Film und Gespräch – Denkmal für die ermordeten Juden Europas – 29.07.2010

Filmvorführung “Menschliches Versagen”: Deutsche verwerten jüdische Nachbarn, anschließend Diskussion

Die Nachbarn wussten, dass die Wäsche aus dem Schrank der deportierten Familie stammte. Sie wussten auch, dass diese Familie nicht zurückkehren würde, um Rechenschaft zu verlangen.
Nahezu jede „ausgebombte“ Familie saß an einem Tisch, der aus dem Besitz ehemaliger jüdischer Nachbarn stammte oder aus Wohnungen der Juden im besetzten Europa herangeschafft worden war. Auch in diesen Fällen wurde offen dokumentiert, dass es sich um das Vermögen „des Juden/ der Jüdin“ handelte, wie es in den Rechnungsvordrucken hieß (…) Die Menschen, die an den ersteigerten Tischen saßen, wussten, dass diese zuvor Juden gehört hatten und die früheren Eigentümer deportiert worden waren (Wolfgang Dreßen)

„Menschliches Versagen“ Deutsche verwerten jüdische Nachbarn
17 Uhr: Filmvorführung
19 Uhr: Gespräch Lea Rosh mit: Michael Verhoeven/ Regisseur Prof. Dr. Wolfgang Dreßen/ Historiker
29.07.2010
Ort der Information im „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“
Cora-Berliner-Straße
10117 Berlin

 

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