÖFFNUNGSZEITEN
Di. bis So. 11-18 Uhr, Mo. geschl.
EINTRITTSPREISE
Ausstellungen: 5 €, ermäßigt 3 €
KULTURSTIFTUNG SCHLOSS BRITZ
Alt-Britz 73, 12359 Berlin
www.schlossbritz.de




